Dietrich Reichard von Meyerinck

Dietrich Reichard von Meyerinck (* 17. Februar 1701 in Lippstadt; † 14. Mai 1775 Gut Leuenberg) war ein königlich-preußischer Generalleutnant und Chef des Infanterie-Regiments Nr. 26. Ferner war er Kommandant von Berlin, Ritter des Pour le Merite sowie Amtshauptmann von Zossen, Drost vom Emmerich, Huissen und Sebenaer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Dietrich Reichard von Meyerinck war der Sohn von Adolf von Meyerinck (1656–1708) und dessen Frau Eva Petronella von Heilsberg († 1702).

Er kam 1718 in das Infanterie-Regiment Nr. 15 und wurde 1721 Fourier sowie 1732 Seconde-Lieutenant im Regiment, das inzwischen den Kronprinzen Friedrich zum Chef hatte. 1740 wurde er Premier-Lieutenant und am 4. August als Hauptmann in das neu errichtete erste Bataillon der Leibgarde mit dem Rang eines Oberstleutnants versetzt. 1743 beförderte man ihn zum Oberst, 1747 zum Kommandant des zweiten und dritten Bataillons der Garde; zugleich wurde er Generalmajor mit Patent vom 3. Dezember 1743. 1749 wurde er Chef des Infanterie-Regiments Nr. 26. 1754 setzte man ihn als Kommandant von Berlin sowie Amtshauptmann von Zossen ein und ab 1755 als Drost von Huissen, Lymers und Sebenaer im Herzogtum Kleve. 1757 erfolgte seine Beförderung zum Generalleutnant.

Er nahm zunächst noch am Siebenjährigen Krieg teil, beantragte aber 1758 seine Entlassung, die auch bewilligt wurde. Er zog sich auf sein Gut Leuenberg in Oberbarnim zurück, wo er 1775 starb.

Familie

Er war seit 1750 mit Katharina Johanne Wilhelmine von Herold (1726–1809) verheiratet; sie war ein Tochter des geheimen Finanzrates Christian von Herold (1669–1744). Das Paar hatte drei Söhne, die ebenfalls Militärs wurden:

  • Christian Georg Ludwig (1752–1804) [1]
  • Friedrich Richard (1754–1813) [2]
  • Heinrich Wilhelm (* 23. August 1755; † 23. November 1792) ∞ Sophie von Biedersee (1764–1820), der Forstmann Heinrich Eugen von Meyerinck ist deren Sohn. Die Witwe heiratet später den Generalfeldmarschall Ludwig Karl von Kalckstein.

Literatur

  • Fortgesetzte neue genealogisch-historische Nachrichten von den vornehmsten Begebenheiten, welche sich an den europäischen Höfen zugetragen, Band 89, S. 571f Digitalisat
  •  Anton Balthasar König: Dietrich Reichard von Meyering. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band III, Arnold Wever, Berlin 1790, S. 478 (Dietrich Reichard von Meyering in der Google Buchsuche).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Forschungen zur Brandenburgischen und Preussischen Geschichte, Volumes 17–18
  2. Rahel Varnhagen, Pauline Wiesel, Briefwechsel Mit Pauline Wiesel, S. 109