Elbigenalp

Elbigenalp
Wappen von Elbigenalp
Elbigenalp (Österreich)
Elbigenalp
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 33,09 km²
Koordinaten: 47° 17′ N, 10° 26′ O47.29111111111110.4391666666671039Koordinaten: 47° 17′ 28″ N, 10° 26′ 21″ O
Höhe: 1039 m ü. A.
Einwohner: 863 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 26,08 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6652
Vorwahl: 05634
Gemeindekennziffer: 7 08 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 55a
6652 Elbigenalp
Website: www.elbigenalp.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Singer
Lage der Gemeinde Elbigenalp im Bezirk Reutte
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Über dieses Bild
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Pfarrkirche in Elbigenalp
Pfarrkirche in Elbigenalp
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Elbigenalp (Lechtalerisch auch „Duarf“ genannt) ist eine Gemeinde des Bezirks Reutte in Tirol, Österreich mit 863 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Sie ist 33,09 km² groß, und befindet sich auf 1.039 m Seehöhe. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Reutte.

Blick auf Elbigenalp vom Gipfel der Rotwand

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Gemeinde liegt ungefähr in der Mitte des Lechtals. Das Gemeindegebiet ist gebildet durch verschiedene Weiler entlang der Lechtalstraße, wie Köglen, Elbigenalp, Untergiblen, Grünau und Obergiblen.

Der Name leitet sich von Eelbigen Alp = elmige Alpe, also mit Ulmen bewachsene Alpe, ab. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Elbigenalp 1312. Seit dieser Zeit ist der Ort politischer und kirchlicher Mittelpunkt einer Großpfarre im Lechtal. Bekannt ist Elbigenalp auch durch seine Häuser mit Fresko- und Stuckarbeiten, die an die Maurer und Stuckateure erinnern, die auch im Ausland tätig waren.

Nachbargemeinden

Bach, Häselgehr, Hinterhornbach, Holzgau.

Wirtschaft

Elbigenalp ist auch durch seine Holzschnitzereien bekannt. Es befindet sich dort die einzige Schnitzschule Österreichs (seit 1951). Eines der größten CD- und DVD-Presswerke Europas, kdg mediatech (vorm. Koch Records), nahm von Elbigenalp seinen Ausgang.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der aus Elbigenalp stammende Maler, Graveur und Lithograph Anton Falger hat für seinen Heimatort zwei Totentanzzyklen gemalt.

  • Der erste ist ein aus 18 Holztafeln zusammengesetztes und gerahmtes Tafelgemälde (108x272 cm), das heute an der Ostwand der Kapelle oberhalb der Treppe zum Beinhaus hängt; auf dem Holzrahmen jeder Tafel ist die todgeweihte Person benannt und der Dialog mit dem Tod niedergeschrieben. Einige Tafeln sind signiert, einige auf 1840 datiert. Weil es sich um das Hauptwerk des Künstlers handelt, sollen die handelnden Personen genannt werden: Papst, König, Künstler, Richter, Bürger, Soldat, Kind, Muter, Arzt, Knabe, Braut, Großmutter, Bauer, Reicher, Bettler, Mörder, Magd, Todtengräber.
  • Der zweite Totentanz besteht aus 14 Einzelbildern, die paarweise in 7 Mauernischen auf den Mauerputz gemalt sind; es fehlen hier die Szenen mit Bürger, Knabe, Großmutter und Mörder. Der Künstler hat bewusst die Tradition des Totentanzes an der Friedhofsmauer aufgegriffen. Signaturen oder Datierungen sind nicht mehr sichtbar; die Entstehungszeit muss vor 1876 liegen.[1]

Persönlichkeiten

In Obergiblen wurde 1768 der Maler Joseph Anton Koch geboren. In Elbigenalp selbst wurde der Lithograf Anton Falger (1791–1876) geboren, der vom Maler Karl Selb aus Unterstockach ausgebildet wurde und später Engelbert Kolp (1840–1877) und Kochs Neffen Josef Alois Knittel Zeichenunterricht gab. Das Leben von Knittels Nichte Anna Stainer-Knittel (1841–1915) wiederum bildete die Vorlage für den Roman „Die Geierwally“.

Einzelnachweise

  1. Hans Georg Wehrens: Der Totentanz im alemannischen Sprachraum. "Muos ich doch dran - und weis nit wan". Schnell & Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2563-0. S. 253-258.

Weblinks

 Commons: Elbigenalp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien