Falkensteinbrücke

46.92455555555613.240305555556Koordinaten: 46° 55′ 28,4″ N, 13° 14′ 25,1″ O

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Falkensteinbrücke
Falkensteinbrücke
Überführt Tauernbahn
Ort Obervellach-Pfaffenberg
Konstruktion Bogenbrücke
Gesamtlänge 396 m
Breite 10 m
Längste Stützweite 150 m
Pfeilhöhe 46,0 m
Pfeilverhältnis 1/3,26
Höhe 90 m
Baubeginn 1971
Fertigstellung 1973
Freigabe 1974

Die Falkensteinbrücke ist mit 396 Meter die längste Brücke der Tauernbahn und zählt zu den größten Eisenbahnbrücken Österreichs. Das zweigleisige Bauwerk liegt in Kärnten bei Obervellach, in der Nähe der Burg Falkenstein, und überspannt ein Quertal des Mölltales mit zwei Bögen. Es wurde im Rahmen der Neutrassierung zwischen den Jahren 1971 und 1973 errichtet.

Die Streckentrasse ist im Bauwerksbereich im Grundriss gerade und weist eine Gradiente von 27,62 ‰ in Richtung Schwarzach auf.

Inhaltsverzeichnis

Konstruktion

Die Falkensteinbrücke ist eine Bogenbrücke, bestehend aus zwei geometrisch analogen Bögen mit 120 m und 150 m Stützweite. Die 7,5 m breiten Bögen weisen jeweils einen zweizelligen Stahlbeton-Kastenquerschnitt auf, der in den flachgegründeten Kämpferfundamenten eingespannt ist. Der Bogen mit 150 m Stützweite besitzt bei einer Pfeilhöhe von 46 m eine Querschnittshöhe von 3,0 m im Scheitel und 4,8 m an den Kämpfern auf. Der kürzere Bogen hat eine Pfeilhöhe von 36,8 m und eine Querschnittshöhe von 2,5 m bis 4,0 m.

Der 10 m breite und konstant 2,62 m hohe Überbau aus Stahlbeton besitzt ein durchgehendes Schotterbett. Die drei Bewegungsfugen mit Schienenauszügen sind an den Brückenenden und zwischen den beiden Bögen angeordnet. Die Einzelstützweiten des 396 m langen Fahrbahntragwerkes betragen 2×19,75 m, 0,55 m, 8×15,7 m, 0,55 m, 10×15,7 m, 0,55 m, 3×24,00 m. Über den Bögen mit 15,7 m Stützweite ist ein vierstegiger Plattenbalkenquerschnitt vorhanden. Die 0,4 m breiten und 1,8 m hohen Balken sind in einem Abstand von 2,0 m angeordnet. In den Vorlandbereichen mit den bis 24,0 m langen Stützweiten ist der Querschnitt durch eine Bodenplatte zum dreizelligen Kastenquerschnitt ergänzt.

Die 2,3 m breiten Brückenpfeiler und 1,5 m breiten Bogenständer besitzen zweizellige Stahlbetonquerschnitte. Sie sind mit den Überbauten und Bögen beziehungsweise Fundamenten monolithisch verbunden. Lager sind nur an den Widerlagern vorhanden.

Ausführung

Die Bögen wurden auf einem freitragenden Lehrgerüst durch einen schrittweisen Aufbau des Bogenquerschnittes hergestellt. Der Bau der Brücke dauerte 20 Monate.

Literatur

  • Franz Aigner: Falkensteinbrücke, Österreich. In: Gerhard Mehlhorn (Hrsg.): Handbuch Brücken. Springer, Berlin / Heidelberg 2007, ISBN 978-3-540-29659-1, S. 164.

Weblinks