Der Chinese (2011)

Filmdaten
Originaltitel Der Chinese
Produktionsland Deutschland, Österreich, Schweden, Taiwan
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 180 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Peter Keglevic
Drehbuch Léonie-Claire Breinersdorfer,
Fred Breinersdorfer
Produktion Yellow Bird Pictures:
Oliver Schündler,
Boris Ausserer;
Lotus Film:
Erich Lackner,
Peter Wirthensohn;
Yellow Bird Schweden:
Mikael Wallén
Musik Jürgen Ecke
Kamera Alexander Fischerkoesen
Schnitt Moune Barius
Besetzung
Synchronisation

Der Chinese ist eine zweiteiliger Fernsehfilm von Peter Keglevic nach dem gleichnamigen Roman von Henning Mankell, der am 30 Dezember 2011 im Ersten gesendet wurde. Die Fernseh-Produktion der Lucky Bird Pictures (ehem. Yellow Bird Pictures GmbH) entstand in Koproduktion mit Lotus Film Wien, Yellow Bird Rights Schweden und der ARD Degeto für Das Erste und den ORF. Den Weltvertrieb macht die Beta Film.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

In Schweden werden in einer Siedlung 19 Mitglieder einer Familie mit einem asiatischen Klingenwaffe getötet. Die ermittelnden Einsatzkräfte tappen im Dunkeln. Erst später wird die Verbindung mit vier weiteren Morden deutlich, die sich in den USA ereignet haben. Dort wurden ebenfalls Angehörige dieser Familie getötet. Der Angreifer hat die Familie, abgesehen von Birgitta Roslin, vollständig ausgelöscht. Da die Polizei zu diesem Zeitpunkt noch nicht von ihrer Aussage überzeugt ist, der Täter sei ein Chinese, begibt sie sich nach Kanton. Dort trifft sie auf den Chinesen, der versucht, sie zu töten. Sie kann seinen Gehilfen entkommen und nimmt Kontakt zur Polizei auf. Die chinesische Ermittlerin ist die Schwester des Täters. Im Gegensatz zu ihrem Bruder, ist sie jedoch bereits über die Schande hinweggekommen, die ihre Familie vor langer Zeit ereilt hat. Während des Wettlaufs der Eisenbahngesellschaften bei der Erschließung der nordamerikanischen Westküste starben unzählige verschleppte, asiatische Zwangsarbeiter. Vorfahren des Chinesen starben durch die Hand eines Familienangehörigen von Birgitta Roslin. Daraufhin forderten die Vorfahren des Chinesen den Tod der schwedischstämmigen Familie, um die Schmach, die über ihre Familie gebracht wurde, zu tilgen. Diese Aufgabe macht sich der Chinese zu eigen. Seine Schwester versucht ihn davon abzubringen.

Als Birgitta Roslin sich nicht mehr sicher fühlt, nimmt sie Kontakt nach Schweden auf. Daraufhin reist ihr Staffan nach. Beide werden auf offener Straße vom Chinesen gestellt und mit einer Klingenwaffe bedroht. Im letzten Moment kann er von seiner Schwester durch einen gezielten Schuss in die Schläfe gestoppt werden.

Hintergrund

Einige Szenen für den Film wurden in Pürbach bei Schrems (Waldviertel) gedreht. Auf dem Ortsschild (Requisite) steht „Hesjövallen“.

Der Film ist nah an dem Roman gehalten, jedoch wurden die im Roman relevanten historischen Ereignisse in der Verfilmung auf ein spezielles, den Eisenbahnbau in Nevada USA im 19. Jahrhundert, verdichtet.

Gedreht wurde an rund 50 Drehorten in Niederösterreich, Wien, Schweden und Taiwan.[1][2] Das Team bestand aus 120 Mitgliedern und Schauspielern aus Deutschland, Österreich, Schweden, Singapur, Taiwan, Japan und den USA. Die Dreharbeiten begannen am 26. April 2010 und endeten am 27. Juli 2010.[1] Am 25. Juni 2011 feierte der Film seine Premiere beim Filmfest München.[3] Auf DVD erschien der Film in Deutschland am 23. Dezember 2011.[3] Der Chinese hatte am 30. Dezember 2011 in Österreich seine Premiere.[3]

Synchronisation

Darsteller Deutscher Sprecher[4] Rolle
Michael Nyqvist Michael Lott Staffan

Kritik

„(Fernseh-)Verfilmung nach einem Roman von Henning Mankell als aufwändiger Politthriller, der den Bogen von der Einwanderungspolitik Amerikas im 19. Jahrhundert zur gegenwärtigen globalisierten Gegenwart schlägt.“

Lexikon des Internationalen Films[5]

„Wie in seinen »Wallander«-Büchern verbindet der schwedische Bestseller-Autor auch hier eine hochspannende Krimi-Geschichte mit einem kritischen Blick auf gesellschaftliche Missstände. […] Die Drehbuchautoren Léonie-Claire und Fred Breinersdorfer haben es verstanden, Mankells Roman zu verdichten und zu verkürzen, ohne dabei zentrale Elemente platt zu walzen. Allerdings haben sich zu viele Längen eingeschlichen und auf Dauer wird der Plot immer unglaubwürdiger. Der eigentliche Höhepunkt des Politthrillers ist deshalb das Zusammenspiel der beiden Freundinnen Claudia Michelsen und Suzanne von Borsody als Kommissarin und Richterin.“

Prisma[6]

Auszeichnungen

Beim Deutschen Kamerapreis wurde Alexander Fischerkoesen 2012 für die beste Kameraarbeit nominiert,[7] während Moune Barius eine Nominierung für den besten Schnitt erhielt.[8][9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Drehorte. In: IMDb.de. Abgerufen am 10. Dezember 2012.
  2. Der Chinese. In: DasErste. Abgerufen am 13. Dezember 2012.
  3. a b c Starttermine für Der Chinese. In: IMDb.de. Abgerufen am 9. Dezember 2012.
  4. Der Chinese in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 10. Dezember 2012.
  5. Der Chinese im Lexikon des Internationalen Films
  6. Prisma: Der Chinese
  7. Deutscher Kamerapreis > Nominierungen > 2012 > Kamera, abgerufen am 16. Dezember 2012
  8. Deutscher Kamerapreis > Nominierungen > 2012 > Schnitt, abgerufen am 16. Dezember 2012
  9. Budget und Einspielergebnisse. In: IMDb.de. Abgerufen am 10. Dezember 2012.