Feuerpolizei

Als Feuerpolizei wird eine Behörde bezeichnet, die den Brandschutz festlegt und überwacht. Diese Aufgabe übernimmt meistens entweder die Feuerwehr oder das Bauamt.

Der Begriff Feuerpolizei wird heute hauptsächlich in Österreich und in der Schweiz verwendet und war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch in Deutschland gebräuchlich. Auch wenn der Begriff darauf schließen lassen könnte, ist die Feuerpolizei nicht mit der Polizei zu verwechseln und hat auch keine polizeilichen Befugnisse. Der Begriff entstammt nämlich noch der ursprünglich griechischen Bezeichnung "polis" (dt. "Stadt"), mit der unter anderem bei den Römern allgemein die öffentliche (Stadt-)Verwaltung bezeichnet wurde.

Die Feuerpolizei ist für den Schutz von Personen und Sachen zuständig, indem sie Brände durch die Gewährleistung intakter Flucht- und Rettungswege abwehrt. Die Feuerpolizei trifft alle Massnahmen, die zur Verhinderung von Brandausbruch, Brandausbreitung und Explosionen erforderlich sind.[1]

Sie widmet sich außerdem:

  • „dem vorsorglichen baulichen Brandschutz,
  • der Förderung des Gefahrenbewusstseins in der Öffentlichkeit,
  • der Ausbildung der kommunalen Brandschutzexperten.

Sie

  • erlässt Brandschutzvorschriften,
  • bestimmt die erforderlichen Brandschutzmassnahmen für Bauten mit erhöhtem Brandrisiko oder grosser Personengefährdung,
  • führt in Bauten und Anlagen mit erhöhtem Brandrisiko periodisch oder von Fall zu Fall Kontrollen durch,
  • nimmt neue / geänderte Brandmelde-, Blitzschutz- und Feuerlöschanlagen ab und kontrolliert sie periodisch auf ihre Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit,
  • befindet über die Zulassung von Baustoffen, Bauteilen und technischen Ausrüstungen,
  • befasst sich mit Ausbildungs, Beratungs- und Aufklärungsaufgaben,
  • gewährt Beiträge an Verbesserungen des Brandschutzes.“[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Gesetz über die Feuerpolizei und das Feuerwehrwesen auf zhlex.zh, abgerufen am 8. Oktober 2012
  2. Infos über die Feuerpolizei, abgerufen am 8. Juli 2012