Europaregion Donau-Moldau

Als Europaregion Donau-Moldau wird ein trinationaler Zusammenschluss der Regionen Niederbayern, Südböhmen und Oberösterreich zu einem Europäischen Verbund territorialer Zusammenarbeit (EVTZ) bezeichnet.[1]

Gebiet

Neben den Regionen Niederbayern, Südböhmen und Oberösterreich sind auch der angrenzende bayerischen Landkreis Altötting und die Oberpfalz, das niederösterreichische Most- und Waldviertel und die tschechischen Okres Klatovy und Pilsen und Vysočina Mitglieder der Europaregion.[2].

Planungen

Ziel dieser eher ländlich geprägten Europaregion ist es, durch eine eigene Rechtspersönlichkeit ein Gegengewicht zu den Metropolregionen im Ringen um Fördergelder der EU zu bilden. Die gemeinsame Organisation ist am 30. Juni 2012 gegründet worden.[3] Damit will man erreichen, das man gemeinsam für die INTERREG-Förderperiode 2013–2019 auftreten kann. Hierfür sind 1,1 Millionen Euro für die Erarbeitung eines tragfähigen Konzeptes vorgesehen. Es wäre nach den Europaregionen Lille-Tournai-Kortrijk (Frankreich-Belgien), Esztergom-Sturovo (Ungarn-Slowakei) und Galicia-Norte (Spanien-Portugal) der vierte Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) in Europa.

Die Europaregion bezieht auch die heutige Euregio Bayerischer Wald – Böhmerwald/Euroregion Šumava-Bavorský les (einschließlich der Euregio Salzach-Inn) mit ein. Der niederbayerische Trägerverein hat sich am 12. Juni 2012 in Passau konstituiert und hat seinen Sitz ebenso wie die Euregio Bayerischer Wald - Böhmerwald in Freyung.[3]

Aufgrund der weitreichenden rechtlichen Unabhängigkeit sieht die Bayerische Staatsregierung das Projekt mit gewisser Sorge. Der Freistaat fürchtet, an Einfluss in Brüssel und in der Region zu verlieren.[4]

Einzelnachweise

  1. Regionalmanagement Oberösterreich
  2. PNP 29. Januar 2009: Europaregion kommt voran
  3. a b Passauer Neue Presse:Donau-Moldau und Trägerverein werden gegründet“, 22. März 2012
  4. Süddeutsche Zeitung, Max Hägler, 6. Juni 2009: Gegen die heilige Trias