Farid Hafez

Farid Hafez bei der Verleihung des Bruno-Kreisky-Anerkennungspreises 2010

Farid Hafez (* 23. Dezember 1981 in Ried im Innkreis) ist ein österreichischer Politikwissenschaftler.

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Leben

Hafez verbrachte seine Kindheit und Schulzeit in Oberösterreich. In den Jahren 2002 bis 2009 studierte er Politikwissenschaft in Wien. 2008 machte er einen Abschluss als Master of Science im Fach Politische Bildung an der Donau-Universität Krems und Alpen-Adria Universität Klagenfurt. Seine Dissertation[1] mit dem Titel „Islamophober Populismus“ erschien 2010 im deutschen Verlag für Sozialwissenschaften Wiesbaden[2]. Er ist Alumnus der Session 440 des Salzburg Seminars.

Hafez arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Rechtsphilosophie an der Universität Wien.[3] Außerdem lehrt er am Institut für Orientalistik an der Universität Wien. Eines seiner Hauptthemen ist die Islamophobieforschung. Er publiziert in den österreichischen Tageszeitungen wie Der Standard[4][5] und Die Presse[6] und tritt als Experte in österreichischen Fernsehtalkformaten wie ATV am Punkt und Puls 4 Talk of Town auf. Er wird regelmäßig im ORF interviewt.[7]

Hafez war Mitbegründer der Muslimischen Jugend Österreich[8] und ist Vorstandsmitglied des European Network of Muslim Professionals[9]. Er ist Herausgeber des seit 2010 erscheinenden Jahrbuchs für Islamophobieforschung, zu dessen wissenschaftlichem Beirat auch Wolfgang Benz gehört.

Auszeichnungen

Für sein Werk „Islamophobie in Österreich“ ist er als Mitherausgeber gemeinsam mit dem Nahostexperten John Bunzl mit dem Bruno-Kreisky-Anerkennungspreis für das politische Buch des Jahres 2009 ausgezeichnet worden.

Das österreichische Kulturmagazin „the gap“ wählte Farid Hafez zu einem der 100 Österreicher „mit besonderer Zukunft“[10].

Schriften

Als Autor
  • Islamophober Populismus: Moschee- und Minarettbauverbote österreichischer Parlamentsparteien. Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2010 (Dissertation, Universität Wien, 2009).
  • Anas Schakfeh: Das österreichische Gesicht des Islams. Braumüller, Wien 2012.
Als Herausgeber
  • (mit John Bunzl) Islamophobie in Österreich. Studienverlag, Innsbruck 2009.
  • Jahrbuch für Islamophobieforschung 2010 – Deutschland, Österreich, Schweiz. Studienverlag, Innsbruck 2010
  • (mit Humayun Ansari) From the Far Right to the Mainstream: Islamophobia in Party Politics and the Media. Campus, Frankfurt am Main 2012.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://othes.univie.ac.at/5148/
  2. http://www.vs-verlag.de/index.php;do=show/sid=11612046144af59534d0dbb377697559/site=w/book_id=19591
  3. Personalverzeichnis der Universität Wien. Abgerufen am 28. Juli 2011.
  4. Farid Hafez: Minarettverbot: In Österreich ist man einen Schritt weiter. Das Ja der Schweizer zum Minarettverbot entsetzt die Eliten. In: derStandard.at (Kommentare der anderen) vom 30. November 2009. Abgerufen am 28. Juli 2011.
  5. Farid Hafez: Wirklich nicht mehr als süße Worte und heiße Luft? Austro-muslimische Anmerkungen zu Obamas Rede in Kairo. In: derStandard.at (Kommentare der anderen) vom 5. Juni 2009. Abgerufen am 28. Juli 2011.
  6. Farid Hafez: Todestag: Malcolm X, der strahlende schwarze Prinz. Vor 45 Jahren wurde der Bürgerrechtler getötet. In: DiePresse.com (Zeitgeschichte) vom 21. Februar 2010. Abgerufen am 28. Juli 2011.
  7. http://religion.orf.at/projekt03/tvradio/orientierung/or_070311.htm, http://oe1.orf.at/programm/227610
  8. http://www.kismetonline.at/meldungen/1/531/kopf-der-wochefarid-hafez/
  9. http://www.thecedarnetwork.com/about-us/management-board/management-board
  10. http://www.thegap.at/100-oesterreicher/politik-und-gesellschaft/