Eugen Philippovich von Philippsberg

Eugen Philippovich Freiherr von Philippsberg, auch Eugen von Philippovich (* 15. März 1858 in Wien; † 4. Juni 1917 Wien), war ein österreichischer Ökonom und Politiker.

Eugen Philippovich von Philippsberg studierte Rechtswissenschaften in Wien, habilitierte sich in Politischer Ökonomie und lehrte 1885 bis 1893 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ab 1888 hatte er denselben Lehrstuhl inne, auf dem ihm dann 1894 Max Weber nachfolgte. 1893 wurde Philippovic an die Universität Wien berufen, wo er unter anderen Joseph A. Schumpeter und Emil Lederer als Studenten hatte. Neben seiner wissenschaftlichen Karriere ging er auch politischen und kulturelle Interessen nach. So war Philippovich einer der geistigen Führer der 1896 gegründeten Sozialpolitischen Partei.

Philippovich war Mitglied im 1873 gegründeten Verein für Socialpolitik, wo er sich für eine „nationale Integration und Mobilisierung“ der Arbeiterschaft durch eine Kombination aus Sozialpolitik und Kolonialpolitik stark machte. Als "überzeugter Kolonialpolitiker" wurde er in den Vorstand des Deutschen Kolonialvereins Freiburg im Breisgau gewählt, den er hernach mit Auftritten auf nationaler Ebene in Berlin und Dresden vertreten konnte.[1] Er trat auch als Sammler und Kenner von Inuit-Kunst und Elfenbeinschnitzerei hervor.

Im Jahr 1926 wurde in Wien Döbling (19. Bezirk) die Philippovichgasse nach ihm benannt.

Inhaltsverzeichnis

Quellen

  1. Deutsche Kolonialzeitung vom 1. April 1887, S. 221, siehe Heiko Wegmann: Prof. Eugen von Philippovich - Nationale Integration durch Sozialstaat und Kolonialismus 20. August 2007

Werke

  • Die Bank von England - Im Dienste der Finanzverwaltung des Staates, 1885
  • Grundriß der politischen Ökonomie, 3 Bände, 1897

Literatur

Weblinks