Firmengruppe Kastner

Firmengruppe Kastner
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Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1828
Sitz Zwettl/NÖ

Leitung

  • Christof Kastner
  • Mag. Herwig Gruber
  • Andreas Blauensteiner MBA
Mitarbeiter 740
Umsatz 168,8 Mio. Euro (2011)
Branche Lebensmittelgroßhandel, Abholgroßmarkt
Website www.kastner.at

Die Firmengruppe Kastner (Eigenschreibweise: KASTNER) ist ein selbständiges, mittelständisches, österreichisches Familienunternehmen im Lebensmittelhandel, das sich seit seiner Gründung im Jahr 1828 aus eigener Kraft vom kleinen Landkaufhaus zum modernen Großhändler entwickelt hat. Derzeit beschäftigt das Unternehmen an sechs Standorten (Amstetten, Eisenstadt, Jennersdorf, Krems, Wien, Zwettl) rund 740 Mitarbeiter.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmen

Kastner beliefert rund 260 A&O/Nah&Frisch-Einzelhandelskaufleute und betreibt 17 Nah&Frisch-Eigenfilialen, fungiert als Systemanbieter im Convenience-Bereich unter der Marke „Kastner Stop+Shop“ und forciert den Bio-Großhandel in Österreich mit der Firma Biogast. Mit sechs Abholmärkten und dem Gastronomiezustellgroßhandel werden ca. 8.000 Gastronomiekunden beliefert und 31.000 Abholkunden betreut. Kastner gilt in vielen Sparten als Österreichs erster Multifachgroßhändler.

Mit der Marke „Kastner Geschirr&Co“ ist das Unternehmen der zweitgrößte Nonfood-Großhändler für Gastronomie- und Küchenausstattung Österreichs.

Tochtergesellschaft Brückler

Die Firma Brückler war ursprünglich ein selbständiger Nah&Frisch-Großhändler für das Burgenland und die Südost-Steiermark, seit 2003 ist der Betrieb zu 100 % in die Kastner-Gruppe integriert und firmiert als Brückler Großhandelsges.m.b.H. mit Sitz in Jennersdorf.[1]

Brückler nimmt insofern eine Sonderstellung im Nah&Frisch-Verbund ein, weil es, trotz des Status einer Tochtergesellschaft, seine Stimmrechte in den Dachorganisationen Markant Österreich bzw. ZEV „Nah&Frisch“ Marketingservice GmbH behalten hat. Als Gesellschafter treten also alle fünf Großhändler auf: Brückler, Kastner,Pfeiffer, Wedl und Kiennast, obwohl es nur mehr vier Firmengruppen gibt. Im Ergebnis hält Kastner als Konzern zwei Mal 2 % an der Markant und zwei Mal 16,67 % an der ZEV.[2]

Geschichte

  • 1828: Steuerbescheid als erster schriftlicher Nachweis eines Gemischtwarengeschäftes der Familie Kastner im Waldviertel.
  • 1903: Franz Kastner übersiedelt mit dem Unternehmen nach Zwettl. Grundstein für die Großhandelstätigkeit.
  • 1956: Beitritt zur Verbundgruppe „Freie Leistungsgemeinschaft A&O“.
  • 1964: Bau und Übersiedlung in eine neue Lagerhalle in der Zwettler Kremserstaße.
  • 1977: Beitritt zur ZEV Markant und Verleihung der „Goldenen Waage“; Umwandlung der Kommanditgesellschaft in eine Familien-GesmbH.
  • 1983: Einführung der Verbundmarke „Nah&Frisch“.
  • 1987: Beginn der Kooperation mit der Firma Josef Stebel GesmbH (Krems) und Eröffnung des ersten Abholmarktes in Krems.
  • 1989: Erweiterung der Lagerhalle in Zwettl
  • 1990: Beginn der Kooperation Kastner-Wentzel (Eisenstadt), Eröffnung des zweiten Abholmarktes in Zwettl.
  • 1991: Eröffnung des dritten Abholmarktes in Eisenstadt
  • 1995: Übernahme Kogross und Meinl-Gastronomiegroßhandel; Konzepteinführung „Nah&Frisch - Partnerschaft mit Zukunft“; Start Nah&Frisch - Qulitätsoffensive
  • 1996: Bau einer Gastrohalle in Eisenstadt; Übersiedlung und Erweiterung des Abholmarktes in Zwettl; neuer Werbeauftritt der Abholmärkte und des Gastrodienstes; Eröffnung des Kopypoint Kastner und Einführung von Stop+Shop;Start neue Nah&Frisch - Werbelinie („Alles gute liegt so …“); Start Nah&Frisch Zukunftsprojekt.
  • 1997: Neueröffnung des vierten Abholmarktes in Amstetten (mit Übernahme C+C Spar);
  • 1999: Markteinführung Shop24 (Großverkaufsautomat in der U-Bahn-Passage Karlsplatz), Happy Shop und Appetito; Start neues Nah&Frisch Ladenkonzept in Zwettl;
  • 2002: Fünfter Abholmarkt eröffnet am Standort Holzmann-Gastro in Wien; Start von Kastner AllesWein und Kastner Bio.
  • 2003/2004: Übernahme der Firma Brückler (Jennersdorf); Ausbau Zentrallager und Büro in Zwettl; Eröffnung des sechsten Abholmarktes in Jennersdorf.
  • 2005: Start der Kooperation mit Biogast; Neupositionierung Nah&Frisch sowie Abholmarkt und Gastrodienst.
  • 2006: Start Web-Shop für die Gastronomie; Einführung der Marke Biogast exklusiv an allen sechs Kastner-Standorten, Einführung von „Ich bin Bio!“ bei Nah&Frisch;
  • 2007: KR Peter Kastner übergibt die Verantwortung in den operativen Firmen an Christof Kastner, der mit Andreas Blauensteiner und Mag. Herwig Gruber eine neue Geschäftsleitung bildet. Kastner wird vom Wirtschaftsblatt zum besten Familienunternehmen Niederösterreichs gekürt; Übernahme „Holzmann gastro“ und Gründung eines Non-Food-Kompetenzzentrums in Wien.
  • 2008: 180 Jahre-Jubiläum; Verleihung des Bundeswappens an den Großhandel in Zwettl; erfolgreiche Positionierung als 1. Multi-Fachgroßhändler; Präsentation der neuen Marke Kastner Geschirr&Co;
  • 2009: Büroumbau der Zentrale in Zwettl; „Goldenes Regal“ für Christof Kastner; Start der Kastner Akademie und der Lehrlingsoffensive; IFS-Zertifizierung bereits an fünf Standorten; donauland Qualitätsfleisch bei Kastner; große Expansionsoffensive bei Nah&Frisch
  • 2010: Übernahme des Kundenstockes des Biohof Achleitner (Biogroßhandel) durch Biogast; Stärkung der Position als Multifachgroßhändler durch neuen Frischekatalog und Hygienekatalog; Forcierung des Themas Nachhaltigkeit und Erarbeitung einer CSR-Strategie
  • 2011: Bauliche Erweiterung Großhandelslager in Zwettl und Jennersdorf

Weblinks

Literatur

  • Peter Voithofer, Ernst Gittenberger (Hg.):Der österreichische Handel 2005: Daten-Fakten-Analysen. Frankfurt/Main 2006, ISBN 978-3-631-55173-8

Einzelnachweise

  1. Kastner führt Brückler weiter [1] (Die „Handelszeitung“ vom 18. September 2003, abgerufen am 25. August 2011)
  2. Firmenbuch-Abfrage, Suchbegriffe: „Brückler, Kastner, Markant Österreich“, ausgedruckt am 25. August 2011

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