Fiss

Fiss
Wappen von Fiss
Fiss (Österreich)
Fiss
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Landeck
Kfz-Kennzeichen: LA
Fläche: 37,7 km²
Koordinaten: 47° 3′ N, 10° 37′ O47.05527777777810.6197222222221438Koordinaten: 47° 3′ 19″ N, 10° 37′ 11″ O
Höhe: 1438 m ü. A.
Einwohner: 978 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 25,94 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6533
Vorwahl: 05476
Gemeindekennziffer: 7 06 03
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Via-Claudia-Augusta 35
6533 Fiss
Website: www.fiss.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Markus Pale
Gemeinderat: (2010)
(11 Mitglieder)
Fisser Gemeinderatsliste (8)
Für Fiss (3)
Lage der Gemeinde Fiss im Bezirk Landeck
Faggen Fendels Fiss Fließ Flirsch Galtür Grins Ischgl Kappl Kaunerberg Kaunertal Kauns Ladis Landeck Nauders Pettneu am Arlberg Pfunds Pians Prutz Ried im Oberinntal St. Anton am Arlberg Schönwies See Serfaus Spiss Stanz bei Landeck Strengen Tobadill Tösens Zams TirolLage der Gemeinde Fiss im Bezirk Landeck (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Ortsmitte von Fiss

Fiss ist eine Gemeinde mit 978 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Landeck im Bundesland Tirol (Österreich). Die Gemeinde ist Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Fiss liegt auf der „Sonnenterrasse“ etwa 500 m oberhalb des Talbodens des Oberinntals, auf einem flachen, nach Süden gerichteten Abhang. Damit zählt es zum Oberen Gericht.

Nachbargemeinden sind Ladis, Serfaus, Ried im Oberinntal, Prutz, Kappl und Tösens.

Namensherkunft und Geschichte

Der Name Fiss selbst ist schwer zu deuten. Der Ursprung der Ortsbezeichnung wird im lateinischen Fossa (= Graben) oder Fodia (= Grube oder Mulde) vermutet, in welche das Haufendorf eingebettet liegt. Im Jahr 1288 wurde der Name „Fusse“ zum ersten Mal in einer Urkunde in einer Urkunde der Abtei Marienberg erwähnt.

Eine erste Besiedlung wird jedoch schon früher durch die Veneto-Illyrier vermutet. In der Römerzeit verlief die über den Reschenpass führende Via Claudia Augusta über das Plateau von Fiss.

Aus der Zeit der rätoromanischen Besiedlung im 16. und 17. Jahrhundert sind bis heute Steinhäuser im Ortskern erhalten.

1427 wohnten bereits etwa 250 Menschen in Fiss, 1841 wurde mit 538 ein Höchststand verzeichnet. Das späte 19. und frühe 20. Jahrhundert waren von Abwanderung (unter anderem nach Amerika) geprägt, sodass die Einwohnerzahl auf etwa 300 fiel. 1928 erhielt Fiss eine Zufahrtsstraße.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in Fiss der Tourismus. Die Prägung des Ortskerns durch eng verbaute und verwinkelte Gassen mit Westtiroler Bauernhöfen erfuhr durch den einsetzenden Tourismus ab den 1960er Jahren eine Umgestaltung durch Hotels und Pensionen. Dazu trug auch ein Brand im Ortskern 1972 bei. Fiss war ursprünglich Teil des Gerichtsbezirks Ried in Tirol und wurde nach der Auflösung des Gerichtsbezirks Ried 1978 Teil des Gerichtsbezirks Landeck.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Blochziehen

Das Fisser Blochziehen ist ein alter Fasnachtsbrauch. Durch diesen Brauch soll der Winter ausgetrieben werden. Er wird nur alle 4 Jahre abgehalten. Der nächste Termin ist 2014. Alle zwei Jahre wird jedoch auch ein Kinderblochziehen veranstaltet. Der Brauch wird auf der Österreichliste für Immaterielles Kulturerbe (Nationales Kulturgut) der UNESCO geführt.

Tourismus

Fiss ist Teil der Skiregion Serfaus-Fiss-Ladis und bietet im Winter zahlreiche Loipen und Skipisten. Des Weiteren verfügt die Region über ein ausgedehntes Netz von Wanderwegen und Berghütten.

Sommerfunpark

Seit dem Sommer 2005 gibt es den Sommerfunpark Fiss. Als Hauptattraktionen gibt es die Sommerrodelbahn „Fisser Flitzer“, die Attraktionen „Fisser Flieger“ und die Riesenschaukel „Skyswing“ sowie seit Sommer 2008 die „Sommerschneewelt“.

Weblinks

 Commons: Fiss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Geschichte Fiss