Eggenburg

Eggenburg
Wappen von Eggenburg
Eggenburg (Österreich)
Eggenburg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Horn
Kfz-Kennzeichen: HO
Fläche: 23,55 km²
Koordinaten: 48° 39′ N, 15° 49′ O48.64305555555615.816111111111329Koordinaten: 48° 38′ 35″ N, 15° 48′ 58″ O
Höhe: 329 m ü. A.
Einwohner: 3.498 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 148,54 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3730
Vorwahl: 02984
Gemeindekennziffer: 3 11 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kremserstraße 3
3730 Eggenburg
Website: www.eggenburg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Willibald Jordan (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(23 Mitglieder)
16
6
1
16 
Von 23 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Eggenburg im Bezirk Horn
Altenburg Brunn an der Wild Burgschleinitz-Kühnring Drosendorf-Zissersdorf Eggenburg Gars am Kamp Geras Horn Irnfritz-Messern Japons Langau Meiseldorf Pernegg Röhrenbach Röschitz Rosenburg-Mold Sigmundsherberg St. Bernhard-Frauenhofen Straning-Grafenberg Weitersfeld NiederösterreichLage der Gemeinde Eggenburg im Bezirk Horn (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Röm.-kath. Pfarrkirche in Eggenburg

Eggenburg ist eine Stadtgemeinde mit 3498 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Horn in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Eggenburg liegt am Ostrand des Waldviertels in Niederösterreich. Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 23,52 Quadratkilometer. 11,59 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Eggenburg und seine Ortsteile haben die Postleitzahl 3730.


Nachbargemeinden:

Meiseldorf Röschitz
Nachbargemeinden
Burgschleinitz-Kühnring Straning-Grafenberg

Gemeindegliederung:

Geschichte

Schon in urgeschichtlicher Zeit war das Granitplateau oberhalb der Schmida, auf dem sich Eggenburg gründet, ab der jüngeren Steinzeit von Menschen besiedelt. Die Geburtsstunde der Stadt ist in der Babenbergerzeit (976-1246) anzusetzen. Nach der Jahrtausendwende wurde Niederösterreich bis an den Nordwald - das heutige Waldviertel - besiedelt. Zur Sicherung dieses Gebietes entstand um 1160/70 die befestigte Grenzstadt Eggenburg bereits mit Marktfunktion. Erste urkundliche Nennungen von Eginpurch liegen aus dem 12. Jh. vor. Im Zwist Premysl Ottokars mit Rudolf von Habsburg schlug sich Eggenburg auf die Seite des Habsburgers, worauf dieser am 13. August 1277 der Stadt die Stadtrechte erneuerte.

Eine Brandkatastrophe im Jahre 1808 hat einen Niedergang der Stadt bewirkt. Mit dem Bau der Franz-Josefs-Bahn 1870 wurde Eggenburg von Wien aus in zwei Stunden erreichbar. Die Bevölkerung nahm wieder zu, und mit der Initiative Gartenstadt des Kaufmanns Franz Gamerith entstand eine Stadterweiterung.[1]

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Röm.-kath. Pfarrkirche in der Katastralgemeinde Stoitzendorf
Der alte Pfarrhof in Eggenburg, auch Resch-Schloss genannt

Politik

Bürgermeister der Stadtgemeinde ist Willibald Jordan, Amtsleiter ist Gerhard Zeder.

Im Gemeinderat gibt es insgesamt 23 Sitze. Seit der Gemeinderatswahl am 14. März 2010 gibt folgende Mandatsverteilung: ÖVP 16, SPÖ 6 und FPÖ 1.

Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche St. Stephan: romanische Türme, gotisches Schiff
  • Karner: Gebeinhaus, bereits 1299 urkundlich erwähnt, der Oberbau wurde 1792 abgerissen, durch Grabung aufgefunden
  • Redemptoristenkloster
  • Martinskapelle mit Bürgerspital: mit Grabsteinsammlung
Dreifaltigkeitssäule, Hauptplatz
Vogelsangmühle bei Eggenburg
  • Stadtmauer: Die Stadtmauer ist fast gänzlich erhalten und teilweise begehbar
  • Hauptplatz: Großzügiger fünfeckiger Hauptplatz und dem Grätzel mit gotischen Giebelhäusern, Pranger, Martinsbrunnen, Mariensäule, barocker Pestsäule
  • Sgraffitohaus: Sgraffitomalereien aus 1547
  • Johannes-Nepomuk-Statue
  • Krahuletz-Museum: seit 1902 bestehendes Museum mit erdgeschichtlichen, urgeschichtlichen und volkskundlichen Sammlungen
  • Rollipop-Museum: das Rollipop-Museum stellt ungewöhnliche Kleinkraftfahrzeuge aus der Vergangenheit aus
  • Vogelsangmühle: ein barocker Gutshof


Hauptplatz von Eggenburg mit gotischen Giebelhäusern und Sgraffitohaus, Pranger, Martinsbrunnen, Mariensäule, inmitten des Hauptplatzes befindet sich das Grätzel.
Der Eggenburger Hauptplatz mit Pestsäule.


Wirtschaft

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 189, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 60. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 1608. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,13 Prozent.

Regionale Zusammenarbeit: Die Stadtgemeinde Eggenburg ist Mitglied der Kleinregion Manhartsberg.

Verkehr

Das denkmalgeschützte Aufnahmsgebäude im Bahnhof Eggenburg.

Straße:

Die Retzer Straße (B35) führt durch Eggenburg.

Bus:

Die Stadt ist Ausgangs- und Zielpunkt mehrerer regionaler Buslinien des Linienbusunternehmens PostBus.

Eisenbahn:

Die Gemeinde liegt an der Franz-Josefs-Bahn. Die ÖBB betreiben den Bahnhof Eggenburg.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:


Personen mit Beziehung zur Stadt:

Einzelnachweise

  1. Burghard Gaspar: Die Gründung der Gartenstadt Eggenburg. Das Lebenswerk des Eggenburger Kaufmanns Franz Gamerith, Sonderdruck des Kulturreferates der Stadt Eggenburg, aus: Das Waldviertel Heft 3 1991.

Literatur

  • Burgen,Stifte und Schlösser Regionen Waldviertel, Donauraum, Südböhmen, Vysočina, Südmähren ISBN 978-3-9502262-2-5, S. 130 f

Weblinks

 Commons: Eggenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien