Fiakermilli – Liebling von Wien

Filmdaten
Deutscher Titel Fiakermilli – Liebling von Wien
Originaltitel Die Fiakermilli
Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1953
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Arthur Maria Rabenalt
Drehbuch Martin Costa
Arthur Maria Rabenalt
Produktion Ernest Müller
Produktionsleiter
Musik Hans Lang
Kamera Elio Carniel
Schnitt Hermine Schedewy-Sandtner
Besetzung

Fiakermilli – Liebling von Wien ist ein österreichischer Spielfilm aus dem Jahr 1953, der in Österreich den Titel Die Fiakermilli trägt. Unter der Regie von Arthur Maria Rabenalt spielte Gretl Schörg die Rolle der Fiakermilli in dieser Musikkomödie. Der Stoff beruht auf einem Buch von Martin Costa.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die schöne Tänzerin und Sängerin Fiakermilli ist die Sensation im Wiener Lokal „Burgundisches Kreuz“ und sorgt stets für ein volles Haus. Nur Theaterkritiker Dr. Robert Zögel verreißt Millis Darbietungen in einem seiner Artikel aufs Schärfste. Ohne dass Milli ahnt, wer er wirklich ist, verlieben sich beide ineinander. Als die junge Frau seine wahre Identität erfährt, verzeiht sie ihm. Sie erklärt sich sogar bereit, in Zukunft auf ihre geliebten Auftritte zu verzichten, da Zögel aus ihr eine ernsthafte Künstlerin machen will. Sein Freund Johann Fürst besetzt Milli in Friedrich Schillers Drama Die Räuber in der Rolle der Amalia von Edelreich, doch wird die Premiere des Bühnenstückes ein totaler Reinfall. Milli wird ausgepfiffen. Noch mit den Tränen kämpfend, erwacht ihr alter Kampfgeist: Sie geht zurück auf die Bühne und tanzt einen Cancan, der das Publikum sofort begeistert. Robert Zögel allerdings fühlt sich von Milli verraten und wendet sich von ihr ab. Milli, die ihn aufrichtig liebt, hat daran schwer zu tragen, wobei ihr auch ihre hinzukommende Eifersucht auf ihre Nichte Liesel zu schaffen macht. Liesel hegt zwar Gefühle für Zögel, merkt aber sehr schnell, dass er nur Milli liebt und versöhnt Milli und Zögel wieder miteinander.

In ihrer Garderobe macht Zögel Milli einen Heiratsantrag, macht jedoch zur Bedingung, dass sie ihre Bühnenlaufbahn aufgeben müsse. Milli entscheidet sich schweren Herzens für die Bühne und gegen Zögel. Bei einem späteren Auftritt sieht sie plötzlich Robert unter den Zuschauern. Als ihre Blicke sich treffen, erhebt er sein Glas und lächelt sie an. Milli weiß nun, dass ihre gemeinsame Liebe doch noch eine Chance hat.

Hintergrund

Der Film startete in Deutschland am 16. Januar 1953 in Würzburg. In Österreich war die Erstaufführung am 20. Januar 1953 in Wien. Produktionsfirma war die Schönbrunn-Film Ernest Müller (Wien). Als Verleihfirmen fungierten für die Bundesrepublik Deutschland Constantin Film und für Österreich Union Film.

In Österreich trug der Film auch alternativ den Titel Liebe im Walzertakt und in der Bundesrepublik Deutschland Liebling von Wien.

Lieder im Film unter anderem:

  • Liebe im Walzertakt
  • Honigberger-Lied
  • Frauen sind wie Rosen
  • Immer fidel, fidel
  • Fiakermilli-Lied
  • Ich bin ja so verliebt, ich möcht fast schrei'n vor Glück!

Der Film beruht in den Rahmendaten auf der Geschichte der Emilie Turecek, genannt „Fiaker-Milli“, einer Wiener Volkssängerin, die von 1848 bis 1889 lebte. Sie trat in Vergnügungslokalen sowie auf Wäschermädel- und Fiakerbällen auf. Ihre Auftritte im Jockeykostüm mit eng anliegenden Hosen und Reitgerte, sorgten für großes Aufsehen. Für das Tragen dieser Männerkleidung brauchte sie eine polizeiliche Genehmigung. [1]

Hugo von Hofmannsthal verewigte in seinem Libretto zu Richard Strauss' Oper Arabella die Figur der Fiakermilli.

Kritik

„Filmoperette um die historische Gestalt einer beliebten Volkssängerin, die sich im Konflikt zwischen Liebe und Bühne für die Schauspielerei entscheidet. Klamauk, viel Gefühl und kleine Pikanterien – leichtgewichtige Unterhaltung.“

Lexikon des Internationalen Films[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Regina Karner, Michaela Lindinger (Hg.), Großer Auftritt. Mode in der Ringstraßenzeit, Christian Brandstätter Verlag, Wien 2009, S. 46
  2. Fiakermilli – Liebling von Wien im Lexikon des Internationalen Films