Erdmann Bogislav von Hertzberg

Erdmann Bogislav von Hertzberg (* 16. August 1736 in Lottin, Kreis Neustettin, Hinterpommern; † 19. März 1803 ebenda) war ein preußischer Offizier.

Leben

Hertzberg, Sohn des Gutsbesitzers Hans Jürgen von Hertzberg und dessen Ehefrau Helene Juliane, geb. von Hertzberg, schlug die militärische Laufbahn ein. Im November 1752 wurde er Gefreiterkorporal im Infanterieregiment Anhalt-Dessau (Nr. 3), im September 1754 Unteroffizier bei den Unrangierten des I. Bataillons Garde (Nr. 15a). Im Sommer 1756 war er dort Fähnrich. Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) nahm er an den Schlachten bei Kölin, Leuthen, Hochkirch und Torgau teil. Im November 1763 wurde er zum Premierleutnant ernannt. Im März 1768 wurde er Führer der Leibkompanie des I. Bataillons Garde für Stabskapitän von Natzmer. Im September 1769 wurde er zum Stabskapitän ernannt, im März 1772 zum Kapitän und Kompaniechef im I. Bataillon Garde (Nr. 15). Im Februar 1775 wurde er Major. Er nahm an dem Feldzug von 1778/1779 teil, wurde im Sommer 1783 Oberstleutnant und Kommandeur des II. Bataillons des Infanterieregiments von der Goltz. Im April 1785 wurde er Kommandeur des Infanterieregiments von Raumer, dann von Favrat (Nr. 53). Im Mai 1785 wurde er Oberst. Wegen seines Einsatzes bei dem Treffen von Heiligenbeil erhielt er den Orden Pour le Mérite.

Während seiner langen Dienstzeit im I. Bataillon Garde, zu dem er als Junker wegen seiner überdurchschnittlichen Körperlänge von Friedrich dem Großen versetzt worden war, hatte er das Exerzieren vom König im Detail erlernt, und er war deshalb als Exerziermeister bekannt und geschätzt. Nachdem Friedrich Wilhelm II. die Regierung übernommen hatte, wurde Hertzberg im August 1790 zum Generalmajor befördert. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes konnte er jedoch kein Regiment mehr übernehmen. Am 13. April 1791 wurde Hertzberg deshalb mit einer Pension von tausend Talern in den Ruhestand entlassen.

Literatur