Eberhard Spenke

Eberhard Spenke (* 5. Dezember 1905 in Bautzen; † 24. November 1992 in Pretzfeld) war ein deutscher Physiker.

Eberhard Spenke studierte an den Universitäten Bonn, Göttingen und Königsberg Physik, die Promotion erfolgte im Jahr 1929. Eberhard Spenke war im Anschluss an seine Studienzeit von 1929 bis 1946 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Berliner Zentrallaboratorium der Siemens & Halske AG tätig. Zusammen mit Walter Schottky (1886–1976) untersuchte er dort die Eigenschaften und Leitungsvorgänge von Halbleitermaterialien.

1944 wurde er der Arbeitsgruppe Akustik unter Friedrich Spandöck zugeordnet.

Nach Kriegsende baute er im fränkischen Pretzfeld das Halbleiterforschungslaboratorium der Siemens & Halske AG auf. Im Jahr 1954 gelang ihm dort erstmals die Gewinnung von Reinstsilizium als Ausgangsmaterial für die Produktion elektronischer Bauelemente. Eberhard Spenke führte sein Verfahren zur Reinigung und Kristallzüchtung von Silizium bis zur industriellen Reife weiter (siehe auch Zonenziehverfahren) und gilt so als der «Vater der Siliziumhalbleiter».

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