Eishockey-Oberliga (Österreich) 2010/11

Oberliga
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Meister: EC Graz 99ers II
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Die Saison 2010/11 der österreichischem Eishockey-Oberliga begann im September 2010. Titelverteidiger wäre der ATSE Graz gewesen, der im Jahr zuvor die Meisterschaft zum zweiten Mal in Folge seit seiner Neugründung hatte gewinnen hatte können. Der ATSE hatte jedoch von seinem Recht zum Aufstieg Gebrauch gemacht und trat in der Saison 2010/11 in der Nationalliga an. [1] Mit dem Farmteam der Graz 99ers wurde jedoch dennoch ein Club aus Graz Meister.

Inhaltsverzeichnis

Teilnehmende Mannschaften

Vereine der Saison 2010/11 (Stand: September 2010)

Am 11. Juni 2010 wurden die Ergebnisse der Ligasitzung bekanntgegeben. Diesen Gespräche zufolge wird die Oberliga in der Saison 2010/11 mit einer großen Anzahl an Farmteams aus der Bundesliga ausgetragen, wobei die diese Farmteams sich zu einem großen Teil aus den U20-Spielern der diversen Mannschaften zusammensetzen sollen. Nicht mehr dabei sind der EC Wels und der Hockeyclub „Die 48er“, die sich aus dem Spielbetrieb zurückgezogen haben. [2]

(gereiht nach Vorjahresplatzierung)

Der Ausstieg des EV Zeltweg

Durch den Aufstieg des ATSE Graz schrumpfte das Teilnehmerfeld zunächst auf sieben Mannschaften zusammen. Anfang April wurden jedoch Berichte über große Probleme beim EV Zeltweg veröffentlicht: dort wurde Obmann Robert Weber beschuldigt, insgesamt 700.000 bis 800.000 Euro aus Geldern der Gemeinde Zeltweg zur Finanzierung ausstehender Rechnungen des Vereins abgezweigt zu haben. Ein Ergebnis der Untersuchungen steht derzeit noch aus. [3] Der EV Zeltweg gab infolge der Ereignisse jedoch am 11. Mai 2010 eine Pressemitteilung heraus, wonach der Verein aufgrund des hohen Schuldenstandes den Konkurs angemeldet habe, womit auch der Betrieb einer Kampfmannschaft in der Oberliga nicht mehr möglich war. Die Jugendabteilungen des Clubs sollen jedoch durch die Neugründung eines eigenen Vereins gesichert werden. [4] Ende Mai wurde bekannt, dass die Ausstände des Vereins zwischen einer und zwei Millionen Euro betragen sollen. Da außerdem Spieler aus illegalen Zuwendungen heraus bezahlt wurden, sind weitere Forderungen nicht ausgeschlossen. [5]

Modus

Gespielt wird im Grunddurchgang eine dreifache Hin- und Rückrunde, wobei beim dritten Durchgang das Heimrecht nach der besseren Platzierung aus den beiden ersten Durchgängen vergeben wird. Anschließend folgen die Playoffs, für die alle acht Mannschaften qualifiziert sind, und die in Form von Viertelfinale, Halbfinale und Finale im Modus Best of Five ausgetragen werden.[6]

Die Saison begann am 22. September 2010.

Grunddurchgang

Tabelle nach 14 Runden

Die erste Phase des Grunddurchgangs endete mit der 14. Runde am 23. Dezember 2010. Das Teilnehmerfeld zeigte ein recht großes Leistungsgefälle, jedoch verteilten sich die Farmteams und die regulären Mannschaften relativ gleichmäßig über die Tabellenränge. Neben dem Spitzenreiter Kapfenberg Bulls konnten sich insbesondere die Nachwuchsteams der Graz 99ers und des EC VSV eine gute Bilanz erspielen, während insbesondere der EC KAC und der EHC Linz mit Problemen zu kämpfen hatten. Während die Klagenfurter jedoch ihre Leistung stabilisieren konnten und den Abstand zu den vorderen Rängen nach und nach verringerten, verloren die Linzer im Verlauf des Grunddurchgangs den Anschluss und konnten in der zweiten Saisonhälfte nur ein Spiel gegen die 99ers durch eine Strafverifizierung für sich verbuchen. Die Salzburg Oilers, die die Premierensaison im Vorjahr noch mit dem letzten Rang abgeschlossen hatten, etablierten sich im Mittelfeld.

Rang Team Spiele S N SNV NNV SNP NNP Tore TVH Punkte
1 Kapfenberg Bulls 14 10 4 0 1 1 0 58:40 +18 30
2 Graz 99ers II 14 8 6 0 0 0 2 53:28 +25 26
3 EC VSV II 14 8 6 0 1 1 0 47:42 +5 24
4 EC Oilers Salzburg 14 8 6 2 0 0 1 42:47 -5 23
5 Vienna Capitals II 14 7 7 0 0 1 1 43:49 -6 21
6 Weiz Bulls 14 7 7 0 1 2 0 56:51 +5 20
7 EC KAC II 14 5 9 1 0 0 1 38:52 -14 15
8 EHC Linz II 14 3 11 0 0 1 1 37:65 -28 9

Endstand des Grunddurchgangs

Anhand des Tabellenstandes nach vierzehn Spieltagen bzw. einer Hin- und Rückrunde wurde das Heimrecht für die letzte Hinrunde vergeben. Das Bild in der Tabelle blieb im Wesentlichen unverändert, wenngleich der VSV dank sechs Siegen aus den sieben Begegnungen den zweiten Platz erobern konnten. Die Capitals überholten knapp die Salzburg Oilers und sicherten sich damit das Heimrecht für die erste Playoff-Runde.

Rang Team Spiele S N SNV NNV SNP NNP Tore TVH Punkte
1 Kapfenberg Bulls 21 15 6 0 1 2 0 92:60 +32 44
2 EC VSV II 21 14 7 0 1 1 0 75:55 +20 42
3 EC Graz 99ers II 21 10 11 0 0 0 3 72:54 +18 33
4 Vienna Capitals II 21 11 10 0 0 1 1 70:67 +3 33
5 EC Salzburg Oilers 21 11 10 2 0 0 1 60:71 -11 32
6 Weiz Bulls 21 10 11 0 2 3 0 82:82 +0 29
7 EC KAC II 21 8 13 1 0 0 2 61:80 -19 25
8 EHC Linz II 21 5 16 1 0 1 1 57:100 -43 14

Statistiken

Topscorer
Rang Spieler Team GP G A PTS PIM PPG SHG GWG
1 René Wilding Weiz 21 7 30 37 40 1 1 0
2 Michael Schmieder Kapfenberg 20 16 17 33 54 6 0 3
3 Christian Schablas Kapfenberg 14 13 17 30 71 3 1 3
4 Mario Seidl Capitals 17 11 17 28 91 4 0 1
5 Manuel Laritz Graz 21 9 19 28 70 2 0 2
6 Gerald Marchl Weiz 16 12 14 26 18 1 1 1
7 Jürgen Schober Kapfenberg 16 11 14 25 38 4 0 3
8 Dominik Kügerl Kapfenberg 21 9 15 24 12 3 0 1
9 Patrick Fichtner Capitals 16 10 13 23 37 4 1 1
10 Petr Watzke Weiz 21 14 7 21 61 4 0 3
Torhüter
Rang Spieler Team GP MIP GA GAA SOG SVS SVS% SO W L OTL
1 Oliver Zirngast Graz 8 461 16 2.08 223 207 92.83 1 3 2 1
2 Thomas Dechel Capitals 11 641 28 2.62 345 317 91.88 2 8 3 0
3 Florian Goriupp Graz 6 281 12 2.56 146 134 91.78 1 4 1 1
4 Lorenz Hirn Linz 9 482 26 3.24 308 282 91.56 0 3 6 0
5 Manuel Skacal VSV 9 542 21 2.32 246 225 91.46 1 5 3 1
6 David Koren Graz 7 394 17 2.59 187 171 91.44 1 3 3 1
7 Robin Bauer Kapfenberg 20 1211 56 2.77 572 516 90.21 0 14 5 1
8 Stefan Quintus Salzburg 21 1263 71 3.37 719 648 90.13 0 11 9 1
9 Philipp Meichernitsch Weiz 18 1099 69 3.77 676 607 89.79 1 9 8 1
10 Philipp Allmaier KAC 8 478 27 3.39 260 233 89.62 1 3 5 0

Playoffs

Play-Off-Baum

  Viertelfinale Halbfinale Finale
                           
  1 Kapfenberg Bulls 3  
8 EHC Linz II 0  
  1 Kapfenberg Bulls 3  
  4 Vienna Capitals II 0  
4 Vienna Capitals II 3
5 EC Oilers Salzburg 0  
  1 Kapfenberg Bulls 1
  3 Graz 99ers II 3
2 EC VSV II 3  
7 EC KAC II 1  
2 EC VSV II 2
  3 Graz 99ers II 3  
3 Graz 99ers II 3
  6 Weiz Bulls 0  

Einzelergebnisse Viertelfinale

Serie Endstand Spiel 1 Spiel 2 Spiel 3 Spiel 4 Spiel 5
Kapfenberg Bulls (1) – EHC Linz II (8) 3:0 6:1
(2:1, 3:0, 1:0)
1:0
(0:0, 0:0, 1:0)
13:2
(5:1, 2:1, 6:0)
EC VSV II (2) – EC KAC II (7) 3:1 2:0
(1:0, 1:0, 0:0)
1:2
(1:0, 0:1, 0:1)
6:1
(3:0, 2:1, 1:0)
6:3
(1:1, 4:0, 1:2)
EC Graz 99ers II (3) – Weiz Bulls (6) 3:0 5:3
(2:1, 2:1, 1:1)
4:3 n.P.
(1:1, 2:1, 0:1, 0:0, 1:0)
3:2 n.P.
(0:1, 1:0, 1:1, 1:0, 0:0)
Vienna Capitals II (4) – EC Oilers Salzburg (5) 3:0 4:0
(2:0, 1:0, 1:0)
5:3
(0:0, 2:1, 3:2)
5:2
(1:1, 1:1, 3:0)

Einzelergebnisse Halbfinale

Serie Endstand Spiel 1 Spiel 2 Spiel 3 Spiel 4 Spiel 5
Kapfenberg Bulls (1) – Vienna Capitals II (4) 3:0 5:2
(1:1, 1:0, 3:1)
4:2
(0:1, 2:0, 2:1)
3:2 n.V.
(0:0, 1:1, 1:1, 1:0)
EC VSV II (2) – EC Graz 99ers II (3) 2:3 3:4
(1:3, 1:0, 1:1)
7:1
(1:0, 2:0, 4:1)
4:5 n.P.
(2:1, 1:2, 1:1, 0:0, 0:1)
5:4 n.P.
(2:1, 1:0, 1:3, 0:0, 1:0)
1:3
(0:3, 1:0, 0:0)

Einzelergebnisse Finale

Serie Endstand Spiel 1 Spiel 2 Spiel 3 Spiel 4 Spiel 5
Kapfenberg Bulls (1) – EC Graz 99ers II (3) 1:3 1:2
(0:1, 0:1, 1:0)
3:6
(1:1, 1:1, 1:4)
4:3 n.P.
(1:2, 0:0, 2:1, 0:0, 1:0)
1:3
(0:1, 0:2, 1:1)

Kader des Oberliga-Meisters

Oberliga-Meister
Logo der Graz 99ers
EC Graz 99ers II

Torhüter: Martin Iberer, Maximilian Schanza, Mario Still, Oliver Zirngast

Verteidiger: Jurica Bednjanec, Marco Dallago, Matiss Gelazis, Nino Jus, Gilbert Lehmann, Robert Lembacher, Manuel Oberleitner, Lukas Peicha, Nico Pohl

Angreifer: Luca Dallago, Michael Eichlseder, Manuel Ganahl, Daniel Gratzer, Florian Gundel, Leon Konecney, Simon Kumposcht, Florian Lang, Manuel Laritz, Thomas Mader, Moritz Mayer, Kevin Moderer, Daniel Natter, Michael Ortner, Mario Pietschnig, Marco Quinz, Philipp Reissner, Lukas Rozner, Jonas Schuller, Marco Schörkmayer, Max Wilfan, Zintis Nauris Zushevics

Cheftrainer:

Quellen

  1. Kjell G. Lindqvist neuer ATSE-Trainer, Artikel auf der Homepage des ATSE Graz vom 20. März 2010
  2. Farmteaminvasion in der Oberliga, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 11. Juni 2010
  3. EVZ in Schräglage, Bericht auf www.hockeyfans.at vom 8. April 2010
  4. EV Zeltweg meldet Konkurs an, Bericht auf www.hockeynews.info vom 11. Mai 2010
  5. Zeltweg hat Konkurs angemeldet, Bericht auf ww.hockeyfans.at vom 26. Mai 2010
  6. Austragungsmodus der Oberliga auf der Homepage des ÖEHV