Eugen Guido Lammer

Eugen Guido Lammer (* 18. Juni 1863 in Rosenburg am Kamp; † 2. Februar 1945 in Wien) war ein österreichischer Alpinist und alpiner Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Eugen Guido Lammer, von Beruf Mittelschulprofessor für Germanistik und Geschichte am Gymnasium in Stockerau, war einer der ersten führerlosen Bergsteiger und ein Verfechter eines sauberen Stils. Er war einer der ersten, der um des eigenen Erlebnisses willen in die Berge stieg, die Berge als Quelle der Selbsterfahrung benutzte, ein früher Wegbereiter des Erlebnisbergsteigens.[1] Besonders hervorgetan hat er sich durch seine Alleingänge im Eis der Gletscherregionen.[2]

„Derartige Stunden sind nicht mit Jahren aus dem Alltagsleben aufzuwiegen, sie sind für kulturmüde Nerven süßer als Morphium.“

Eugen Guido Lammer

Lammer gelangen mehrere Erstbesteigungen und Erstbegehungen, darunter 1884 das Nördliche Türndl in der Dachsteingruppe, 1885 das Hinter Fiescherhorn und das Kleine Grünhorn in den Berner Alpen, sowie um die Jahrhundertwende mehrere Gipfel in der Texelgruppe.

Seilgefährten Lammers waren unter anderem der Erfinder der zehnzackigen Steigeisen, Oscar Eckenstein, und der sächsische Dolomitenpionier Oscar Schuster. Meist war Lammer jedoch allein unterwegs.

Nach Lammer ist das Guido-Lammer-Biwak[3][4] an der Milchseescharte (2707 m) in der Texelgruppe der Ötztaler Alpen benannt. Im Jahr 1962 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Guido-Lammer-Gasse nach ihm benannt.

Werke

  • Eugen Guido Lammer: Jungborn - Bergfahrten und Höhengedanken eines einsamen Pfadsuchers. Bergverlag Rudolf Rother. München 1929

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Ronald Lutz: Forum Wissenschaft 2/2002
  2. Personenmappe (1) zu Eugen Guido Lammer (Materialsammlung). Historisches Alpenarchiv der Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol, abgerufen am 23. Januar 2011.
  3. Guido-Lammer-Biwak auf dem Hüttenfinder des DAV
  4. Guido-Lammer-Biwak bei der AVS-Sektion Meran