Einsatzgruppe zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität

Die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (EDOK) war eine Sondereinheit des österreichischen Bundesministeriums für Inneres. Es handelt sich dabei um die Einsatzgruppe D zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität. Sie ist seit 2002 Teil des österreichischen Bundeskriminalamtes und besteht dem Namen nach nicht mehr.

EDOK-Skandal

In den letzten Jahren ihres Bestehens wurde bekannt, dass Spitzenbeamte der EDOK nicht nur intensive Kontakte zur Ostmafia pflegten, sondern auch fallweise in deren Geschäfte verwickelt waren. Im Oktober 2000 wurde ein dienstführender Beamter der EDOK vom Dienst suspendiert, weil er im Auftrag eines russischen Mafia-Paten den deutschen Journalisten Jürgen Roth mit 600.000 DM (300.000 Euro) bestechen wollte.

Im April 2002 wurden drei hochrangige Fahnder der EDOK verhaftet. Sie wurden verdächtigt, jahrelang für die Ostmafia gearbeitet zu haben und zu diesem Zweck ein bis in die Wiener und Niederösterreichische Landesregierung und in die Fernmeldebehörde reichendes Netzwerk aus Begünstigung, Bestechung und illegaler Datenweitergabe aufgebaut zu haben.

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