Dienstleistungsscheck

Der Dienstleistungsscheck (DLS) dient seit Jänner 2006 in Österreich zur Entlohnung für befristete Arbeitsverhältnisse zwischen Arbeitnehmern und natürlichen Personen für die Erbringung von einfachen haushaltstypischen Dienstleistungen in Privathaushalten, sofern die Entlohnung beim einzelnen Arbeitgeber nicht über der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze liegt. Die kurzen (meist einen Tag, maximal aber einen Monat), befristeten Arbeitsverhältnisse können auch wiederholt abgeschlossen werden.

Die Idee des Dienstleistungsschecks (DLS) liegt darin, in einfacher und unbürokratischer Weise haushaltstypische, personennahe Dienstleistungen (wie etwa Reinigungstätigkeiten, einfache Gartenarbeiten, einfache Tätigkeiten bei der Haushaltsführung) mittels Ausgabe und Einlösen von DLS zu erschließen.

Ziel ist es für bestehende Schwarzarbeit eine legale und attraktive Alternative zu bieten und Arbeitnehmern Sozialversicherungsschutz zu geben.

Für den Vertrieb und die Abrechnung des Dienstleistungsschecks ist die Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau (VAEB) zuständig.

Vergleichbare Regelungen in anderen Staaten

In Frankreich dient der chèque emploi service als Zahlungsmittel für hausarbeits- oder personenbezogene Dienstleistungen in eigenen Haushalt. Der chèque emploi service kann in der eigenen Bank beantragt werden und enthält neben der Entgeltzahlung auch die Entrichtung der Beiträge zur Sozialversicherung und Erstellung des Lohnzettels.[1][2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Norbert Wagner: Familienpolitik und Kinderbetreuung - Frankreich Klassenbester? Konrad-Adenauer-Stiftung Paris, Juni 2004, abgerufen am 9. November 2009 (PDF). S. 54
  2. Häusliche Betreuung und Pflege zwischen Qualitätsanspruch und Kosten. Europäische Lösungsansätze im Vergleich. Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK), Universität Frankfurt am Main, Oktober 2008, abgerufen am 21. November 2009 (PDF, Internationale Konferenz vom 20. und 21. Oktober 2008 an der Goethe- Universität in Frankfurt am Main).