Ernst Ludwig von Kannacher

Ernst Ludwig von Kannacher (* 1695 in Preußen; † 1760) war ein königlich-preußischer Generalmajor, Chef des Infanterie-Regiments Nr. 30 und Träger des Pour le Merite. Zudem war er Drost von Goch und Sennep sowie Amtshauptmann von Ruppin und Fehrbellin.

Er trat 1711 in preußische Dienst und kam zum Regiment Nr. 2 (Dönhoff). Er wurde am 4. August 1721 Fähnrich und am 17. August 1726 Seconde-Lieutenant. 1730 versetzte in König Friedrich Wilhelm I. als Premier-Lieutenant zum Regiment Nr. 30 (Thile). Er wurde dort Hauptmann, 1741 Major und 1745 Oberstleutnant. Nach der Schlacht bei Kesselsdorf erhielt er den Pour le Merite.

Am 5. Januar 1746 erhielt er die Drostei Goch im Herzogtum Kleve. Am 24. Mai 1747 wurde er Oberst und im Januar 1757 Generalmajor. Er bekam vom König das Regiment Nr. 30 und wurde dort Chef. Im Siebenjährigen Krieg wurde er am 7. September 1757 im Gefecht von Moysberg von den Österreichern gefangengenommen, aber bald wieder ausgetauscht. Er bat um seine Entlassung, die er 1759 erhielt und dazu eine Pension von 1000 Talern. Bereits im Jahr 1760 starb er.

Er war mit einer Tochter seines ehemaligen Kommandeur's Martin von Thile verheiratet.

Literatur

  •  Anton Balthasar König: Ernst Ludwig von Kannacher. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. II, Arnold Wever, Berlin 1789, S. 458 (Ernst Ludwig von Kannacher in der Google BuchsucheErgänzungen in der Google Buchsuche).
  • Julius Mebes, Beiträge zur Geschichte des Brandenburgisch-Preussischen Staates, Band I, S. 449, Digitalisat