Dominik Josef Hayek von Waldstätten

Reichshofrat Dominik Joseph Freiherr Hayek von Waldstätten 1771

Dominik Josef Simon Judas Freiherr Hayek von Waldstätten (* 25. Oktober 1698 in Wien; † 5. August 1772 in Hernals, heute 17. Wiener Bezirk) war Jurist, Hofrat, Reichshofsfiskal und schließlich kaiserlicher Reichshofrat aus der Familie von Waldstätten.

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Sohn des Johann Siegmund, nahm nach seinem Studium der Rechte und Universalgeschichte in Wien und an ausländischen Universitäten an zwei kaiserlichen Gesandtschaften teil und wurde 1722 zum Hofrat auf der adeligen Bank beim kurpfälzischen Hofgericht in Mannheim ernannt. Er war sodann Reichshofvizefiskal 1723–1727[1], sodann bis 1740 Reichshoffiskal und ab 1745 bis zu seinem Tod kaiserlicher Reichshofrat. Dominik Josef erhielt mit seinem Bruder Heinrich am 22. April 1744 den neuen böhmischen Ritterstand und das Inkolat mit dem unveränderten Wappen vom 5. September 1701.[2]

Vermöge Diploms, ausgestellt in Wien am 29. April 1754, wurde ihm der alte Reichsfreiherrenstand verliehen. Das alte Wappen wurde gebessert.[3]

Laut den bei den königlich-bayrischen Kreisarchiven zu Bamberg und Nürnberg erliegenden Diplomsabschriften wurde er mit Diplom vom 10. November 1747 zu Heilbronn, in die reichsunmittelbare Ritterschaft der drei Kreise Franken, Schwaben und am Rheinstrom aufgenommen, sodann am 19. Juli 1756 in die jungen und am 19. August 1756 in die alten Geschlechter des Niederösterreichischen Ritterstandes aufgenommen.

Wappen der Freiherren Hayek von Waldstätten von 1754

Familie

Seine Gemahlin Antonie (* 13. Juni 1709 in Breslau; † 1. Mai 1797 in Wien), Tochter des Reichritters Anton Edler von Massa, k. k. Kammerrates und Salzamtadministrators in Schlesien und der Eleonore Hiller von Hillersperg [4] heiratete er 1725.

Wappen

1754: Das alte Wappen wurde gebessert durch die Freiherrnkrone und einen dritten gekrönten Turnierhelm, der in die Mitte gestellt, mit rot-weißen Decken drei Straußenfedern trägt, eine rot, mit einer weißen Rose belegte, zwischen zwei blauen. Die Decken des rechten Helmes in schwarz-gold, jene des linken blau-gold. Schildhalter: zwei goldene Greife.[5] Er war Begründer der ersten, älteren Linie.[6]

Literatur

  • Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser S–Z, FB, 1905, 1941.
  • August v. Doerr: Die Hayek von Waldstätten, Separatabdruck aus dem Jahrbuch der kais. kön. heraldischen Gesellschaft „Adler", Buchdruckerei Carl Gerold's Sohn, Wien 1914

Einzelnachweise

  1. Anette Baumann u. a. (Hg.): Reichspersonal – Funktionsträger für Kaiser und Reich, Böhlau Verlag GmbH & Cie, Köln 2003, S. 100–102
  2. Adelsarchiv Wien, Saalbuch 174 B. 31, P. 182 und P. 399
  3. Reichs-Reg. Franz I. B. 12, P. 10
  4. Matrikenauszug des Pfarramtes St. Dorothea ex 1941(WrStLA, Biographisch Gen Slg, Nachlaß Dreger, Kt. 29/12)
  5. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser S-Z, FB, 1905, 1941
  6. August v. Doerr: Die Hayek von Waldstätten, Separatabdruck aus dem Jahrbuch der kais. kön. heraldischen Gesellschaft „Adler", Buchdruckerei Carl Gerold's Sohn, Wien 1914, S. 9