EcoAustria

Eco Austria – Institut für Wirtschaftsforschung ist ein 2011 gegründetes Wirtschaftsforschungsinstitut mit Sitz in Wien.

EcoAustria wurde mit Unterstützung der Industriellenvereinigung (IV) in der Rechtsform eines Vereins gegründet. Die Gründung erregte gewisses Aufsehen, weil es damit neben Österreichischem Institut für Wirtschaftsforschung (Wifo) und Institut für Höhere Studien (IHS) ein weiteres Wirtschaftsforschungsinstitut gibt – besonders zwischen ersterem und der Industriellenvereinigung gibt es Unstimmigkeiten.[1][2] Daneben gibt es industrienah noch das Industriewissenschaftliche Institut (IWI).

Das neue Institut soll nicht, wie die beiden langjährigen, makroökonomische Analysen (also Konjunkturprognosen) abgeben, sondern sich neben Grundlagenforschung insbesondere mit aktuellen Themenstellungen von öffentlichem Interesse wie der Nachhaltigkeit öffentlicher Finanzen, der Europäischen Strategie für Wachstum und Beschäftigung, Reformen des Pensions- und Gesundheitssystems, Finanzausgleich, Arbeitsmarkt, Wettbewerbspolitik, Umweltfragen, Lohnbildung und Inflation u.v.m. beschäftigen. Als wirtschaftswissenschaftliche Forschungseinrichtung setzt sich EcoAustria die Umsetzung hochqualitativer Forschung mit Schwerpunkten im öffentlichen Bereich zum Ziel.
Es wird als Nachfolger des 2002–2005 bestehenden Think Tank Austria perspektiv der Industriellenvereinigung gesehen.[2]

Die Präsidentin des Instituts ist Gabriele Zuna-Kratky. Forschungsvorstand und Wissenschaftlicher Leiter ist Ulrich Schuh, der zuvor am Institut für Höhere Studien (IHS) tätig war.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hanna Kordik, Franz Schellhorn: Eco Austria: Konkurrenz für Wifo und IHS. In: Die Presse online. 6. September 2011, abgerufen am 16. April 2012.
  2. a b Anna Offner: Eco Austria: IHS und Wifo fürchten keine Konkurrenz. In: WirtschaftsBlatt online. 4. November 2011, abgerufen am 16. April 2012.
  3. Herbert Hutar: Die höchst politische Rolle der unpolitischen Wirtschaftsforscher. Neben Wifo und IHS mischt nun auch das mit Geldern der Industrie unterstützte Institut "EcoAustria" mit. In: wienerzeitung.at. Wiener Zeitung, 8. März 2012, abgerufen am 25. April 2012.