Ein echter Wiener geht nicht unter

Seriendaten
Originaltitel Ein echter Wiener geht nicht unter
Produktionsland OsterreichÖsterreich Österreich
Originalsprache Deutsch, Wiener Dialekt
Produktionsjahr(e) 1975–1979
Länge 45 Minuten
Episoden 24
Idee Ernst Hinterberger
Erstausstrahlung 8. Juni 1975 auf ORF
Besetzung

Ein echter Wiener geht nicht unter ist der Titel einer 1975 bis 1979 vom ORF produzierten Fernsehserie von Ernst Hinterberger in insgesamt 24 Folgen. Zur Zeit ihrer Erstausstrahlung spaltete die Serie rund um die fiktive Arbeiterfamilie Sackbauer die österreichische Nation. Die Reaktionen darauf reichten weit über die des Fernsehpublikums hinaus und nach jeder Folge war der polternde Elektriker Edmund „Mundl“ Sackbauer heiß diskutiertes Tagesthema. Beim ORF-Kundendienst gingen damals unzählige „Zuschauerreaktionen von erboster Ablehnung“ – insbesondere aus der dargestellten Arbeiterschicht – „bis zu begeisterter Zustimmung“ ein. In späterer Zeit wurde Ein echter Wiener geht nicht unter zur Kultserie und findet seither bei Wiederholungen immer wieder fast ungeschmälerten Publikumserfolg.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Produktionsgeschichte

Die ersten beiden Teile der Serie waren ursprünglich als zweiteiliger Fernsehfilm konzipiert worden, der im Rahmen der ORF-Sendereihe Impulse gezeigt wurde. Diese Sendefläche war von Kuno Knöbl als Platz für Avantgardekünstler und Jungfilmer entwickelt worden. An diesem Platz sollte auch dem Arbeiterschriftsteller Hinterberger die Möglichkeit geboten werden, seinen Roman Das Salz der Erde als Drehbuch für das Fernsehen zu adaptieren. Die sozial relastische Darstellung war ein bewusster Bruch mit dem Bild von Familie, das zu jener Zeit in den aus den USA und Großbritannien importierten Seifenopern geboten wurde.

Buch und Regie

Buch: Ernst Hinterberger nach seinem 1966 entstandenen Roman „Salz der Erde“ Regie:

Inhalt der Serie

Protagonist der Serie ist der jähzornige und derbe Elektriker Edmund „Mundl“ Sackbauer, der mit seiner Familie in einem typischen Wiener Mietshaus in Favoriten lebt. Die Serie beschäftigt sich mit den Alltagssituationen wie Schulden, Renovierung, Ehekrisen, Familienstreitigkeiten, Geldproblemen, Meinungsverschiedenheiten, Klassenunterschieden und zwischenmenschlichen Beziehungen.

Der Erfolg

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  • Zeitgenössische Wirkung
  • Spätere Wirkung


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Im krassen Gegensatz zu den damals allgegenwärtigen US-Serien dreht sich die Serie um Herausforderungen des Alltags einer Arbeiterfamilie in Wien-Favoriten. Die besondere Genauigkeit des Buches und der Regie, vor allem aber die exakte Abbildung der lokalen Mentalität und des Wiener Dialektes haben zu dem Erfolg geführt. Ein echter Wiener geht nicht unter gilt als eine der wichtigsten Dramaproduktionen der ORF-Geschichte.

Zwanzig Jahre später gelang Autor Ernst Hinterberger mit dem Kaisermühlen-Blues ein ähnlicher Erfolg.

Charaktere

Edmund Sackbauer

Die Hauptperson der Serie macht eine sehr interessante Entwicklung im Laufe der Serie durch. In den ersten 13 Folgen wird er als sehr tyrannisch und zornig dargestellt. Als ein gröberer Streit mit seiner Frau sowie ein schwerer Arbeitsunfall folgen, ändert er sich grundlegend und die Serie büßt so etwas von ihrem Witz ein, da Mundls „Anfälle“ doch sehr belustigend scheinen.

Er ist leidenschaftlicher Gewichtheber bei einem Verein genauso wie sein Vater, auf den er häufig Bezug nimmt. In der 13. Folge wird aber bekannt, dass er das tyrannische Verhalten seines Vaters trotzdem nicht gut fand. Als stolzer Großvater mischt er sich aber immer in die Angelegenheiten seiner Kinder ein. Zur Räson wird er meistens nur durch seine Frau Antonia oder durch seinen älteren Bruder Schani gebracht. Er hat eine Abneigung gegen Intellektuelle, somit ist ihm auch der Zukünftige seiner Tochter Hanni, Franz Vejvoda, zuwider.

Allerdings akzeptiert er ohne Widerspruch, dass sein Sohn Karli eine Tochter aus besseren Kreisen, Irma Werner, heiratet.

Antonia Sackbauer

Antonia „Toni“ Sackbauer ist die schwer geprüfte Ehefrau von Edmund Sackbauer. Sie befleißigt sich eigentlich nie vieler Worte, hat aber meistens das letzte Wort und trifft im Gegensatz zu ihrem Mann durchwegs vernünftige Entscheidungen. Sie ist eigentlich Hausfrau, beginnt allerdings aufgrund finanzieller Engpässe in einer Apotheke als Raumpflegerin zu arbeiten. Sie ist äußerst human und vernünftig. Ihre Gastfreundschaft wird von vielen Bekannten sehr geschätzt. Sie dient zudem als Ansprechpartner ihrer Freunde und Bekannten.

Man erfährt zudem, dass der Hausmeister Kurt Blahovec damals ebenfalls mit dem Gedanken gespielt hat, sie zu heiraten, sich aber anders entschieden hat.

Karl Sackbauer

Karl „Karli“ Sackbauer ist der Erstgeborene der Familie und gerät sehr dem Vater nach. Er trinkt wie Mundl sehr gerne Bier und erhebt oft seine Stimme, wenn auch ohne Grund. Er heiratet sehr früh in der Serie Irma Werner, die schließlich zwei Kinder (René und Petra) bekommt. Er streitet sehr oft mit seiner jüngeren Schwester Hanni und erweist sich seinen Eltern, besonders seinem Vater gegenüber äußerst respektlos. Er ist eigentlich Staplerfahrer, steigt aber später zum Hallenmeister auf, was ihm auch ermöglicht eine eigene Wohnung zu finanzieren. Wie sein Vater verwendet auch Karli sehr oft obszöne Ausdrücke und bringt sich damit auch in Schwierigkeiten.

Johanna Sackbauer

Die jüngere Tochter der Sackbauers, Hanni genannt, beginnt ein Verhältnis mit dem Nachwuchsdichter Franz Vejvoda, was zu großen Problemen innerhalb der Familie führt. Sie ist oft sehr launisch und leicht beleidigt.

Seit der Folge „Jahreswende“ beschäftigt sie sich weiters mit dem Thema Emanzipation, was naturgemäß in der männlich dominierten Familie Sackbauer zu Problemen führt. Um den intellektuellen Ansprüchen von Franzi, mit dem sie sich in der ersten Folge gleich verlobt, gerecht zu werden, beginnt sie später Hochschulkurse in Literatur und Maschinschreiben.

Johann Sackbauer

Der Bruder von Edmund Sackbauer, genannt Schani, zeigt sich immer sehr verständnisvoll gegenüber der Familie. Oft weist er Mundl zurecht, wenn dieser einmal einen seiner Wutanfälle bekommt. Das ist in der Folge „Der Enkel“ besonders gut zu merken, als Mundl sich vor der Taufe seines Enkels über dessen Namen René beschwert. Später überrascht Schani die Familie Sackbauer, als er für René ein Sparbuch eröffnet. Weiters steht Schani der Frau Pribil, welche die Sackbauers im Urlaub in Podersdorf am See kennengelernt haben, nach dem Todesfall ihres Mannes bei, was allerdings zu kleineren Konflikten mit Irene (Julia) Vejvoda führt.

Franz Vejvoda

Franz „Franzi“ Vejvoda, von Mundl auch „Nudlaug“ oder „Dioptrienotto“ genannt. Der Nachwuchsdichter und Intellektuelle arbeitet zunächst als Buchhalter in einer größeren Firma, wo er auch Mundl einen Posten verschafft. Obwohl er von Mundl anfangs sehr angefeindet wird, akzeptiert dieser ihn schließlich.

Später widmet Franzi sich ganz dem Schreiben und feiert schließlich einen großen Erfolg. Als ein Stück von ihm schließlich verrissen wird, muss er sich aber nach einem Posten umsehen. Nachdem Hanni einen Heiratsantrag von ihm abgelehnt hatte, kühlt deren Verhältnis ab, sie kommen aber wieder zusammen und beschließen nach Hamburg zu ziehen, wo er einen Posten als Lektor in Aussicht hat.

Irene Vejvoda

Die in der Folge „Der Besuch“ eingeführte Mutter von Franz Vejvoda wird als sehr liebevolle Frau dargestellt. Als Witwe findet sie in Schani, dem Bruder von Mundl, einen neuen Partner. Sie kommt aus Tirol und hat einen Bruder, Vitus Egger, der sie auch besucht.

Irma Werner

Die Tochter zweier Bürgerlicher wird als sehr emotional und respektvoll dargestellt. Sie befleißigt sich der gehobeneren Sprache und integriert sich relativ schnell in die Familie Sackbauer. Sie bekommt insgesamt zwei Kinder, fühlt sich aber später von Karli etwas vernachlässigt.

Martha Werner

Die Mutter von Irma Werner ist sehr bürgerlich eingestellt und hegt eine anfängliche Aversion gegen die sehr proletarischen Sackbauers. Sie gibt in ihrer Familie den Ton an und ist anfangs gegen die Beziehung ihrer Tochter mit Karli Sackbauer.

Franz Werner

Ehemann von Martha Werner und Vater von Irma Werner. Obwohl er sein Studium nicht beenden konnte (aufgrund des Krieges) zählt er zu den Intellektuellen der Serie. Er streitet des Öfteren mit seiner Ehefrau, wobei seine Argumente scheinbar vernünftiger wirken. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er ein Strickwarengeschäft und gehört somit dem Bürgertum an, was sich natürlich in Bezug auf die Familie Sackbauer häufig als sehr schwierig gestaltet. Aufgrund der wachsenden Konkurrenz sieht er sich letzten Endes gezwungen, eine Arbeit als Lagerarbeiter anzunehmen.

Seit der Folge „Jahreswende“ verbindet ihn und Edmund Sackbauer eine Art Freundschaft. Im Krieg erreichte er den Rang eines Offiziers, was er auch oft voller Stolz erwähnt. Trotz allem ist er am Ende. Seine Frau ist noch unberührt als er sie heiratet und auch das wirft sie ihm vor.

Kurt Blahovec

Wachmann mit „geschultem Auge“ und Ehemann von Josefine „Fini“ Blahovec. Der korpulente Alkoholiker dreht jede Nacht seine Runden, um Betriebe der Großindustrie zu bewachen. Der ehemalige Hausbesorger wird dadurch sogar einmal als Held gefeiert. Das Trinken führt aber dazu, dass er letzten Endes seinen Posten verliert, doch das Glück ist auf seiner Seite. Er neigt zur Gewalt und schlägt einmal sogar seine Frau, als er merkt, dass sie ihm untreu war.

Er besorgt sich einen Hund, einen „Wolf“, zu dem er ein sehr liebevolles Verhältnis hat. Als langjähriger Freund Mundls kommt es einige Male vor, dass er indirekt um Rat gefragt wird, den er aber meistens in einem Wirtshaus gibt, nachdem(!) er getrunken hat. Er schmeißt mit Fremdwörtern oft nur um sich, verwechselt sie im Gegensatz zu Franzi aber entweder ganz oder teilweise. Von seiner Frau wird er als impotent angesehen und an den Barthaaren gerissen, was er besonders „gern“ hat.

Josefine Blahovec

Josefine „Fini“ Blahovec ist die Ehefrau von Kurt Blahovec und Hausfrau. Sie ist dem Alkohol zugetan und flirtet hemmungslos mit anderen Männern. Als sie Kurti eines Tages betrügt, schwanger wird und dieser fast ein Unheil anrichtet, hilft die gesamte Familie Sackbauer mit, ihre Ehe wieder zu kitten.

Episoden

Insgesamt gibt es 24 Folgen, deren Länge sich zwischen 40 und 50 Minuten bewegt. Die ersten 13 Folgen sind auf DVD im Handel erhältlich.

Salz der Erde (1. Folge)

  • Karli beendet seine Teilnahme beim Verein der Gewichtheber
  • Franzi und Hanni verloben sich
  • Gemeinsamer Urlaub wird geplant

Der Urlaub (2. Folge)

  • Mundl wird aufgrund einer Beschimpfung entlassen
  • Franzi verschafft Mundl einen neuen Job, den er aber erst in drei Monaten antreten kann
  • Der geplante Italien-Urlaub wird abgesagt

Die Wohnung (3. Folge)

  • Irma und Karli wollen heiraten und suchen eine Wohnung - dies gestaltet sich aber schwierig
  • Ein Abendessen bei Fam. Werner mit Fam. Sackbauer verläuft katastrophal

Abgründe (4. Folge)

Mundl hat einen neuen Job bei einem Speditionsunternehmen. Dort wird mal ganz gern auch im Dienst ein Glas gekippt, und obendrein fühlt sich Mundl von seinen Kollegen nicht für voll genommen. Eines Abends kommt er angetrunken zum Stemmerverein, wo er sich beim Gewichteheben überschätzt und verletzt. Der Obmann des Vereins verbietet ihm daraufhin weiteres Training. Wütend, betrinkt er sich stark und es kommt zu einem Eklat in der Wohnung. Die Situation eskaliert, aber im letzten Moment findet er wieder zu sich. Er tritt einen neuen Job in Franzis Firma an.

In dieser Folge heiraten auch Karli und Irmi. Irmis Eltern sind strikt dagegen, tauchen aber letztendlich doch zur Trauung auf.

Der Besuch (5. Folge)

Mundl ist empört, als er hört, dass der Schani-Onkel und Franzis Mutter, Frau Vejvoda, sich regelmäßig treffen und vermutet gleich eine heiße Liebesaffäre (Zitat: „Zwa so oide Scheißer!“). Er schickt ein Telegramm an Frau Vejvodas Bruder Vitus Egger in Innsbruck, und „beordert“ ihn nach Wien. Dieser kommt auch, interessiert sich aber nicht besonders für Mundls Hirngespinste. Vielmehr wollte er nur seine Familie besuchen. Am Bahnhof allein zurückgelassen, besäuft sich Mundl mit Kurti Blahovec; sturzbetrunken daheim angekommen, findet er Vitus im Gästebett vor und pöbelt herum. Am nächsten Morgen beim Frühstück entbrennt zwischen den beiden ein heftiger Streit (Wiener gegen Tiroler). Letztendlich aber endet alles versöhnlich beim Heurigen, und Mundl muss die Freundschaft zwischen Schani-Onkel und Frau Vejvoda akzeptieren.

Das Haus (6. Folge)

Karli hat eine „Hirnidee“ und will ein Haus kaufen. Allerdings waren eine Million Schilling (72.600 €) anno 1977 leider noch mehr als heute. Man versucht, auch den Schani-Onkel und die besser begüterten Eltern von Irmi für die Idee zu begeistern. Die Idee scheitert letztendlich am Unwillen von Irmis Eltern, und zwischen Karli und Irmi kommt es zur vorübergehenden Trennung.

Die Renovierung (7. Folge)

Mundl, Karli und Hanni wollen Toni zum Geburtstag überraschen und die Wohnung renovieren. Leider sieht es finanziell wieder mal prekär aus. Daraufhin bekommt Mundl die Idee, einen Kredit aufzunehmen, gerät dabei aber an einen skrupellosen Kredithai, dem er nach fünf Jahren fast die doppelte Summe zurückzuzahlen hätte. Trotz der Verzweiflung wird mit der Renovierung angefangen, und mit Franzis Hilfe bekommt Mundl vom Arbeitgeber einen Vorschuss bewilligt, wodurch er sich aus dem Vertrag „freikaufen“ kann - mit Verlust von „nur“ 7.000 Schilling (507 €, in den späten 70ern wohl aber wesentlich mehr). Die Renovierung ist letztendlich ein Erfolg.

Unterwelt (8. Folge)

Karli erregt bei seiner Familie Sorge, da er jeden Abend zur gleichen Zeit ausgeht, nie Geld hat und erst spätabends nach Hause kommt. Mundl und Hausmeister Kurti Blahovec entdecken im Zuge einer „Beschattungsaktion“, dass er sich regelmäßig mit der Prostituierten Helga einläßt. Karli entwickelt tiefere Gefühle für sie, sehr zum Unmut von Helgas Zuhälter (wienerisch: „Peitschalbua“) Dolfi. Mundl ist entsetzt, als er obendrein erfährt, dass Karli ihr teure Luxusgüter kaufen will - und als Sicherheit angab, dass sein Vater (also Mundl) ein Elektrogeschäft hätte. Bei einem Streit ohrfeigt Mundl seinen Sohn, der daraufhin wütend wieder zu Helga geht. Am selben Abend kommt es zur Schlägerei mit Dolfi, und Helga sagt Karli, er solle abhauen. Mundl, vom schlechten Gewissen geplagt, betritt mit Kurti die Szene und verhindert die schlimmste Eskalation. Der Abend endet philosophisch am Würstelstand.

Die Erbschaft (9. Folge)

Toni erbt ein Haus außerhalb Wiens, und Mundl sieht sich schon als Bauer. Allerdings stellt sich heraus, dass das Anwesen nahe dem Atomreaktor Zwentendorf liegt, und Mundl ist außer sich. Inzwischen hat Karli den Führerschein gemacht, und die Familie fährt mit seinem neuen Auto das Haus besichtigen. In dieser Folge kommt Mundls berühmter Satz „So a Scheisshittn (Scheißhütte)“ vor, als er sieht, was für eine Bruchbude das Haus ist. Ein schmieriger Lokalpolitiker aus der Gegend bietet den Sackbauers 160.000 Schilling bar auf die Hand für das Haus, da sie ohnehin nie den offiziellen Preis laut Erbschaft, 300.000 Schilling, erzielen würden. Ohne sonstige Optionen, angesichts des desolaten Zustandes, löst der Deal immerhin die finanziellen Probleme der Sackbauers, die aufgrund der Renovation (Folge 7) aufkamen.

In dieser Folge finden Karli und Irmi wieder zusammen.

Der Hausabbruch (10. Folge)

Mundl - Edmund Sackbauer (Karl Merkatz) trifft in dieser Folge auf sein deutsches Pendant Ekel Alfred - Alfred Tetzlaff (Heinz Schubert), dieser aber in der Rolle eines Immobilienunternehmers aus Hamburg. Mundl muss die Belange der Hausgemeinschaft als deren Sprecher gegenüber der Immobilienfirma durchsetzen. Es kommt zu einer lautstarken Auseinandersetzung, in der Mundl den Immobilienvertreter aufgrund seiner Größe als Schrumpfgermane bezeichnet.

Stille Nacht (11. Folge)

  • Fam. Werner lehnen die Einladung zum Weihnachtsfest bei Fam. Sackbauer ab
  • Vitus Egger reist von Tirol an, um seine Schwester zu überraschen

Jahreswende (12. Folge)

Nach den turbulenten Feierlichkeiten zum Weihnachtsfest, steht die nächste große feier an. Sylvester steht vor der Tür und wird mit den Werners gemeinsam gefeiert. Durch einen Zwischenfall mit der Küchenuhr wird sogar zweimal auf das neue Jahr angestossen und zu guter letzt kommt auch noch die Polizei, weil Mundl dem Nachbarn eine Sylvesterrakete durchs Fenster geschossen hat.

Diese Folge wird jedes Jahr zu Silvester (mehrmals) im österreichischen Fernsehen ausgestrahlt und hat einen ähnlichen Kultstatus erreicht wie die Folge „Sylvesterpunsch“ (sic!) der Serie „Ein Herz und eine Seele“ in Deutschland!

Großvater (13. Folge)

  • Irmi wird schwanger, und Mundl sieht sich schon als Großvater
  • Karl und Irmi bewerben sich um die Wohnung von Frau Holzer -- doch selbst nach Mundls Intervention ist noch nicht sicher, ob Frau Holzer ausziehen wird
  • Franzi macht Hanni einen Heiratsantrag

Der Enkel (14. Folge)

Der Sohn von Irmi und Karli soll nicht Edmund getauft werdenen. Stattdessen wollen Sie ihn Rene taufen, das wiederum passt Mundl überhaupt nicht und er weigert sich an der Taufe teilzunehmen. Mundl fühlt sich überhaupt vernachlässigt und es kommt zum Krach.

Der Unfall (15. Folge)

Nach den Streeitigkeiten um die Taufe von Karls Sohn herrscht zwischen Mundl und Toni Schweigen. Mundl hat in der Arbeit einen Unfall und kommt nachdem er in den Stromkreis geraten ist ins Krankenhaus. Toni macht sich große Sorgen um Ihren Ehemann, als er aus dem Krankenhaus entlassen wird,findet die Familie wieder zusammen.

Urlaubsfreuden (16. Folge)

Die Sackbauers verbringen ihren ersten Urlaub in Podersdorf der natürlich nicht ganz ohne Turbulenzen verläuft. Mundl und Toni lernen die Familie Pribil kenn und freunden sich an.

Lauter Zores (17. Folge)

Mundl wird zum Betriebsrat gewählt, Enkel Rene verschluckt ein Teil einer Puppe und kommt ins Spital. Franzi zieht bei Hanni ein.

Veränderungen (18. Folge)

Die Arbeitsstätte von Mundl wird verkauft. Als Betriebsrat voll ist er daher voll gefordert. Franzi hat in Deutschland den Literaturpreis gewonnen,ein Grund zum Feiern in der Hasengasse..

Gegensätze (19. Folge)

Irmi wird ist wieder schwanger. Franzi wird mit Hanni von einem Verleger auf den Opernball eingeladen. Mundl beschließt dass man die zwei "Deppen" nicht alleine und ohne Aufsicht auf den Opernball gehen lassen kann. Also besorgt auch er Karten für sich und seine Frau Toni. Die Familie trifft sich vor der Oper und der Abend kann beginnen.

Die Karrieren (20. Folge)

Karli will in der Firma "Hallenmeister" werden und lernt dafür jeden Abend. Hanni möchte sich auch weiterbilden und informiert sich an der Volkshochschule über das Kursangebot. Mundl steht jeden Morgen am Weg in die Arbeit im Stau, da kommt ihm die Idee für das "Arbeiter-Auto-Sparprogramm".

Auf und ab (21. Folge)

Fini beginnt in einer Bank als Reinigumgskraft und wird von einem Arbeitskollegen mit dem sie eine Affäre hat, schwanger. Dieser bestreitet aber die Vaterschaft. Kurti ist darüber nicht besonders erfreut, beschließt dann aber mit Fini das Baby aufzuziehen. Mundl wird wieder arbeitslos und Franzis erstes Theaterstück wird verissen. Zu allem Übel stürzt noch Mundls Auto in den Abgrund.

Mitte des Lebens (22. Folge)

Mundl bekommt zum 50. Geburtstag einen Schrebergarten. Franzi und Hanni kämpfen mit finanziellen Problemen und das Geschäft von Irmis Eltern steht vor dem Konkurs.

Keine Ruh' hat man (23. Folge)

Die Sackbauers und auch Fini und Kurti Blahovec müssen ausziehen. Kurti wird entlassen und die Werners müssen ihr Geschäft verkaufen. Fini trennt sich von Kurt.

Alles anders (24. Folge)

Mundl, Toni und Fini übersiedeln in einen "Betonsilo" nach Floridsdorf (in die Großfeldsiedlung). Kurti und Fini versöhnen sich, nicht ganz ohne die tatkräftige Mithilfe von Onkel Schani. Die Serie endet mit einer großen Feier zu Mundls 50. Geburtstag auf der hanni und Franzi verkünden dass sie nach Hamburg übersiedeln.

Kinofilme

Im Jahre 1994 wurden die beiden Episoden Stille Nacht und Jahreswende zu einem Kinofilm zusammengeschnitten, welcher ein beachtlicher Publikumserfolg wurde. Dieser Film war auch als VHS-Kassette erhältlich.

Am 19. Dezember 2008 kam der Film Echte Wiener - Die Sackbauer-Saga in die österreichischen Kinos. Regie führte Kurt Ockermüller, das Drehbuch stammt von Ernst Hinterberger.[3]

Obwohl Karl Merkatz und Ingrid Burkhard ursprünglich gegen eine Fortsetzung des Kinofilms waren, entstand schließlich doch noch die Fortsetzung Echte Wiener 2 – Die Deppat’n und die Gspritzt’n, die am 23. Dezember 2010 in den österreichischen Kinos angelaufen ist.[4]

Sonstiges

Der Darsteller des Karli Sackbauer Klaus Rott veranstaltete einen Retro-Soloabend (ein Kabarett), wo er als „Karli Sackbauer“ die Geschichte der „Familie Sackbauer“ weiterführte.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Nomen est Omen: „Ein echter Wiener geht nicht unter“: „Die ORF-Kultserie feiert ihr Da Capo […].“ In: enterprise.ORF.at, 28. Oktober 2009. Abgerufen am 22. August 2012.
  2. Der letzte Handwerker. In: ECHO Salzburg Leute (über Karl Merkatz), 1. September 2007. Abgerufen am 22. August 2012.
  3. echtewiener2.at: Offizielle Website zum Film.
  4. Die Presse – Echte Wiener 2. In: Die Presse, Dezember 2010.

Literatur

  • Kurt Ockermüller: Ein echter Wiener geht nicht unter – Das Mundlbuch. Amalthea-Signum, Wien 2010, ISBN 978-3-85002-732-8.

Weblinks