Filialkirche St. Martin (Launsdorf)

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Die römisch-katholische Filialkirche St. Martin in der Gemeinde St. Georgen am Längsee gehört zur Pfarre Launsdorf und wurde erstmals 1261 urkundlich erwähnt.

Baubeschreibung

Das Gotteshaus ist ein im Kern romanischer Bau mit gotischen und barocken Veränderungen. Der spätgotische Turm an der Langhaussüdseite mit spitzgogigen Schallfenstern und einem achtseitigen Spitzhelm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das Dach des Turmes ist mit Steinplattln gedeckt, das Dach des Kirchenschiffes mit Lärchenschindeln. Die barocke Vorlaube ist im Westen mit der Friedhofsmauer verbunden und seitlich in flachbogigen Arkaden geöffnet. In der Vorlaube wurde die um 1520/1525 geschnitzte Holzdecke mit bemalter Flachschitzerei, die aus dem Langhaus stammt, angebracht. Man betritt die Kirche durch das gotische, profilierte Westportal. Das Langhaus wurde im 17. Jahrhundert mit einem zweijochigen Tonnengewölbe mit Stichkappen versehen. Ein rundbogiger Triumphbogen verbindet das Langhaus mit dem Chor. Das Chorjoch und die Sakristei im Turmerdgeschoß haben Kreuzgratgewölbe.

Einrichtung

Die Kanzel und die drei barocken Altäre entstanden um 1660/1670. Der Hochaltar von 1668 besteht aus einer Ädikula über einem hohen Sockel, seitlichen Postamenten mit Figuren und rundbogiger Rahmung sowie einem gesprengten Segmentgiebel mit einem kleinen Aufsatz. Die Säulenschäfte sind mit Weinranken verziert. Die Mittelfigur des heiligen Martin wird von den Statuen der heiligen Apollonia und einer unbekannten Heiligen flankiert. Der linke Seitenaltar besteht aus einer Ädikula über einem Sockel, einem gesprengten Segmentgiebel mit kleinem Aufsatz und mit Knorpelwerk verzierten, seitlichen Ohren. Der Altar trägt im Hauptgeschoß wohl die Figur des heiligen Silvester und im Aufsatz die Figur des heiligen Sebastian. Der rechte Seitenaltar von 1673 mit der Figur des heiligen Oswald und eines heiligen Bischofs im Aufsatz gleicht in Aufbau und Dekor dem linken.

Literatur

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 775.

46.75879166666714.466025Koordinaten: 46° 45′ 32″ N, 14° 27′ 58″ O