Draßmarkt

Draßmarkt
Wappen von Draßmarkt
Draßmarkt (Österreich)
Draßmarkt
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 36,21 km²
Koordinaten: 47° 31′ N, 16° 24′ O47.51277777777816.400555555556341Koordinaten: 47° 30′ 46″ N, 16° 24′ 2″ O
Höhe: 341 m ü. A.
Einwohner: 1.376 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 38 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7372
Vorwahl: 02617
Gemeindekennziffer: 1 08 02
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktgemeinde Draßmarkt
Hauptstraße 39

7372 Draßmarkt

Website: www.drassmarkt.at
Politik
Bürgermeister: Rudolf Pfneisl (ÖVP)
Gemeinderat: (2012)
(19 Mitglieder)
10
9
10 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Draßmarkt im Bezirk Oberpullendorf
Deutschkreutz Draßmarkt Frankenau-Unterpullendorf Großwarasdorf Horitschon Kaisersdorf Kobersdorf Lackenbach Lackendorf Lockenhaus Lutzmannsburg Mannersdorf an der Rabnitz Markt Sankt Martin Neckenmarkt Neutal Nikitsch Oberloisdorf Oberpullendorf Pilgersdorf Piringsdorf Raiding Ritzing (Burgenland) Steinberg-Dörfl Stoob Unterfrauenhaid Unterrabnitz-Schwendgraben Weingraben Weppersdorf BurgenlandLage der Gemeinde Draßmarkt im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Draßmarkt (ungarisch: Vámosderecske, ab 1899: Sopronderecske, kroatisch: Racindrof) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich mit 1376 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Landseer Berge.

Ortsteile der Marktgemeinde sind: Draßmarkt, Karl und Oberrabnitz.

Geschichte

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Draßmarkt dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1289 in der Güssinger Fehde (als befestigter Ort „Traizzendorf“). 1425 gehörte der Ort zur Burg Landsee und bildete eine Filialstation zur Einhebung der Maut. Im Laufe der Jahre wandelte sich der Ortsname zu „Tracondorff“ und 1614 zu „Drassendorf“. Im selben Jahr wurde dem Ort von König Matthias Corvinus das Marktrecht und die niedere Gerichtsbarkeit verliehen. 1784 führte der Ort den Namen Drosenmarkt bis sich daraus schlussendlich der Name „Draßmarkt“ bildete.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis um 1920 und 1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). 1971 wurden die Orte Karl und Oberrabnitz zu Draßmarkt eingemeindet. 1973 erfolgte die Weiterverleihung des Marktrechts an die Gemeinde.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Politik

  • Bürgermeister ist Rudolf Pfneisl, Vizebürgermeister ist Anton Wiedenhofer (beide ÖVP).
  • Die Mandatsverteilung (19 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 9, ÖVP 10.
  • Ortsvorsteher des Ortsteiles Oberrabnitz ist Werner Müller, der Ortsvorsteher von Karl ist Adolf Renner (beide ÖVP).

Kultur und Vereine

Draßmarkt

Außerdem die Musikgruppen "Musikverein Heimatklänge Draßmarkt" und "Dedicated to".

Oberrabnitz

  • Dartverein
  • Freiwillige Feuerwehr Oberrabnitz
  • Hobbysportverein
  • Kultur- und Dorferhaltungsverein
  • Oberrabnitzer Theatergruppe
  • Musikverein Blasmusik Oberrabnitz
  • Musikgruppe Amicae

Karl

  • Freiwillige Feuerwehr Karl
  • Kolpingsfamilie
  • Pensionistenverband
  • Schnupferverein
  • Sportunion
  • Verschönerungsverein

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche zum hl. Andreas in Draßmarkt

Draßmarkt

  • Pfarrkirche: Katholische Wehrkirche aus dem 17. Jahrhundert
  • Pranger
  • Johannikapelle

Oberrabnitz

  • Feuerwehrhaus: altes ungarisches Feuerwehrhaus aus dem 19. Jahrhundert mit altem Löschwagen
  • Cholerakreuz
  • Kapelle
  • Katholische Kirche Christi Himmelfahrt aus dem 18. Jahrhundert

Karl

  • Katholische Kirche zur Heiligen Katharina
  • Oswaldikapelle

Persönlichkeiten

Oberrabnitz

  • Johann Kobor, geb. Liebentritt, ehemaliger Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag und ehemaliger Bürgermeister von Frauenkirchen
  • Manfred Seidl, LBD Ingenieur, ehemaliger Landesfeuerwehrkommandant Burgenland (1989-2009)
  • Franz Supper, Tenor am Salzburger Landestheater

Karl

Weblinks

 Commons: Draßmarkt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Direktion der Berufsschule Eisenstadt
  2. St. Martinsorden für Johannes Fenz in ORF.at vom 15. Dezember 2006