Ferdinand Mülhens

Ferdinand Mülhens
Etikett entworfen von Ferdinand Mülhens 1881 mit späteren Blau Gold Zusatzetikett.
Werbung Ferdinand Mülhens als k.u.k. Hoflieferant für 4711 (1908)

Ferdinand Mülhens (* 23. Dezember 1844 in Köln; † 15. Januar 1928) war Gutsbesitzer und Unternehmer mit Wohnsitz in Königswinter. Er wurde auch „De Naas vun Kölle" genannt.[1]

Biografie

Nach dem Tode seines Vaters Peter Joseph Mülhens führte er die Kölnische Wasser- und Parfümfabrik in der Glockengasse unter der Firma Franz Maria Farina weiter , die von seinem Großvater Wilhelm Mülhens gegründet worden war. 1881 meldete er nach verlorenen Namenprozeß die neue Firma "Eau de Cologne- und Parfümerie-Fabrik Glockengasse No. 4711 gegenüber der Pferdepost von Ferd. Mülhens" ins Handelsregister ein. 1886 wurde er Alleineigentümer des Wintermühlenhofs in Königswinter, den er seit 1900 auch als Alterssitz nutzte.

4711 wurde auch beim kaiserlichen Hof in Wien verwendet. Auf Grund der hohen Qualität seiner Produkte wurde Ferdinand Mülhens der Titel eines k.u.k. Hoflieferanten verliehen.

Er errichtete in den Jahren 1912 bis 1914 das Hotel auf dem Petersberg, das später Gästehaus der Bundesregierung wurde. Seit 1913 war er Eigentümer der Drachenfelsbahn.

Ferdinand Mülhens war von 1922 bis zu seinem Tod Ehrenbürger von Königswinter.

Sein Schwiegersohn war der Münchner Möbelfabrikant Heinrich Pössenbacher. Sein Sohn und Firmenerbe der Firma 4711 war Peter Mülhens, der Gründer des Gestüts Röttgen in Köln Rath-Heumar.

Literatur

  • Armer, Karl Michael u.a.: Muelhens: Cologne-Paris-New York; the culture of beauty; zweihundert Jahre 4711. Köln: DuMont 1992. ISBN 3-7701-3121-5
  • Eau-de-Cologne- und Parfümerie-Fabrik Glockengasse No. 4711 gegenüber der Pferdepost von Ferd. Mülhens: 160 Jahre 4711: 1792-1952. Köln 1952.
  • Ulrich S. SoéniusMülhens, Ferdinand. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 18, Duncker & Humblot, Berlin 1997, S. 301 f. (Digitalisat).
  • Wilhelm Treue: Ferdinand Mülhens (1844–1928). In: Kölner Unternehmer im 18., 19. und 20. Jahrhundert. (= Rheinisch-Westfälische Wirtschaftsbiographien, Band 12). Aschendorff, Münster 1986, S. 158-180.

Einzelnachweise

  1. Portal Rheinische Geschichte, abgerufen am 1. Mai 2012