Eugene Braunwald

Eugene Braunwald (* 15. August 1929 in Wien) ist ein US-amerikanischer Kardiologe.

Er wurde in Österreich geboren, seine Eltern flüchteten jedoch nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich mit ihm und seinem Bruder im November 1939, nach einem kurzen Aufenthalt in England, auf der USS Harding in die USA.

Braunwald hat mehr als 1100 Publikationen verfasst und ist maßgeblich an den führenden Lehrbüchern im Bereich der Inneren Medizin [1] und besonders der Kardiologie [2] beteiligt. Außerdem ist er der einzige Kardiologe unter den Mitgliedern der National Academy of Sciences.

Bekannt wurde er vor allem durch seine 1971 gemachte Entdeckung, dass Herzinfarkte progressive Ereignisse sind und sich nicht aus heiterem Himmel ereignen. Diese Erkenntnis hat seither vielen Menschen das Leben gerettet.

Braunwald ist heute als Professor an der Harvard Medical School in Boston tätig.

1981 wurde der Arzt John Darsee (mit dem Braunwald veröffentlicht hatte) an seinem Labor an der Harvard University des Betrugs überführt. Der Fall war Gegenstand mehrerer Untersuchungskommissionen und hatte auch zwischenzeitlich Auswirkungen auf die Finanzierung von Braunwalds Forschungen.

1965 erhielt er den John J. Abel Award in Pharmakologie.

Quellen

  1. Dietel M, Suttorp N, Zeitz M (Hrsg); Kasper DC, Braunwald E, Fauci AS, Hauser SL, Longo DL, Jameson JL (eds.): Harrisons Innere Medizin. Deutsche Ausgabe in Zusammenarbeit mit der Charité. McGraw Hill, ABW-Wissenschaftsverlag, 16. A., Berlin 2005 ISBN 3-936072-29-9
  2. Zipes DP, Libby P, Bonow RO, Braunwald E: Braunwald’s Heart Disease, A Textbook of Cardiovascular Medicine. Elsevier Saunders, Philadelphia 2005. ISBN 0-8089-2305-6

Weblinks