Doris Baum (Soziologin)

Doris Baum (* 26. Jänner 1964 in Linz) ist eine österreichische Soziologin und Pädagogin.

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Biographie

Doris Baum erwarb 1985 das Lehramt für Volksschulen (Diplom-Pädagogin) an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PHDL) und studierte an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) Soziologie (Sponsion 1997, Promotion 2004).[1]

Nach Tätigkeit als Grundschulpädagogin wechselte Baum 1999 als Lehrerbildnerin an die die Pädagogische Hochschule der Diözese Linz, zuerst an die dortige Übungsvolksschule, sowie ab 2002 als Professorin für Humanwissenschaften mit den Schwerpunkten Pädagogische Soziologie, Forschung und Entwicklung sowie Schulpraktische Studien (zuerst teilbeschäftigt, seit 2008 voll, seit 2010 als Professorin LPH = Hochschulprofessorin PH).[2]

Baum war von 1998 bis 2006 Studienassistentin und ist seit 2007 Universitätslektorin für Soziologische Theorie und Bildungssoziologie am Institut für Soziologie der Johannes Kepler Universität Linz[3] sowie seit 1997 freie wissenschaftliche Projektmitarbeiterin am Institut für Kulturwirtschaft und Kulturforschung ebendort.[4]

Doris Baum erhielt 2005 für ihre Arbeit "Elternschaft als Bildungsthema" (siehe Schriften) den österreichischen Leopold-Kunschak-Wissenschaftspreis und den Dr.-Maria-Schaumayer Förderpreis.

Arbeitsschwerpunkte

Die bisherigen Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Pädagogischen Soziologie, Bildungssoziologie, und Jugendsoziologie. Als ein gemeinsamer Schwerpunkt der wissenschaftlichen Tätigkeit kann das Thema "Stellung & Perspektive der Eltern im Bildungsgeschehen“ bezeichnet werden. Dazu liegen neben Aspekten der Diplomarbeit (Einbeziehung der Eltern in einen "offenen Unterricht") Arbeiten zur Evaluation einer Grundschule aus Perspektive der Eltern (Elternbefragung 2002) und zu Fragen der Einschätzung des Religionsunterrichts auch durch Eltern (Baum 2008) vor. Vor allem aber ist die Studie "Elternschaft als Bildungsthema" (Baum 2006) zu nennen, die eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Thema Eltern- und Familienbildung[5] darstellt.

Schriften (Auswahl)

  • Die Quasterlfamilie. Ein vielseitiges Material für soziale und logische Spielhandlungen, in: Unsere Kinder. Fachzeitschrift für Kindergarten- und Kleinkindpädagogik, Heft 1 (1989)
  • Offener Unterricht in einer zweiten Klasse Grundschule, Universität Linz 1997 Diplomarbeit im Gesamtkatalog des Österr. Bibliothekenverbunds
  • Familiengäste im Stodertal (mit Ingo Mörth, Helmut Hirtenlehner, Christian Steckenbauer), Institut für Kulturwirtschaft, Universität Linz 1997 Forschungsbericht, s. FoDok der JKU
  • Kinder in der Lebensplanung. Ergebnisse qualitativer Forschung im Proseminar für HauptfachsoziologInnen (Empirischer Schwerpunkt) SS 2001 (mit Ingo Mörth und Studierenden), Institut für Soziologie, Universität Linz 2001 (Reihe "Soziologische Theorieentwicklung mit Studierenden", Band 6, s. FoDok der JKU)
  • Elternbefragung 2002. Abschlussbericht, Adalbert Stifter Übungsvolksschule der PADL, Linz 2002
  • Maßnahmen für ein jugendfreundliches Leonding (mit Ingo Mörth, Susanne Ortner), Institut für Kulturwirtschaft, Universität Linz 2003 (Forschungsbericht, s. FoDok der JKU)
  • Elternschaft als Bildungsthema. Eine interdisziplinäre Untersuchung zu Grundlagen, Problemen und Perspektiven der Elternbildung im deutschsprachigen Raum einschließlich einer repräsentativen Elternbefragung in Oberösterreich, Universitätsverlag Rudolf Trauner, Linz 2006
  • Grundschul-Religionsunterricht aus Kinder- und Elternsicht. Eine vergleichende empirische Studie mit religionspädagogischer Perspektive an ausgewählten Volksschulen in OÖ. Mit einem Vorwort von Alfred Habichler, Universitätsverlag Rudolf Trauner, Linz 2008
  • Gemeinde-Identität und Gemeinde-Bewusstsein als Faktor bei möglichen Gemeindezusammenlegungen im Raum Linz (mit Ingo Mörth, Michaela Gusenbauer, Bernhard Hofer, Claudia Pass), in: Friedrich Klug (Hg.): Verwaltungsreform durch Lösung der Stadt-Umlandproblematik, ikw - Institut für Kommunale Forschung in Österreich, Bd. 117, Linz 2009, pp. 129-209.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. siehe die persönliche Homepage von Doris Baum
  2. siehe dazu die Infos zur Lehre an der Pädagogischen Hochschule Linz
  3. http://www.soz.jku.at/content/e279/index_ger.html (Version vom 17. September 2010 im Internet Archive) sowie siehe hier die Infos zur Lehre aus Soziologie an der Universität Linz
  4. siehe hier die Infos zur Projektmitarbeit am Institut für Kulturwirtschaft der Universität Linz
  5. siehe dazu Beate Minsel: Eltern- und Familienbildung, in: Rudolf Tippelt und Aiga von Hippel (Hg.): Handbuch Erwachsenenbildung/ Weiterbildung, Wiesbaden 2009: VS Verlag