Festival der Regionen

Festival der Regionen
Festival der Regionen 2011 / Umsteigen, Attnang-Puchheim
Festival der Regionen 2011 / Umsteigen, Attnang-Puchheim
Allgemeine Informationen
Ort Marktplatz 12, 4100 Ottensheim, Österreich
Genre Zeitgenössische Kunst und Kultur
Website www.fdr.at
Vorherige Veranstaltungsorte
2011 Attnang-Puchheim
2009 Linz-Süd
2007 Bezirk Kirchdorf an der Krems
2005 Oberes Mühlviertel


Das Festival der Regionen ist ein zeitgenössisches Kunst- und Kulturfestival in Österreich. Es findet seit 1993 alle zwei Jahre in einer jeweils festgelegten Region in Oberösterreich statt. Die Projekte des Festivals beziehen die Bevölkerung in die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Fragestellungen ein. In den bisherigen 10 Festivalausgaben von 1993 bis 2011 wurden 275 Projekte aus allen künstlerischen Genres mit 1.576 Beteiligten verwirklicht.

Der Verein Festival der Regionen betreut das Festival. Der Vorstand und die Festivalleitung erarbeiten für jedes Festival ein Thema mit einer öffentlichen Ausschreibung und einer Festlegung auf eine oder mehrere Schwerpunktregionen. Neben der Stärkung und Förderung regionaler Initiativen im Feld der Kulturarbeit gehört die Sensibilisierung für aktuelle künstlerische Entwicklungen zu den Zielen des Festivals - mit den Aspekten der Vermittlung, des offenen Dialoges und der Verbindung von Alltagskultur und Kunst.

Im Jahr 2011 zeichnete das Land Oberösterreich das Festival der Regionen mit dem "Großen Landespreis für initiative Kulturarbeit" aus.[1]

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Das Festival der Regionen entstand Anfang der 1990er Jahre aus einem breit gestreuten Unbehagen. Zeitgenössische Kunstformen kamen in den jährlich vom Land Oberösterreich konzipierten Landesausstellungen nur am Rande vor. Die oberösterreichische Landesregierung beauftragte ihren Kulturbeirat, zu untersuchen, wie man die Landesausstellungen reformieren könne.

Der Landeskulturbeirat setzte eine Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung eines neuen Konzepts ein, in der Protagonisten von oberösterreichischen Kulturinitiativen und Künstler (u.a. Josef Ecker, Hannes Leopoldseder, Wolfgang Preisinger, Franz Prieler, Günther Stockinger, Rainer Zendron) vertreten waren. Eine erste Entscheidung war, dass die Landesausstellungen nur mehr im zweijährigen Abstand stattfinden sollten. Teile der finanziellen Einsparungen sollten in Alternativprogramme investiert werden, die stärker im Segment Alltagskultur und -kunst angesiedelt sind.

So wurde ein Festival geplant, welches sich trotz Öffnung zur Kunst nicht an ein spezialisiertes Fachpublikum richtet, sondern an den alltäglichen Erfahrungen der Bevölkerung ansetzt und eine örtlichen Nähe beim gewünschten Publikum aufweisen sollte. Das Festival der Regionen wurde als Format zur lebendigen Auseinandersetzung mit den Regionen und ihren Menschen gegründet, das an aktuellen Diskussionen interessiert ist.

In seiner Selbstbeschreibung bezeichnet der Landeskulturbeirat OÖ die Gründung des Festival der Regionen als "herausragende Errungenschaft der Ära Leopoldseder"[2] (Leopoldseder: ehem. Intendant ORF OÖ).

Themen

Das Festival steht jeweils unter einem Motto, welches von den Künstlern aufgegriffen und interpretiert wird.

  • 1993 - Das Fremde
  • 1995 - Heiße Heimat
  • 1997 - Kunst.Über.Leben – Entdeckungsreisen zu Alltagswundern
  • 1999 - Randzonen
  • 2001 - Das Ende der Gemütlichkeit
  • 2003 - Die Kunst der Feindschaft
  • 2005 - Geordnete Verhältnisse
  • 2007 - Fluchtwege und Sackgassen
  • 2009 - Normalzustand
  • 2011 - Umsteigen

Einzelnachweise

  1. Verleihung der Landeskulturpreise auf ORF OÖ Online abgerufen am 31. Januar 2012.
  2. Landeskulturbeirat auf Land OÖ Website abgerufen am 31. Januar 2012.

Weblinks