Dieter O. Holzinger

Dieter O. Holzinger (* 16. Oktober 1941 in Villach, Kärnten; † 31. August 2006 in Husum, Schleswig-Holstein) war ein österreichischer Autor, Film-, Fernseh- und Theaterregisseur.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Holzinger studierte nach Ablegen der Matura Theaterwissenschaften in Wien und besuchte eine Schauspielschule. Es schlossen sich Inszenierungen, auch von eigenen Bühnenstücken, an Wiener Kellertheatern an. Von 1964 bis 1969 war er als Regieassistent bei der österreichischen Telefilm unter der künstlerischen Leitung von Jörg Mauthe tätig.

Im Jahr 1965 drehte er als verantwortlicher Regisseur eine erste Produktion für das Fernsehen mit der Serie Das österreichische Porträt, in der in 40 Folgen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vorgestellt wurden. Es folgte 1969 die Reihe Kleines-Mittelmeer-Feuilleton mit Mathias Wiemann, sowie die Semidokumentationen mit Spielfilmhandlung Wien 1913 – Bahnhof der Geschichte (1974) und Wiener Kongress (1980) jeweils in Zusammenarbeit mit Milo Dor. In späteren Jahren widmete sich Holzinger verstärkt dem didaktisch-pädagogischen Film. Insgesamt war er Gestalter von mehr als insgesamt 300 Fernseh- und Kurzfilmen aus dem Segment Bildung und Kultur.[1]

Dieter O. Holzinger veröffentlichte zudem als Autor verschiedene Bücher und Theaterstücke.

1987 gründete Holzinger die Sommerspiele Stift Altenburg[2] und war bis zum Jahr 2004 deren Intendant.[3] Während dieser Zeit führte er dort bei zahlreichen Uraufführungen und Neuinszenierungen Regie.

Im Jahr 1979 erhielt Dieter O. Holzinger das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich, 1985 das Silberne Ehrenzeichen der Republik Österreich. 1999 wurde ihm der Titel Professor verliehen. Ab dem Jahr 2004 war er Mitglied im NÖ-Kultursenat.[4][5] Für seine Filme erhielt er Preise nicht nur in Österreich, sondern auch 1980 in Berlin, 1985 in Frankfurt und Japan. 2008 wurde ihm posthum der Rollett-Kulturpreis der Stadt Baden verliehen. Dieter O. Holzinger verstarb am 31. August 2006 in Husum auf einer Reise durch Schleswig-Holstein, nach einem Ausflug auf die Insel Sylt.[3][2]

Filmografie (Auswahl)

  • 1965: Das österreichische Porträt (Fernsehserie, 40 Folgen)
  • 1969: Kleines-Mittelmeer-Feuilleton (Fernsehserie, 13 Folgen)
  • 1970–1972: Filmgeschichten aus Österreich (Fernsehserie, acht Folgen)
  • 1974: Wien 1913 – Bahnhof der Geschichte
  • 1976: Spiel – Baustein des Lebens (Fernsehserie, sieben Folgen)
  • 1979: Buch – Partner des Lebens (Fernsehserie, acht Folgen)
  • 1980: Wiener Kongress
  • 1983: Hans Christian Andersen
  • 1987–1988: Zeitgemäße Ernährung (Fernsehserie, vier Folgen)
  • 1987–1989: Bayern und Österreich (Fernsehserie, drei Folgen)
  • 1991–2005: Literatur und ihre Zeit (Medienreihe des Bundesministeriums für Kultur, 13 Folgen)[6]
  • 1992: Stift Altenburg – Kulturschatz im Waldviertel
  • 1992: National Trust – Englands größter Schatz
  • 1999: 10 Jahre UN-Konvention – Rechte des Kindes

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Herbert Holba, Günter Knorr, Peter Spiegel: Reclams deutsches Filmlexikon. Philipp Reclam jun., Stuttgart 1984, ISBN 3-15-010330-4, S. 166

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Film Archiv Austria auf filmarchiv.at; abgerufen am 8. Februar 2011
  2. a b ORF Kärnten auf orf.at; abgerufen am 9. Februar 2011
  3. a b Dieter Holzinger gestorben auf derstandard.at; abgerufen am 1. September 2012
  4. NÖ-Kultursenat auf der Homepage von Niederösterreich; abgerufen am 8. Februar 2011
  5. baden.at – Informationen der Stadtgemeinde Baden, Ausgabe 02/2008, Seite 13
  6. Medienbegleitheft zur Videokassette auf bildungsmedien.tv, abgerufen auf docs.google.com am 18. Januar 2012