Felix von Barth

Felix von Barth (* 21. Oktober 1851 in Lichtenwalde bei Chemnitz; † 22. September 1931 in Dresden) war ein sächsischer Offizier, zuletzt General der Infanterie.

Leben

Barth wurde 1851 in Lichtenwalde als Sohn eines Regierungsrates geboren. Er lernte bis zu seinem Abitur 1870 an der Thomasschule zu Leipzig.[1]

Danach trat er in die Sächsische Armee ein und wurde Fahnenjunker im Feldartillerie-Regiment Nr. 48. Er kämpfte mit dem 8. Infanterie-Regiment Nr. 107 im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 bis 1871. Er wurde dann befördert zum Leutnant (1872), Oberleutnant (1878), Hauptmann (1886), Major (1891), Oberstleutnant (1896) und Oberst (1899). Barth wurde 1903 Generalmajor und 1907 Generalleutnant. Während seiner Dienstzeit war er Regiments-Adjutant beim 8. Infanterie-Regiment Nr. 107 und beim 9. Infanterie-Regiment Nr. 133. Außerdem war er Adjutant bei der 47. Infanterie-Brigade (3. Königlich Sächsische) in Leipzig. Es folgte die Kommandierung zum Generalstab des XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps, der 23. Division (1. Königlich Sächsische) und der 24. Division (2. Königlich Sächsische). Er wurde dann selbst Chef des Generalstabes des XII. (I. Königlich Sächsisches) Armee-Korps. Von 1902 bis 1903 war er Chef des Königlich Sächsischen Generalstabes in Dresden. Sein Nachfolger wurde Generalmajor Georg Freiherr von Wagner. Von 1907 bis 1908 war er Kommandeur der 40. Division (4. Königlich Sächsische).

Er wurde 1915 Militärgouverneur des Generalgouvernements Warschau, eines Teilgebietes der deutschen Militärverwaltung Ober Ost. Er baute ab 1917 unter Generaloberst Hans von Beseler die Polnische Wehrmacht auf und wirkte positiv auf Ausbildung und Ausrüstung. Im Jahr 1918 wurde er vom polnischen General Henryk Minkiewicz abgelöst und kehrte nach Deutschland zurück, wo er erneut Divisionskommandeur wurde.

Grab von Felix von Barth auf dem Nordfriedhof in Dresden

Er war Mitglied des Vereins für Erdkunde zu Dresden. Von Barth starb in Dresden und wurde auf dem Nordfriedhof bestattet.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Richard Sachse, Karl Ramshorn, Reinhart Herz: Die Lehrer der Thomasschule zu Leipzig 1832–1912. Die Abiturienten der Thomasschule zu Leipzig 1845–1912. B. G. Teubner Verlag, Leipzig 1912, S. 51.