Ferdinand von Meerheimb

Ferdinand von Meerheimb, vollständig Ferdinand Ludwig Johann Freiherr von Meerheimb (* 11. April 1823 auf Gut Gnemern, heute Ortsteil von Jürgenshagen; † 7. Mai 1882 in Berlin) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalmajor, sowie Militärbiograph.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er entstammte dem Adelsgeschlecht Meerheimb und wurde als drittes Kind und zweiter Sohn von Jasper Friedrich Freiherr von Meerheimb und seiner Frau Emilie, geb. von Kleist aus dem Haus Stabenow, auf dem seit 1661 in Familienbesitz befindlichen Gut Gnemern geboren. 1841 trat er beim 2. Infanterie-(Königs-)Regiment in den Dienst. Als Lieutenant nahm er am Feldzug im Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1848 teil; im Deutschen Krieg 1866 war er Kompaniechef in Böhmen, und im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 befehligte er in Frankreich zuerst ein Landwehrbataillon, später war er Kommandant von Reims. Ansonsten war er von 1867 bis zu seinem Ausscheiden aus Gesundheitsgründen 1880 im Nebenetat beim Großen Generalstab in Berlin eingesetzt.

Seit 1830 war er mit Brunhilde, geb. von Ramin aus dem Haus Schmagerow verheiratet. Das Paar hatte drei Töchter, darunter die später als Schriftstellerin bekannt gewordene Margarethe Henriette Marie (* 1859).[1]

Werk

Bedeutender als seine militärische war seine schriftstellerische Tätigkeit, besonders auf dem Gebiet der Kriegsgeschichte. Er verfasste zahlreiche seine Beiträge in Zeitschriften und Sammelwerken sowie zwei Beihefte zum Militärwochenblatt über Frankreich und die Franzosen (1872) und Militärbildung und Wissenschaft (1873). In einem weiteren Beiheft (1877) legte er eine Lebensbeschreibung von Friedrich von Wrangel vor, die auch als Buch erschien. Auch in der Allgemeinen deutschen Biographie lieferte er zahlreiche Artikel. Von 1873 bis zu seinem Tod War er Redakteur der Militär-Litteratur-Zeitung. Eine Arbeit über Prinz Heinrich war druckfertig in seinem Nachlass.

Schriften

  • Shermans Feldzug in Georgien: Vortrag gehalten am 30. Oktober 1868 in der Militairischen Gesellschaft zu Berlin. Berlin: Mittler 1869 Digitalisat
  • Graf von Wrangel, Königlich Preußischer General-Feldmarschall. Mittler, Berlin 1877
  • Geschichte der Pariser Kommune. Berlin 1880
  • Briefe eines preußischen Offiziers aus dem Jahre 1848. (posthum hrg. von Margarethe Henriette Gräfin von Bünau, geb. Freiin von Meerheimb) In: Preußische Jahrbücher 157 (1914), S. 450–480 und 158 (1914), S. 69–94

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Namen und Geburtsdaten siehe Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser