Erich Schmidt (SPÖ)

Erich Schmidt (* 14. August 1943 in Wien) ist ein österreichischer Politiker (SPÖ) und Unternehmer.

Leben

Nach dem Besuch der Volksschule und des Bundesrealgymnasiums mit Matura im Jahr 1961 studierte er an der Universität Wien. Beschäftigt war er anschließend am Institut für Höhere Studien und ab 1970 in der Volkswirtschaftlichen Abteilung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes. 1976 wurde er dessen Leiter.

Von 1979 bis 1988 war er Abgeordneter zum Nationalrat. Von 1983 bis 1986 bekleidete er daneben die Funktion eines Staatssekretär im Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie. 1986 bis 1987 war er Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft.

Nachdem 1985 unter seinem Vorgänger Günter Haiden der Weinskandal die österreichische Weinwirtschaft erschütterte, wurde unter seiner Federführung das strengste Weingesetz der Welt erlassen und scharfe Kontrollen eingeführt. Qualitätswein musste mit einer staatlichen Banderole gekennzeichnet werden.[1] Als 1987 das Landwirtschaftsministerium wieder von der ÖVP geführt wurde legte er auch sein Nationalratsmandat zurück.

Ab 1987 war er Unternehmer. Durch sein Engagement in Osteuropa geriet er in Schwierigkeiten. Im Mai 1999 musste er Privatkonkurs anmelden. Ein drohendes Strafverfahren wurde von Bundespräsident Thomas Klestil niedergeschlagen.

Einzelnachweis

  1. „Im Wein war nicht nur Wahrheit“ sonntagsblitz.de, 10. Juli 2005

Weblinks