Feistritz bei Knittelfeld

Feistritz bei Knittelfeld
Wappen von Feistritz bei Knittelfeld
Feistritz bei Knittelfeld (Österreich)
Feistritz bei Knittelfeld
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Murtal
Kfz-Kennzeichen: MT
Fläche: 9,89 km²
Koordinaten: 47° 16′ N, 14° 54′ O47.267514.891944444444647Koordinaten: 47° 16′ 3″ N, 14° 53′ 31″ O
Höhe: 647 m ü. A.
Einwohner: 773 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 78,16 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8715
Vorwahl: 03515
Gemeindekennziffer: 6 20 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 36
8715 Feistritz bei Knittelfeld
Website: www.feistritz-knittelfeld.gv.at
Politik
Bürgermeister: Peter Ring (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(9 Mitglieder)
6
3
Von 9 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Feistritz bei Knittelfeld im Bezirk Murtal
Amering Apfelberg Bretstein Eppenstein Feistritz bei Knittelfeld Flatschach Fohnsdorf Gaal Großlobming Hohentauern Judenburg Kleinlobming Knittelfeld Kobenz Maria Buch-Feistritz Obdach Oberkurzheim Oberweg Oberzeiring Pöls Pusterwald Rachau Reifling Reisstraße Sankt Anna am Lavantegg Sankt Georgen ob Judenburg Sankt Johann am Tauern Sankt Lorenzen bei Knittelfeld Sankt Marein bei Knittelfeld Sankt Margarethen bei Knittelfeld Sankt Oswald-Möderbrugg Sankt Peter ob Judenburg Sankt Wolfgang-Kienberg Seckau Spielberg bei Knittelfeld Unzmarkt-Frauenburg Weißkirchen in Steiermark Zeltweg SteiermarkLage der Gemeinde Feistritz bei Knittelfeld im Bezirk Murtal (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Feistritz bei Knittelfeld mit 773 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) ist eine im Bezirk Murtal (Gerichtsbezirk Knittelfeld) gelegene Gemeinde des österreichischen Bundeslandes Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines und Lage

Nachbargemeinden

St. Marein bei Knittelfeld Kraubath an der Mur Kraubath an der Mur
St. Marein bei Knittelfeld Nachbargemeinden St. Lorenzen bei Knittelfeld
St. Marein bei Knittelfeld St. Lorenzen bei Knittelfeld St. Lorenzen bei Knittelfeld

Das Gemeindeamt wurde in den Jahren 1984 bis 1986 unter dem damaligen Bürgermeister Heinz Schmied errichtet. Im Gebäude untergebracht sind außerdem ein Mehrzwecksaal für Veranstaltungen und ein Kindergarten.

Feistritz bei Knittelfeld von Südwest

Wirtschaft

Feistritz ist für die Wirtschaft der Umgebung eher unbedeutend, jedoch gibt es einige Selbstvermarkter (vor allem im landwirtschaftlichen Bereich) und ein paar Gewerbe (Stahl- und Alubau Schweiger, Autohaus Vogl&Schubert, Autohaus Grasser, Lagerhaus...). Außerdem betreibt die TEERAG-ASDAG AG eine Asphaltmischanlage in Feistritz.

Geschichte

Es wird angenommen, dass schon vor Christi Geburt Kelten im Gemeindegebiet lebten, die sich als Goldsucher betätigten. Unter Kaiser Augustus wurde das keltische Königreich Noricum Teil des Römischen Reiches und Feistritz nahm die römische Kultur an. Aus dieser Zeit wurden in Feistritz zwei Römersteine gefunden, die später in der Kirche in Feistritz eingemauert wurden. Überliefert ist, dass bereits in der frühen Zeit der römischen Christianisierung eine Kirche gebaut wurde, die im Fentscher Moos versank. Zur Zeit der Völkerwanderung besiedelten Slawen den Ort und es kam zur Namensgebung Feistritz oder Fiustrica. Später wurde Feistritz von Deutschen besiedelt, welche ihre christlichen Priester aus Salzburg oder Bayern mitbrachten. So soll es 1075 schon zwei Kirchen im Mareinerboden gegeben haben.

1849/50 wurde die politische Gemeinde Feistritz errichtet.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bildung

In Feistritz gibt es eine Volksschule und einen Kindergarten. Die Volksschule wurde am 4. November 1899 eröffnet und nach Sanierungsarbeiten in den 1970er und 1990er bekam sie ihr heutiges Aussehen. Seit 1975 gibt es auch einen Kindergarten in Feistritz, welcher zuerst im ersten Stock des ehemaligen Gemeindeamtes untergebracht war und sich seit 1986 im neuen Gemeindeamt befindet.

Politik

Bürgermeister in Feistritz ist derzeit Peter Ring, der seit dem plötzlichen Tod des damaligen Bürgermeisters und Volksschuldirektors Heinz Schmied 1998 im Amt ist. Bei den Gemeinderatswahlen 2005 erzielte die SPÖ Feistritz mit 67,79 % einen Gewinn von 14,58 % und konnte so ein Mandat dazugewinnen und insgesamt 6 Mandate erzielen. Die ÖVP bekam mit 32,21 % 3 Mandate und verlor 8,66 % der Stimmen. Nach den Gemeinderatswahlen am 21. März 2010 änderte sich an der Mandatsverteilung nichts, die SPÖ gewann 22 Stimmen hinzu (verlor aber 0,21 %), die ÖVP 12 Stimmen.

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. Juni 1993.
Wappenbeschreibung: In rotem Schild ein silberner Balken mit drei schwarzen Kerben am unteren Rand, darüber ausgebrochen drei schwarze Scheiben, in die je ein Rautenblatt gotischer Form wächst.[2]

Partnergemeinde

Feistritz unterhält gemeinsam mit St. Lorenzen bei Knittelfeld eine Gemeindepartnerschaft mit der italienischen Stadt Grado. Jährlich gibt es Ausflüge dorthin und auch Vertreter aus Grado besuchen regelmäßig die beiden Gemeinden. Feistritz und St. Lorenzen bringen außerdem jedes Jahr einen Christbaum nach Grado, welcher dort in der Weihnachtszeit die Basilika Sant’Eufemia schmückt. Obwohl die Partnerschaftsurkunde erst am 29. November 2003 offiziell unterzeichnet wurde, reicht der Kontakt und die Freundschaft der Gemeinden bis ins Jahr 1989 zurück.

Veranstaltungen

Nennenswerte Veranstaltungen in Feistritz sind vor allem das Dorffest und „Jugend Musiziert“, wo hauptsächlich Kinder und Jugendliche aus Feistritz und den umliegenden Gemeinden auftreten.

Relativ einzigartig in Österreich ist die Demolition Rallye, welche seit 2001 jedes Jahr vom „Motorsportclub Dietrich“ organisiert wird. Nachdem den Veranstaltern nach der Veranstaltung im Juli 2007 massive Umweltschädigung vorgeworfen wurde, war das Schicksal der Rallye ungewiss. Nach dem Wechsel der Organisationsleitung konnte die Demolition Rallye am 12. Juli 2008 erneut stattfinden. Die Veranstalter betonten dabei, sie würden sämtliche Auflagen strengstens kontrollieren. Es wurde bereits ein Ansuchen für die nächsten vier Jahre eingereicht.[3]

Weblinks

 Commons: Feistritz bei Knittelfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  2. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 44/45, 1994/95, S. 50.
  3. Kleine Zeitung: Demolition Rallye geht in die achte Runde, 8. Juli 2008