Education highway

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Education highway (EDUHI, damals IST) ist ein Projekt zu Unterstützung der Einführung des Schulfachs Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) im oberösterreichischen Bildungswesen. education highway wurde 1985 von Anton Knierzinger, Professor an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PADL), gegründet und bis 2009 geleitet. Seit damals gilt EDUHI als das österreichweit führende Projekt im Bereich IKT, digitale Medien und Schule. Zahlreiche Initiativen bei der Einführung von Computern, IKT und digitalen Medien an Schulen fanden in Linz ihren Ausgangspunkt. 2011 wurde education highway als Organisation mit dem Landesbildungsmedienzentrum (BIMEZ) zur Education Group GmbH fusioniert, um der Verschmelzung von IT und audiovisuellen Medien Rechnung zu tragen.

Der Name wurde an Anlehnung an den Begriff data highway gewählt und soll auch im Informationszeitalter den Vorrang umfassender Bildung gegenüber reiner Information ausdrücken. Erklärtes Ziel war es aber auch immer, durch Unterstützung der Schulen bei der Integration von Technik im Unterricht und der damit verbundenen Erhöhung der technischen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler den Wirtschaftsstandort Oberösterreich zu stärken.

Von 1985 bis 2001 war der Standort von education highway die Pädagogische Hochschule der Diözese Linz. 2001 übersiedelte die Institution wegen des stark gestiegenen Platzbedarfs in das neu gegründete Techcenter Linz Winterhafen.

Mit education highway verbindet man in Österreich zahlreiche Services für Schulen. Seit 1998 wird im Auftrag der Landesregierung von Oberösterreich ein Netzwerk oberösterreichischer Schulen aufgebaut und betrieben. 1994 wurde bereits der erste Bildungsserver in Betrieb genommen (www.eduhi.at, damals ww.padl.ac.at) gehört somit zu den ersten 3000 Servern im World Wide Web weltweit. Dieser Service firmiert österreichweit unter www.schule.at und enthält auch ein Mailsystem, das von allen Schulen in Österreich genutzt werden kann. Ein wesentlicher Teil des Web-Angebotes sind die fachspezifischen Informationsangebote im Rahmen des Projektes GPI. Gegenwärtig werden zu 36 Unterrichtsfächern Unterrichtsinhalte und digitale Lerneinheiten angeboten. Seit 2003 wird im Rahmen der e-Lisa academy ein Online-Lehrerfortbildungsprogramm aufgebaut. Seit 2007 wird BildungsTV, ein digitales Internetfernsehen mit Bildungsnews und Bildungsangeboten bereitgestellt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Geschichte von education highway beginnt um das Jahr 1985 und somit in der Gründerzeit einer Bewegung, die die Integration von Informations- und Kommunikationstechnologie und digitalen Medien im österreichischen Schulwesen zum Ziel hatte. Während dieser Zeit hatte education highway verschiedene Namen, verschiedene Rechtsträger und verschiedene Orte. Die Aufgabenstellung blieb aber immer die gleiche, nämlich das Anbieten von Services für österreichische Schulen und die Durchführung von Projekten auf nationaler und internationaler Ebene, die die Weiterentwicklung von Schule durch Einführung von neuen Techniken zu unterstützen.

IST – Innovations-, Schulungs- und Trainingszentrum für Informatik

Bereits ab 1976 gab es in Oberösterreich erste Versuche des Einsatzes von Computern. 1980 wurde von Knierzinger die Arbeitsgemeinschaft der Informatiklehrer an AHS gegründet, die mit Mitteln des Pädagogischen Instituts des Bundes begann, Informatiklehrer auszubilden. Rasch wurde klar, dass der limitierende Faktor die geringe Anzahl der vorhandenen PCs war. Zur gleichen Zeit wurde in Wien auf Initiative von Reinhold Hawle der Verein IST – Innovations-, Schulungs- und Trainingszentrum für Informatik mit dem Ziel gegründet, Schulungszentren aufzubauen. Als Linzer Ableger dieses Vereins wurde am 6. November 1985 mit Unterstützung des damaligen Direktor der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz (PADL) Johannes Riedl auf deren Campus das IST Linz eröffnet. Die strategische Partnerschaft zwischen IST und PADL hat die Einführung von IKT in den oberösterreichischen Schulen bis heute beeinflusst. Ab 1986 wurde mit der systematischen Ausstattung der höheren Schulen mit PC-Labors durch das Unterrichtsministerium begonnen.

IST – Institut für Schule und Neue Technologie

Da der IST-Verein in Wien große Probleme bekam, wurde es notwendig, das IST in Linz auf eigene rechtliche Beine zu stellen. Dazu wurde der Verein IST – Institut für Schule und Neue Technologie gegründet. 1989 wurde mit der Ausbildung der Pflichtschullehrer begonnen, deren Schulen in der Folge immer stärker mit Computern ausgestattet wurden. Neben dem Bereitstellen von Hardware und Räumen für die Schulung der Lehrer und der Durchführung von entsprechenden Kursen trat jetzt immer stärker die Notwendigkeit der Entwicklung von didaktisch-methodischen Konzepten in den Vordergrund. Die Arbeit am IST befasste sich somit nicht mehr nur mit der Vermittlung von Kenntnissen in der Bedienung von Computern, sondern verstärkt mit der Entwicklung von Konzepten und Methoden für deren Einsatz im Unterricht und deren Vermittlung.

1990 wurde von Alois Bachinger mit OPUS das erste Mailsystem für Lehrer entwickelt und in der Folge mit Unterstützung der Johannes-Kepler-Universität an das Internet angeschlossen. Parallel dazu wurde ein Angebot von abrufbaren Lerninhalten und geeigneter Unterrichtssoftware aufgebaut. 1993 kam Astrid Leeb zum Team. Sie baute mit Knierzinger den ersten österreichischen Bildungsserver auf, der im Februar 1994 ans Netz ging. Gleichzeitig wurden Pilotprojekte für den Aufbau eines Schulnetzes in Oberösterreich durchgeführt.

1998 bekam das IST von Josef Pühringer, dem Landeshauptmann Oberösterreichs, den Auftrag, über eine Intranet-Lösung alle Schulen des Bundeslandes an das Internet zu bringen. Noch im Jahr 2000 wurde die letzte Schule angeschlossen. Oberösterreich ist somit das erste Bundesland, in dem alle Schulen vernetzt waren. Um auch bei der Unterrichtsvorbereitung die Möglichkeit der Internetnutzung zu ermöglichen, wurde mit der Telekom Austria ein Projekt ins Leben gerufen, das Internetanschlüsse für Lehrer auch zu Hause bereitstellt.

EDUCATION HIGHWAY Innovationszentrum für Schule und Neue Technologie

Der stark steigende Umsatz und Personalstand machte es notwendig, das education highway-Projekt auf eine professionellere rechtliche Basis zu stellen. Gemeinsam mit dem damaligen Geschäftsführer der Technologie- und Marketing GmbH des Landes Oberösterreich gründete Knierzinger die gemeinnützige EDUCATION HIGHWAY Innovationszentrum für Schule und Neue Technologie GmbH. Die Gesellschafter waren zu 74 % das Land Oberösterreich und zu 26 % die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich. Somit war der Weg für eine steile Aufwärtsentwicklung frei.

Einige neue Services wurde entwickelt und zahlreiche nationale und internationale Projekte durchgeführt oder begonnen. 2003 wurde von den österreichischen Schulbuchverlegern der e-LISA Service übernommen und von Thomas Nárocy zur E-Lisa Academy ausgebaut. Mit ihr steht den österreichischen Schulen ein Service zur Verfügung, der E-Learning und Online-Lehrerfortbildung abdeckt.

Mit 1. Januar 2011 wurde education highway auf Initiative von Josef Pühringer mit dem Bildungsmedienzentrum des Landes Oberösterreich zusammengelegt. Aus beiden Institutionen wurde die Education Group. Damit ist für längere Zeit gewährleistet, dass die Arbeit der Jahre 1985 bis 2010 und damit die begonnen Services und Projekte weitergeführt werden können.

Ausgewählte Projekte

IT Infrastruktur

Breitbandinitiative Oberösterreich
Bis Ende 2006 in 90 % aller oberösterreichischen Gemeinden eine Breitband-Verfügbarkeit von mindestens 75 % – das war beim Start der Breitband-Internet-Offensive 2004 das Ziel. Dazu wurde Knierzinger als Breitband Internetbeauftrager der Landesregierung installiert und EDUHI mit der Durchführung beauftragt. Dieses Ziel wurde bei weitem schneller erreicht und sogar übertroffen. Bereits Ende 2006 waren 99 % von Oberösterreich mit Breitbandinternet versorgt. Neben dem Aufbau der Infrastruktur waren auch Förderung von Pilotprojekten und Informationen für die Öffentlichkeit Ziel dieses Projektes.

World Wide Web

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Sensibilisierung von Jugendlichen für internationale Entwicklungszusammenarbeit ist ein Bildungsprojekt für Schüler und Lehrer zu den Millenniumszielen der UNO und Österreichischer Entwicklungszusammenarbeit (OEZA). Die Inhalte der Millenniums-Entwicklungsziele werden anhand konkreter Projektbeispiele der Entwicklungszusammenarbeit vermittelt.

Act4Rivers - Active Citizens for Freshwater Ecosystems
Im Rahmen des EU-Projektes Act4Rivers wurde ein Kurs für Lehrpersonen entwickelt, in dem sie Kenntnisse rund um die Europäische Wasserrahmenrichtlinie erlangen und verschiedene didaktische Möglichkeiten kennenlernen, dieses Wissen auch an ihre Schüler weiterzugeben.

COSMOS
Das im Rahmen eines EU-Projektes entwickelte COSMOS- Portal ist ein experimentelles Labor für Schüler und Lehrer, das darauf abzielt den naturwissenschaftlichen Unterricht an den Schulen und Universitäten zu verbessern. Dies soll durch die Erweiterung und Verbesserung der Hilfsmittel und durch das Bereitstellen von anspruchsvollen und realitätsnahen Lernerfahrungen erreicht werden.

Free your River
Dieses Projekt unterstützt Lehrpersonen und Schüler in Europa dabei, mehr über Flüsse und deren Bedeutung für das tägliche Leben zu erfahren. Zielgruppe sind Schüler von 10 bis 12 Jahren bzw. von 15 bis 17 Jahren.

TeleRegions Sun / TeleRegions Sun 2
Im Rahmen des Projekts TeleRegions der Europäischen Kommission wurde eine Plattform erarbeitet, die Zugang zu Ressourcen für Unterricht und Kultur bietet. In der zweiten Phase wurde die Struktur für ein Informationsangebot für Schulen entwickelt und im oö. Schulnetzes aufgebaut.

Diözese Linz im Internet
Im Rahmen dieses Projektes sollte schon am Beginn des Web-Zeitalters ein neuer Zugang zur Diözese Linz eröffnet werden, um Interessierte besser mit Informationen über die Diözese zu versorgen und Neugierige auf deren Arbeit aufmerksam zu machen.

E-Learning

NMS E-Learning-Unterstützungspaket
E-Learning erweitert und bereichert die Lehr-/Lernmöglichkeiten von Personen und von Institutionen. Vor allem in der Neuen Mittelschule hat es längst einen festen Platz gefunden. Um die Lehrkräfte beim Einsatz von E-Learning bestmöglich zu unterstützen, wird allen NMS ein E-Learning-Servicepaket zur Verfügung gestellt. (wird von Education Group weitergeführt)

Clic / Java Clic
Mit Hilfe von Clic/JClic können Lehrpersonen ohne Programmierkenntnisse verschiedene interaktive Übungen erstellen.

Pilotprojekt „Deutschkurse“
Bei diesem Pilotprojekt wurden in Kooperation mit der Energie AG OÖ Deutschkurse für die Manager ihrer tschechischen Beteiligungen der Energie AG durchgeführt. Eingesetzt wurde im Rahmen es blended learning Konzepts eine für dieses Projekt entwickelte videobasierte Lernumgebung.

IICC-Austria
Im Rahmen des Projekts IICC wird österreichischen Heilstättenschulen (Schuleinrichtungen in Spitälern) die Möglichkeit gegeben, neue Erfahrungen mit dem Einsatz neuer Technologien im projektbezogenen praxisorientierten Unterricht zu machen. Um Unterricht am Krankenbett zu ermöglichen, werden diese mit der entsprechenden Hardware und den dazu nötigen Kenntnissen mittels Schulungen ausgestattet.

Digitale Medien

eStream - Increasing the use of Streaming media in school education in Europe'
eStream war ein von der Europäischen Kommission finanziertes internationales Projekt, welches auf die Förderung der Nutzung von Streaming Technologie in der Schulbildung abzielt. Dies umfasst technische und organisatorische Aspekte sowie Fragen der Benutzerfreundlichkeit und der Pädagogik. Im Rahmen dieses Projektes wurden die Grundlagen für BildungsTV erarbeitet.

EduTubePlus
Mit „EduTubePlus“ wurde eine mehrsprachige, lehrplanbezogene Videoplattform mit Zusatzfunktionalitäten geschaffen, die es den Benutzern ermöglicht, videobasierte Lernszenarien und Unterrichtseinheiten zu entwickeln, zu übersetzen und anderen zur Verfügung zu stellen.

Technik an Schulen

Technik erleben im Grundschulalter
Dieses Projekt hat die Erhöhung der Attraktivität von Technik und Naturwissenschaft unter Volksschulkindern zum Ziel. Dazu wurde die TechnikBox für die Grundschule entwickelt und an fast alle Volksschulen in Oberösterreich übergeben. Diese enthält Experimentiermaterialien und entsprechendes Unterrichtsmaterial. Schulungen und ein WEB-Portal unterstützen Lehrkräfte dabei, Technik und Naturwissenschaften im Unterricht der Grundschule mehr Raum zu geben. (wird von Education Group weitergeführt)

Power Girls - Interesse für Technik frühzeitig und kompetent fördern
Das Projekt „Power Girls“ hat sich zum Ziel gesetzt, unabhängig von Schul- bzw. Berufswahlentscheidung technisch interessierten Mädchen die Möglichkeit zu geben, Gleichgesinnte kennenzulernen, in einer Gruppe Interessen auszutauschen und in speziellen Schwerpunktseminaren und Veranstaltungen ihr Wissen, aber auch ihre Freude an Technik zu vertiefen.

LegoLeague Austria
Die FIRST LEGO League ist ein Förderprogramm, das Kinder und Jugendliche in einer sportlichen Atmosphäre an Wissenschaft und Technologie heranführen möchte. Grundlage der FLL ist ein Roboter-Wettbewerb mit Spaß-Charakter, bei dem mit Hilfe eines Roboters eine knifflige „Mission" erfüllt werden muss. (wird von Education Group weitergeführt)

Schulentwicklung

QIBB - Qualitäts Initiative Berufsbildung
QIBB ist ein Schwerpunktprojekt der Sektion Berufsbildung des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur zur Einführung eines umfassenden Qualitätsmanagementsystems im österreichischen berufsbildenden Schulwesen. Im Zentrum stehen die systematische Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichts und der Verwaltungsleistungen. (wird von Education Group weitergeführt)

HTL-Innovativ
HTL-Innovativ“ steht für innovative Projekte kreativer und unternehmerischer Schülerinnen und Schüler der Höheren technischen Lehranstalten. Die Plattform soll einen Einblick in die im Rahmen von Diplom- und Abschlussarbeiten erreichbaren Leistungen vermitteln, aber auch einen Überblick über Themen und Inhalte der bisherigen Arbeiten bieten. (wird von Education Group weitergeführt)

Informationssystem der Bezirksschulräte OÖ
2003 wurde ein web-basiertes Informationssystem für alle Bezirksschulräte Oberösterreichs entwickelt, in denen sowohl zentrale Daten als auch bezirksspezifische Informationen unkompliziert Eingang finden können.

Weblinks

Zur Unterstützung von Schulen wurden von education highway zahlreiche Services entwickelt:

  • Gegenstandsportale - Materialien für jedes Fach: Das Internet wurde immer mehr als Selbstverständlichkeit im modernen Fachunterricht angesehen. Gegenstandsportale bieten hier durch eine fachorientierte Aufbereitung von unterrichtsspezifischen Informationen und E-Content Unterstützung. Für 40 Fächer wurden spezielle Portale erstellt.
  • cisonline ist eine Website mit zahlreichen Informationen und Materialien zum Themenbereich Computer in der Sonderpädagogik.
  • edumoodle: edumoodle stellt allen Schulen und anderen Bildungseinrichtungen eine auf Moodle basierte Lernplattform zur Verfügung. Über 800 Schulen nehmen bereits an diesem Service teil.
  • e-LISA academy: Die seit 1998 bestehende e-LISA academy bietet eine Wissensbasis für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrern sowie zur Unterstützung ihrer tagtäglichen Arbeit. Im Rahmen dieses Services steht eine Kursbibliothek mit 80 Kursen zu den verschiedensten Themen zur Verfügung.
  • EPICT: EPICT - die European Pedagogical ICT Licence - ist ein mittlerweile weltweit eingesetztes Lehrerfortbildungsmodell.
  • BildungsTV: BildungsTV bietet einen komplett neuen Zugang zum Thema Schule und behandelt als klassisches TV-Spartenmedium für Lehrende, Lernende und alle Bildungsinteressierten Themen, die in anderen Medien oft keinen Platz finden – ob in Form von Newsbeiträgen, Vorträgen von Experten oder Podiumsdiskussionen in voller Länge.
  • Österreichischer Bildungsserver
  • e-Lisa Academy
  • BildungsTV
  • Education Group
  • Bildungsmedienzentrum des Landes Oberösterreich