Expositurkirche Spiss

Die Expositurkirche hl. Johannes der Täufer ist eine römisch-katholische Kirche in der Gemeinde Spiss in Tirol.

Urkundlich wurde 1607 eine Kapelle erbaut. Von 1777 bis 1778 wurde die Expositurkirche erbaut. Nach einem Brand 1838 wurde die Apsis erneuert.

Die schlichte barocke Kirche mit einem dreijochiges Langhaus und einem einjochigen eingezogenen Chor mit einem runden Schluss hat ein Tonnengewölbe mit Stichkappen, eine Pilastergliederung, Rundbogenfenster und einen rundbogigen Triumphbogen. Der Turm mit rundbogigen Schallfenstern und einem Spitzgiebelhelm steht im Norden am mittleren Langhausjoch. Das Westportal hat seitlich Pilaster und ein Vordach. Die Rokokostukkaturen im Langhausgewölbe, am Triumphbogen und über den Fenstern sind aus der Bauzeit. Die neobarocke Ornamentmalerei im Chor ist aus 1886. Die barocken Bilder in Stuckmedaillons mit der Darstellung der Namensgebung, Predigt und Enthauptung des Johannes der Täufers malte um 1778 Philipp Jakob Greil.

Der barocke Hochaltar um 1778 mit den Statuen der Heiligen Elisabeth, Antonius, im Auszug Maria Immaculata, zeigt das Altarbild Johannes der Täufer von Alois Grissemann aus 1839. Der linke Seitenaltar zeigt das Bild Tod des hl. Martin, der rechte Seitenaltar die Heiligen Nikolaus von Tolentino, Brigida, Eligius vor Mariahilf, beides aus 1839.

Die Orgel von Johann Caspar Humpel aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts mit bemalten Flügeltüren mit David und Cäcila wurde 1805 angekauft, das Werk wurde im 19. Jahrhundert durch Andreas Mauracher und Josef Sies geändert.

Literatur

  • Dehio Tirol 1980, Spiss, Expositurkirche hl. Johannes der Täufer, Seiten 747f

Weblinks

46.95790210.436545Koordinaten: 46° 57′ 28″ N, 10° 26′ 12″ O