Der Reitwagen

Der Reitwagen ist eine seit 1986 erscheinende österreichische Motorradzeitschrift. Der Name entstand in Anlehnung an den von Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach entwickelten Reitwagen, das erste motorradähnliche Kraftfahrzeug. Neben dem Motorradmagazin ist der Reitwagen heute das wichtigste Magazin für Biker in Österreich. Der Reitwagen erscheint zehnmal im Jahr und besteht in der Regel aus 100 Seiten in Vierfarbdruck, etwas breiter als das Format A4.

Der Reitwagen tritt auch als Veranstalter lizenzfreier Motorradrennen und von Renntrainings auf. Die häufigen Rennstreckenbesuche sind ein Garant für Fahrzeugbeherrschung moderner Supersportmotorräder.

Der unkonventionelle Schreibstil der Reitwagen-Journalisten und der hohe Verbreitungsgrad vor allem in der Szene der schnellen Biker führt unter anderem dazu, dass neue Wortschöpfungen zuerst von den Lesern, dann von anderen Zeitungen und schließlich von vielen Bikern im Verbreitungsgebiet übernommen werden. So wurden die Bikerjargon-Ausdrücke "Winkelwerk" (kurvige Landstraßen), herbrennen (abhängen, besiegen), Bürgerkäfig (Personenkraftwagen) und Kilogixxer (Suzuki GSX-R 1000) zum ersten Mal im Reitwagen verwendet.

Die aufscheinenden Redakteursnamen unterstreichen die geschriebene Botschaft. So ist etwa Mag. Fritz Triendl alias Zonko Chefredakteur (und selbsternannter amtlicher Herbrenner) und Andreas Werth alias Berzerk Herausgeber. Weitere schreibende Mitarbeiter sind Bocki Brezn, Bravo Maxa, Herr Brenner, Elvis Presser, Joe Zippo und Sir Carl Chopper. Der Untertitel Das schnelle österreichische Motorradmagazin und meist ein Motorrad in extremer Schräglage oder auf dem Hinterrad (Wheelie) als Coverfoto lassen erahnen, welcher Inhalt einen hinter dem Deckblatt erwartet.

Zweiräder mit weniger als 125 cm3 Hubraum werden im Reitwagen nur im Zusammenhang mit gelungener Racingabstimmung oder in der Opferrolle bei Testfahrten erwähnt.

Viele Ausgaben des Reitwagen waren schon kurz nach Erscheinen vergriffen. Dementsprechend werden vollständige Reitwagen-Sammlungen kaum unter 1.000 Euro gehandelt (2006).

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Fahrtechnik

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