Der See. Eine Ausuferung

Der See. Eine Ausuferung, 2010

Der See. Eine Ausuferung ist ein Roman von Heinz Kröpfl, eine Geschichte über Sprachlosigkeit, eine realistische Milieustudie, eine sonderbare Liebesgeschichte und schlussendlich ein Kippen in eine mysteriös Dramatik sich zuspitzend auf die Frage nach der Wahrheit der Wirklichkeit.

Inhaltsverzeichnis

Entstehungsgeschichte

Heinz Kröpfl schrieb die Originalfassung des Romans in nur sechs Tagen im Mai 2007 nieder, anschließend folgten bis zum Erscheinen des Buches im September 2010 zwei lange Überarbeitungsphasen.

Handlung

Ein Schriftsteller – namenlos, alterslos – tritt ein mehrwöchiges Aufenthaltsstipendium an einem See an. Während er an den Ufern des Sees und in der eher fragwürdigen Behaglichkeit seiner Behausung nach Inspiration sucht, steht eines Abends eine geheimnisvolle fremde Frau vor seiner Tür. Sie verbringt mit ihm die Nacht. Dies wiederholt sich nun Tag für Tag. Der Schriftsteller begibt sich immer verzweifelter auf die Suche nach den Worten. Doch der See hat ihn, wie es scheint, seiner Worte beraubt, und die Fremde – die kaum spricht – zieht ihn mit ihrer Erotik immer mehr in ihren Bann.

Seltsame, zunehmend unerklärliche Vorfälle ereignen sich rund um den See, der offenbar ein Eigenleben entwickelt – und die Grenzen zwischen Sein und Schein scheinen zu verschwimmen. Fällt der Schriftsteller dem Wahnsinn anheim? Begeht er tatsächlich ein Verbrechen? Was ist mit der Frau mit dem ausdruckslosen Gesicht und dem Kinderwagen, die immer wieder kurz auftaucht, um sogleich wieder verschwunden zu sein? Und: Genügt es, einfach „nur“ geliebt zu werden? Bedarf Liebe Worte? Und warum findet er seine Sprache nicht mehr?

Harmlos und geradezu pittoresk, als realistische Milieuschilderung über das Leben eines „kleinen“ Schriftstellers und den Literaturbetrieb beginnt dieser Roman – und entwickelt sich schließlich subtil in Richtung Mystery, surreal und bedrohlich. Doch steht dieses Mysteriöse nicht für sich allein – der Roman taucht immer tiefer ein unter die Oberfläche der so genannten Realität. Zu Grunde liegt ihm, wie unterhalb eines Wasserspiegels, letztendlich die entscheidende Frage: Wie wirklich ist die Wirklichkeit – was ist wirklich …?

Quellen

Beschreibung Aufruf
Interview: Radio Grün-Weiß am 4. November 2010 mit Heinz Kröpfl zum Buch

Ausgaben

Der Roman erschien als neuntes Buch von Heinz Kröpfl im September 2010 unter ISBN 978-3-941930-28-5 im Asaro-Verlag (D).

Exzerpt

Pressestimmen

  • aus der Marktgemeinde St. Michael, 3/2010, S. 16
  • Hochsteiermark-Journal Oktober 2010, S. 18: "Sonderbare Liebesgeschichte"
  • Kleine Zeitung, Ausg. Leoben, 26. September 2010, S. 48-49: "Realistisches und Mysteriöses verschwimmen"
  • Steirerkrone Lokalausgabe Murtal/Leoben, Beilage, 30. September 2010, S. 5: "Buchpräsentation"
  • Treff.Trofaiach Nr. 8, Oktober 2010, 31. Jahrgang, S. 2: "Neuntes Buch von Heinz Kröpfl ..."
  • aus der Marktgemeinde St. Michael 4/2010, S. 7: "Spannende Mystik, verschwimmende Wirklichkeit, sinnliche Erotik"
  • DER STANDARD 23. Februar 2011, S. 33: "Bergkunstsommer, ausgeufert"
  • WOCHE Oberkärnten 23. Februar 2011, S. 20: "Auftakt: Eine Ausuferung"
  • Kleine Zeitung, Ausg. Oberkärnten, 24. Februar 2011, S. 28: "Lesung zum Auftakt"
  • Kleine Zeitung, Ausg. Oberkärnten, 3. März 2011, S. 30: "Heinz Kröpfl war in Gmünd zu Gast"
  • Spittaler Nr. 05/2011, 3. März 2011, S. 8: "Gelungener Auftakt"
  • Literarische Kostproben Ausg. 84/2011, S. 31

Weblinks