Dietweis

Ortskapelle Dietweis

Dietweis ist ein Ort und gleichzeitig eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Heidenreichstein im nordwestlichen Waldviertel. Die Ortschaft ist ein Angerdorf.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ortsname leitet sich vom althochdeutschen Personennamen „Diotwin“ ab.

Dietweis wurde 1369 erstmals urkundlich erwähnt, wurde 1784 zur Katastralgemeinde und schloss sich 1850 mit damals 106 Einwohnern zunächst der politischen Gemeinde Eberweis an und wurde durch die Trennung 1925 eine eigene politische Gemeinde. 1934 hatte der Ort 150 und 1939 129 Einwohner.

1890 wurde eine neue Kapelle eingeweiht, die 1933 eine neue Glocke erhielt und 1954 und 1964 bis 1966 saniert wurde.

Bereits 1939 sollte der Ort nach Heidenreichstein eingemeindet werden, was aber am Widerstand der Bevölkerung scheiterte. Auch die Zusammenlegung mit den Gemeinden Eggern, Reinberg-Litschau und Reinberg-Heidenreichstein wurde 1967 abgelehnt.

Mit 1. Jänner 1970 erfolgte schließlich auf Grund eines Gemeinderatsbeschlusses die Zusammenlegung mit der Stadtgemeinde Heidenreichstein. 2001 lebten 145 Personen in der Ortschaft.

Geografie

Die höchste Erhebung der Katastralgemeinde befindet sich mit einer Seehöhe von 614 m ü. A. an der Grenze zur Gemeinde Eggern.

Die Katastralgemeinde liegt nördlich der Katastralgemeinde Heidenreichstein. Im Übrigen grenzt Dietweis im Nordosten an die Gemeinde und gleichnamige Katastralgemeinde Eggern, im Nordwesten an die Gemeinde und gleichnamige Katastralgemeinde Eisgarn sowie im Osten an die Ortschaft Pengers in der Katastralgemeinde Reinberg-Heidenreichstein der Gemeinde Eggern.[1]

Politik

Bürgermeister

  • Michael Reininger (1926)
  • Florian Arnhof (1938 bis 1945)
  • Johann Polt (1946, 1950)
  • Johann Hirsch (1946 bis 1950)
  • Hermann Granner (1965)

Ehrenbürger

  • Anton Kerbler
  • Michael Reininger

Verkehr

Straßen

Durch Dietweis führt die L8178 vom Hauptort Heidenreichstein nach Eggern.

Öffentlicher Verkehr

Dietweis wird durch folgende drei Buslinien erschlossen:

Literatur

  • Erich Geppert, Karl Pichler: Dietweis. In: 800 Jahre Heidenreichstein, Waldviertel – Kultur und Geschichte. Heidenreichstein 2005, S. 352ff

Einzelnachweise

  1. Niederösterreich Atlas

48.88535715.134524Koordinaten: 48° 53′ 7″ N, 15° 8′ 4″ O