Doris Schretzmayer

Doris Schretzmayer (Wien 2008)

Doris Schretzmayer (* 31. Mai 1972 in Tulln an der Donau) aufgewachsen in Hausleiten ist eine österreichische Schauspielerin.

Leben

Nach der Matura 1992 galt ihr Interesse zunächst der Schriftstellerei, Publizistik und einem Wirtschaftsstudium. Schretzmayer bewarb sich 1992 in Bratislava, wo sie zu einem Vorsprechen eingeladen und anschließend bei Radio CD International als Moderatorin eingestellt wurde. 1993 wechselte sie zum ORF, wo sie beim Radiosender Ö3 das Nachtprogramm, den Kinderwecker und das Radiodrom moderierte, und nur kurze Zeit darauf auch als Fernsehsprecherin arbeitete.

Später zog es Schretzmayer nach London, um mit einem Freund eine Produktionsfirma zu gründen. Sie pendelte trotzdem noch immer nach Wien, wo sie mittlerweile in der ORF X-Large-Redaktion arbeitete. Parallel dazu begann sie von 1993 bis 1996 am Konservatorium in Wien bei Rosmarin Frauendorfer und später auch in Los Angeles (1998–2000) Schauspielunterricht zu nehmen. In der Sonntagsausgabe der Kronen Zeitung in Wien schrieb sie mehrere Artikel über Mode, Menschen, Reisen, und eine Kolumne über junge Österreicher in Hollywood mit dem Namen Träume und Schäume.

Ihr Debüt im Kino feierte sie 1997 mit dem Film Tempo unter der Regie von Stefan Ruzowitzky. Ihre erste Fernsehrolle hatte sie 1998 in der Serie Freunde fürs Leben. Danach spielte sie in der 13-teiligen Sat.1-Serie Die Neue – Eine Frau mit Kaliber die Rolle der Bezirksinspektorin Lisa Engel. Trotz guter Kritiken floppte die Serie bei den Zuschauern und erreichte statt der geforderten Quote von 15 % nur 13 %.

Nach dem Ende der Dreharbeiten für die Serie hatte Doris Schretzmayer aufgrund eines Falschfahrers einen schweren Autounfall, der sie fast das Leben kostete. Ihr Schlüsselbein war gebrochen, sie hatte Verletzungen an der gesamten Schulter und ihr kleiner Finger wurde fast abgetrennt. Dennoch konnte Schretzmayer sich vollständig erholen. Es folgten Rollen in Kinofilmen wie Ternitz, Tennessee (2000), Was tun, wenn's brennt? (2001) und Halbe Miete (2002), in Mike Figgis' Experimentalfilm Co/Ma (2004), sowie in zahlreichen Fernsehproduktionen. Von 2003 bis 2005 schrieb sie die Kolumne Doris Days für das österreichische Seitenblicke Magazin.

Nach mehreren Jahren in Berlin übersiedelte sie 2006 wieder nach Wien, wo im Juli des Jahres ihr Sohn zur Welt kam. Seit 2007 schreibt sie regelmäßig Artikel und Essays für das Kunst- und Kulturmagazin Fleisch. Neben ihrer schauspielerischen und journalistischen Arbeit ist sie auch immer wieder als Moderatorin bei Veranstaltungen tätig (Romy 1994, Life Ball 2004, Prix Ars Electronica 2008 u.a.).

Ab April 2009 spielte sie im Rabenhof Theater in Rabengasse 3a, einer Bühnenadaption der ersten Folge der Krimi-Satire Kottan ermittelt, unter der Regie von Thomas Gratzer erstmals auf einer Theaterbühne.

Filmografie

Kino:

Doris Schretzmayer (2010)

Fernsehen:

Weblinks

 Commons: Doris Schretzmayer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien