Elisabeth Steiner

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für die Sängerin siehe Elisabeth Steiner (Sängerin).

Elisabeth Steiner (* 21. März 1956 in Wien) ist eine österreichische Juristin. Seit dem 1. November 2001 ist sie als Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte tätig.

Leben

Steiner studierte zunächst an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und machte 1978 ihr Diplom in kulturellem Management. Danach entschloss sie sich, Rechtswissenschaften an der Universität Wien zu studieren. Dort promovierte sie 1981. Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien erlangte sie 1982 den Magister und 1985 den Doktorgrad der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Ab 1987 praktizierte sie als Anwältin in Wien. Sie übernahm u.a. die Vertretung Zehntausender ehemaliger Zwangsarbeiter aus der Ukraine, Weißrussland und Russland, die mit der österreichischen Bundesregierung über eine Entschädigung verhandelten.

Im April 2001 wurde sie von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats als Nachfolger von Willi Fuhrmann zum Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewählt. Sie erhielt 127 von 174 Stimmen und setzte sich gegen die Diplomatinnen Elisabeth Bertagnoli und Jutta Stefan-Bastl durch. Am 1. November 2001 trat sie ihr Amt an. Vorher musste sie ihren Namen aus der kurz zuvor entstandenen Anwalts-GesmbH „Lansky, Steiner & Partner“ streichen lassen und ihren Anteil daran zurückgeben, weil es dem Europarat fraglich erschien, ob dies mit ihrer richterlichen Unabhängigkeit (Art. 21 Abs. 3 EMRK) vereinbar sei.

Literatur

  • Peter Wrabetz: Österreichs Rechtsanwälte 2002.

Weblinks