Eugen von Falkenhayn (Oberhofmeister)

Eugen von Falkenhayn (* 4. September 1853 auf Burg Belchau bei Graudenz; † 3. Januar 1934 in Berlin) war ein preußischer Offizier, zuletzt General der Kavallerie im Ersten Weltkrieg sowie Oberhofmeister der Kaiserin Auguste Viktoria.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Eugen war ein Sohn des Gutsbesitzers Fedor von Falkenhayn (1814–1896) und dessen Ehefrau Franziska, geborene von Rosenberg (1826–1888). Er hatte sechs Geschwister, u.a. Arthur (1857–1929), später politischer Erzieher des Kronprinzen Wilhelm, und Erich (1861–1922), später General der Infanterie und preußischer Kriegsminister.

Falkenhayn begann seine Militärkarriere am 2. August 1870 als Fähnrich mit dem Eintritt in das Kürassier-Regiment „Königin“ (Pommersches) Nr. 2 in Pasewalk. Von 1889 bis 1895 war er Militärgouverneur des Kronprinzen Wilhelm. Nach seiner Verabschiedung als Kommandeur der 11. Division in Breslau, die er vom 15. April 1908 bis 2. Mai 1910 geführt hatte, wurde Falkenhayn Oberhofmeister der Kaiserin Auguste Viktoria.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Falkenhayn reaktiviert und als General der Kavallerie am 10. September 1914 zum Kommandierenden General des XXII. Reserve-Korps ernannt, das er den gesamten Krieg über führen sollte. Für die Führung und Leistung des Korps an der Ostfront wurde Falkenhayn am 28. August 1915 mit dem Pour le Mérite sowie am 13. November 1915 mit dem Eichenlaub zum Pour le Mérite ausgezeichnet. Nach Kriegsende führte er die Truppen in die Heimat zurück, wo seine Mobilmachungsbestimmung nach der Demobilisierung am 30. Januar 1919 aufgehoben und Falkenhayn in den Ruhestand versetzt wurde.

Falkenhayn war verheiratet mit Louise, geborene Freiin von Dörnberg auf Rysum. Eine ihrer Töchter war Theda von Falkenhayn (1905–1984), die 1926 Alexander von Quistorp (1892–1974) heiratete. Deren 1928 geborene Tochter Maria wurde 1947 die Ehefrau von Wernher von Braun.

Auszeichnungen

Literatur

  • Erwähnung in NDB 5 (1961), S. 12
  • Hanns Möller: Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg, Band I: A-L, Verlag Bernard & Graefe, Berlin 1935, S. 299-301
  • Karl-Friedrich Hildebrand, Christian Zweng: Die Ritter des Ordens Pour le Mérite des I. Weltkriegs, Band 1: A-G, Biblio Verlag, Osnabrück 1999, ISBN 3-7648-2505-7, S. 394-396

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m n o p Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1909, Hrsg.: Kriegsministerium, Ernst Siegfried Mittler & Sohn, Berlin 1909, S. 69