Eberhard Petschinka

Eberhard Petschinka (* 19. Oktober 1953 in Großmugl/Niederösterreich) ist ein österreichischer Schriftsteller, Hörspielautor, Regisseur und Maler.

Leben

Eberhard Petschinka wurde als ältestes von acht Kindern geboren. Der ehemalige Leiter der privaten Alternativschule im Wiener Werkstätten- und Kulturhaus schreibt Theaterstücke, Hörspiele und für das Kabarett. In den 1980er- und 1990er-Jahren entstanden erste literarische Arbeiten, Aufführungen und eigene Inszenierungen seiner Theaterstücke auf größeren Bühnen. So fand die Uraufführung der Bühnenfassung von Rafael Sanchez erzählt Spiel mir das Lied vom Tod unter seiner Regie 1997 am Theater Basel statt. Sein Theaterstück Blutiger Ernst wurde 2001 am Burgtheater in Wien uraufgeführt, Die Jüdin vom Toledo nach einem Roman von Lion Feuchtwanger 2010 am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Theater am Neumarkt Zürich.

Eberhard Petschinka arbeitet vielfach mit dem Komponisten Wolfgang Mitterer zusammen, für den er auch Opernlibretti schreibt.

Ab 1999 beschäftigt er sich auch mit dem Film (Casanova Matador) und der Malerei. Er lebt und arbeitet in Wien.

Auszeichnungen

Für seine Hörspiele erhielt Petschinka zahlreiche internationale Preise und Auszeichnungen. Sein Hörspiel Null Bytes erhielt eine Special Commendation beim Prix Futura 1993, Krok wurde 1995 mit dem Prix Futura ausgezeichnet. Rafael Sanchez erzählt Spiel mir das Lied vom Tod (1999) bekam den Hörspielpreis der Kriegsblinden und den Premio Ondas in Barcelona. Für Splitter (1999) bekam er den Basler Hörspielpreis. 2006 errang Tournante den 4. Platz beim Prix Europa. Das Hörspiel Santo subito – sofort heilig wurde 2007 mit dem Prix Europa als bestes europäisches Hörspiel 2007 und 2008 mit dem Prix Italia in der Kategorie „Original Radio Drama“ ausgezeichnet. Die Produktion hat ebenfalls den Österreichischen Hörspielkritikerpreis für das beste Hörspiel des Jahres 2007 erhalten. 2010 erhielt seine Bearbeitung des Romans Little Enemyz von Uzodinma Iweala den Prix Italia.

Für sein Lebenswerk erhielt er 2009 den Günter-Eich-Preis.

Weblinks