Eduard Spiegler

Eduard Spiegler (* 14. August 1860 in Wien; † 20. Juli 1908 ebenda) war ein österreichischer Dermatologe.

Leben

Eduard Spiegler war der Sohn eines jüdischen Textilindustriellen. Nach Besuch des Gymnasiums studierte er ab 1880 Chemie, unter anderem an den Universitäten in Wien, Straßburg, Jena und Zürich. An der Universität Graz wurde er 1885 zum Dr. phil. promoviert. Zusätzlich studierte er ab 1881 Medizin und wurde 1888 in Graz zum Dr. med. promoviert.

Als Sekundararzt am Wiener AKH arbeitete er im chemischen Labor der pathologisch-anatomischen Abteilung bei Ernst Ludwig und im Hygieneinstitut bei Max von Gruber. Ab 1892 war er Assistent bei Moritz Kaposi.

1897 wurde er für Dermatologie Universität Wien als Privatdozent habilitiert und wechselt an die dermatologische Abteilung des Kaiser-Franz-Joseph-Spitals. Ab 1900 war er Vorstand der Abteilung für Dermatologie an der Allgemeinen Poliklinik Wien als Nachfolger Johann Heinrich Rilles und leitete diese bis zu seinem Tod. 1903 wurde er außerordentlicher Professor.

1904 gründete er eine Stiftung mit einem Laboratorium unter der Leitung von Sigmund Fraenkel.

Eduard Spiegler forschte auf dem Gebiet der Syphilis. Nach ihm benannt sind das Spiegler’sche Reagens, der Spiegler-Tumor und das Brooke-Spiegler-Syndrom.

Literatur