Emily Cox

Emily Cox (* 23. Februar 1985[1] in Wien) ist eine britische Theater- und Filmschauspielerin.

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Biografie

Emily Cox wurde in eine Künstlerfamilie hineingeboren. Ihre Eltern sind beide als Pianisten tätig. Sie wuchs zweisprachig (Englisch und Deutsch) auf. Nachdem sie im Alter von 14 Jahren mit dem Tanz begonnen hatte, kam sie in der Maturaklasse mit der Schauspielerei in Berührung und erschien in Schulaufführungen. Daraufhin begann sich Cox für eine Schauspielausbildung zu interessieren.[2]

Obwohl sie ursprünglich mit einer Schauspielausbildung in England geliebäugelt hatte,[2] begann Cox ab 2003 ein Studium am Wiener Max Reinhardt Seminar. Im Rahmen ihrer Ausbildung übernahm sie unter anderem den Part der Eve in Rosee Riggs Inszenierung von Heinrich von Kleists Der zerbrochne Krug (Freilichtspiele Schwäbisch Hall, 2006), die Denise beziehungsweise Jayne in George F. Walkers Suburban Motel und spielte die Audrey in dem Musical Little Shop of Horrors (beide 2007). Zu ihren weiteren Mentoren zählten Grazyna Dylag, Rosee Riggs, Susanne Granzer und Anna-Maria Krassnigg.

Nach Ende ihrer Ausbildung im Juni 2008 erhielt Cox im darauf folgenden Herbst einen Stückvertrag am Wiener Theater in der Josefstadt. Ihr professionelles Theaterdebüt gab sie als verstörte Tochter von Joachim Bissmeier in Stefanie Mohrs Inszenierung von Roland Schimmelpfennigs Besuch bei dem Vater (2008/09). „Spannend sind für mich jene Figuren, die etwas verbergen, ein Geheimnis haben – und die Fassade zu bröckeln beginnt“, so Cox.[2] Der Part der von einer Karriere als Schauspielerin träumenden Isabel brachte ihr erstes Lob seitens der Kritiker ein.[3][4]

Parallel zu ihrer Schauspielausbildung und Theaterarbeit feierte Cox ihr Filmdebüt 2007 in Tobias Dörrs Kurzfilm Verwehte (2007) neben Susanne Lothar und Ulrich Mühe. Die Rolle des „Mädchens“ brachte ihr den Schauspielpreis des Internationalen Filmfestivals der Filmakademie Wien ein. Daraufhin übernahm Cox weitere unterschiedlich große Rollen im Film und Fernsehen, darunter 2010 in den Horrorfilmen Rammbock und Hepzibah – Sie holt dich im Schlaf sowie einer Folge der Serie Polizeiruf 110. 2009 bekleidete Cox neben Christoph Bach die Hauptrolle der Gretchen Dutschke-Klotz in Stefan Krohmers kombiniertem Dokumentar- und Spielfilm Dutschke. 2011 war sie in dem preisgekrönten österreichischen Filmdrama Die Vaterlosen als unter einer neurologischen Störung leidende Tochter von Johannes Krisch zu sehen.

Emily Cox lebt in Berlin und Wien. In der Vergangenheit arbeitete sie auch für Hörspielproduktionen und nahm an Lesungen teil.

Theaterstücke (Auswahl)

Filmografie (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. vgl. Profil bei maxreinhardtseminar.at (aufgerufen am 28. April 2010)
  2. a b c vgl. Porträt von Matthias Osiecki bei oe1.orf.at, 22. November 2008 (aufgerufen am 28. April 2010)
  3. vgl. Haider-Pregler, Hilde: Katastrophen auf dem Land. In: Wiener Zeitung, 25. November 2008, S. 16
  4. vgl. Petsch, Barbara: Theater in der Josefstadt. In: Die Presse, 24. November 2008, S. 27