Ernst Zwilling

Ernst Alexander Zwilling (* 25. September 1904 in Osijek, Kroatien; † 24. Oktober 1990 in Baden, Niederösterreich) war ein österreichischer Afrikaforscher und Reiseschriftsteller.

Leben

Zwillilng lebte bis zu seinem vierten Lebensjahr im slawonischen Osijek, wo die Mutter daheim war, die einer begüterten deutschen Kaufmannsfamilie entstammte. Sein Vater war von Geburt Wiener und diente im Südosten der Donaumonarchie als Oberstleutnant. Als der Vater 1908 nach Wien zurückbeordert wurde, wohnte die Familie erst in einem der Offizierspavillons der Albrechtskaserne im Prater, später in einem Zinshaus an der Elisabethpromenade. Der kleine Junge hielt sich am liebsten bei seinen Großeltern in der Villa in Hietzing auf, wo ihn der Großvater die Patronenhülsen stopfen ließ, bevor er auf die Jagd ging, und die Großmutter Abenteuergeschichten und exotische Reiseschilderungen vorlas.

Ernst Zwilling war bereits in den 1930er Jahren in Kamerun. Nach dem Anschluss 1938 glaubte Zwilling an die Rückgewinnung der ehemaligen Kolonien zum Deutschen Reich. Im Zuge der Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg spielte seine Gesinnung aber keine Rolle. 1953 übergab er dem Tiergarten Schönbrunn den ersten Gorilla. So machte er sich einen Namen als Großwildjäger von lebenden Tieren und wurde auch in Österreich bekannt.

In der folgenden Zeit schrieb Zwilling nicht nur Reiseberichte, sondern verfilmte diese auch.

Er starb im Krankenhaus von Baden bei Wien und wurde auf dem Hietzinger Friedhof beigesetzt.

Werke

  • Unvergessenes Kamerun, 1940
  • Vom Urhahn zum Gorilla, 1949
  • Großwildjäger in Afrika, 1954
  • Steppentage - Urwaldnächte, 1954
  • Tropen, Urwald, Afrika, 1956
  • Angola-Safari, 1958
  • Sahara-Piste, 1959
  • Tierparadies Ostafrika, 1959
  • Wildes Karamoja, 1964

Weblinks