Ernst Heinrich von Gillern

Ernst Heinrich von Gillern (* 24. Januar 1730 in Hammer, Schlesien; † 13. Juni 1792 in Königsberg, Ostpreußen) war preußischer Generalmajor, Chef des Infanterie-Regiments Nr.16 und Ritter des Ordens Pour le Mérite.

Leben

Gillern entstammte dem alten böhmischen Adelsgeschlecht derer von Gillern. Er trat 1748 in das Infanterie-Regiment von Lestwitz Nr.31 ein und nahm als Seconde-, später als Premier-Lieutenant im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) an den Schlachten bei Prag (1757), Kolin (1757), Kunersdorf (1759) - hier wurde er verwundet - und Torgau (1760) teil. Bei Torgau stand tragischerweise die Kompanie, der Gillern angehörte, direkt der seines Cousins Christian von Gillern gegenüber, der als Grenadier-Hauptmann auf österreichischer Seite kämpfte und schwer verwundet von den Preußen sogar gefangengenommen wurde.

1773 wurde Gillern Kommandeur des Grenadier-Bataillons Nr.6 in Neisse. Im Bayerischen Erbfolgekrieg (1778/1779) zeichnete er sich im Gefecht bei Lewin durch die Abwehr eines feindlichen Überfalls in der Nacht vom 1. auf den 2. September 1778 derart aus, dass er außerhalb seiner Rangtour zum Oberstleutnant befördert wurde. Sein Bataillon erhielt von Friedrich dem Großen ein Geschenk von 400 Talern.

Am 7. Februar 1789 wurde Gillern als Oberst Regimentschef des Infanterie-Regiments Nr.16 (Regiment zu Fuß) mit Garnison in Königsberg (Ostpreußen). Dort kam er am 13. Juli 1791 bei der Rekrutierung neuer Soldaten dem Lehrauftrag des Dekans der Universität Albertina, dem Philosophen Immanuel Kant, in die Quere, der daraufhin am 26. Juli 1791 eine Beschwerde an das königliche Ministerium verfassen ließ.

1789 wurde Gillern noch Generalmajor und bei der Revue der Schlacht bei Heiligenbeil mit dem Orden Pour le Mérite ausgezeichnet.

1792 trat Gillern in den Ruhestand und starb kurze Zeit später in Königsberg.

Quellen

Weblinks