Eggenberg (Graz)

Eggenberg
14. Stadtbezirk von Graz
Wappen Graz.svg
Basisdaten [1]
Fläche: 7,79 km²
Einwohner: 18.818 (1. Jänner 2012)
Bevölkerungsdichte: 2.397 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 8020, 8051, 8052, 8053
Geografische Lage: 47° 4′ N, 15° 23′ O47.07388888888915.391388888889Koordinaten: 47° 4′ N, 15° 23′ O
Lage in Graz
Karte von Eggenberg (Graz)
Bezirksamt: Bahnhofgürtel 85
8020 Graz
Bezirksvorsteher: Robert Hagenhofer (ÖVP)
1. Bezirksvorsteher-Stv.: Peter Haas, (SPÖ)
2. Bezirksvorsteher-Stv.: Rudolf Moser (FPÖ)
Öffentliche Verkehrsmittel: Straßenbahnlinien: 1, 7
Buslinien: 33/E, 62, 64, 85
N1, N7
Foto
Schloss Eggenberg

Der Bezirk Eggenberg ist der 14. Grazer Stadtbezirk. Der Bezirk schließt östlich an die Bezirke Lend und Gries an und wird im Westen vom Plabutsch begrenzt. Der Name geht auf das Schloss Eggenberg und dessen Gründungsfamilie zurück.

Seit 2010 gehören das Schloss und weite Areale im zentralen Teil des Bezirks zum UNESCO-Welterbe Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Schloss Eggenberg

Der Bezirk benannt nach den Eggenberger, die Ihre Residenz, das Schloss Eggenberg 1625 hier erbauten, hat eine lange und eindrucksvolle Geschichte hinter sich. Funde weisen auf eine Besiedelung seit der jüngeren Steinzeit hin. In Algersdorf fand man 2 Gräberfelder aus der Römerzeit. Auch die Alte Poststraße lässt sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Im Mittelalter und bis ins 19. Jahrhundert wurde die Landschaft durch Ackerbau und Weinbau an den Hängen des Plabutsches geprägt. In der heute zu Eggenberg gehörenden Ortschaft Baierdorf bei Graz befand sich das Gut Baierdorf bei Graz.

1850 wurde die Ortsgemeinde Eggenberg gebildet. Sie war unterteilt in die Kastralgemeinden Algersdorf, Baierdorf und Wetzelsdorf. Zusätzlich gab es noch die Ortschaften Plawutsch und Krottendorf (heute in Wetzelsdorf). Durch die Brauerei Reininghaus (ab 1853) sowie die Ausweitung des Industriebereichs rund um den Bahnhof erfolgte ein Wandel vom bäuerlichen Schlossdorf zur Arbeitergemeinde. Dies zeigt sich auch durch die im späten 19. Jahrhundert erbaute Arbeitervorstadt Neu-Algersdorf.

1906 erfolgte die Markterhebung von Eggenberg. Obwohl 1914 Wetzelsdorf selbstständig wurde, war Eggenberg in der Zwischenkriegszeit mit weit über 15000 Bewohnern die bevölkerungsreichste Marktgemeinde Österreichs. Im Zuge der Februarkämpfe 1934 kam es im sozialdemokratisch dominierten Eggenberg, wo sich auch die Zentrale des Konsums befand, zu erbitterten Kämpfen zwischen den Angehörigen des Schutzbundes auf der einen, und der Heimwehr und Soldaten des Bundesheeres auf der anderen Seite. Es gab etliche Tote, Verletzte und alleine im Konsumgebäude 130 Gefangene.

Nach dem „Anschluss Österreichs“ 1938 wurde Eggenberg von Graz eingemeindet.

Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts erfolgten vor allem im sozialen und schulischen Bereich Aufwertungen des Bezirks: ASKÖ-Sportstadion, Pädagogische Akademie (1969), großes Hallen- und Freibad (1974), Unfallkrankenhaus (1981), LKH - Graz West (2002).

Wirtschaft

  • Industriebetriebe im östlichen Bereich (Bahnhofsnähe)

Verkehr

  • Bis 1973 war die Grazer Westumfahrung durch die Pyhrn Autobahn quer durch Eggenberg geplant. Durch die Errichtung des Plabutschtunnels blieb dem Bezirk diese Belastung erspart.
  • Straßenbahnlinien 1 (Eggenberg-UKH) und 7 (Wetzelsdorf) Die Linie 1 wurde bereits im Jahr 1900 errichtet.
  • Buslinien 33 und 33E(im Abendverkehr/Sonntagsverkehr)
  • Buslinien 62 und 64

Bildung

Bauwerke

Einzelnachweise

  1. Bezirke auf graz.at
  2. Die PreisträgerInnen des Pädagogischen Panthers 2005, elternbrief.at

Literatur

  • Gerhard M. Dienes, Karl A. Kubinzky: Eggenberg. Geschichte und Alltag, Graz 1999, ISBN 3-900764-22-0

Weblinks

 Commons: Eggenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien