Flederbachschlössl

Flederbachschlössl

Das Flederbachschlössl befindet sich im Stadtteil Parsch von Salzburg in der Rettenpacherstraße 8.

Das Gut Flederbach wurde 1360 erstmals urkundlich erwähnt. 1407 gehörte es dem Salzburger Bürger Kaspar Lawbinger. Der Bau selbst ist Mitte des 16. Jahrhunderts durch den Gasteiner Gewerken Martin Strasser erbaut worden und seitdem unverändert geblieben. 1611 bis 1652 war das Schlössl im Besitz des Salzburger Bürgermeisters Michael Paumann und ging dann ins Eigentum der Familie Feyertag über. Als weitere Besitzer folgten Vinzenz M. Süß (Direktor des Museums Carolino Augusteum), nach 1850 Karl Ritter von Hock, Josef Ritter von Romanko und Wilhelm Freiherr von Verschuer. 1912 kaufte Heinrich Ferdinand von Habsburg-Lothringen den Besitz; seitdem gehört es der Familie Habsburg-Toskana. 1970 wurde ein Teil des Parks verkauft und durch Wohnblockbauten verkleinert.

Das Schloss Flederbach zeigt typische Elemente des spätgotischen Stils. Auf rechteckigem Grundriss erhebt sich ein kompaktes Gebäude mit vier Geschossen, das an den Ecken von wuchtigen Stützmauern gerahmt wird. Die Ecken des steilen Walmdachs betonen vier kleine Türme mit sechseckigem Grundriss und Pyramidendach. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoß und ersten Geschoß sind zum Großteil gewölbt (Tonnen mit Stichkappen), die Flachdecken der Obergeschosse sind teilweise mit Stuckrahmen verziert.

Literatur

  • Helene Karrer: 200 Jahre Villenbau in Aigen. Verein Aigen-Initiative Salzburg, Salzburg 1990.

Weblinks

 Commons: Flederbachschlössl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.79735833333313.069205555556Koordinaten: 47° 47′ 50″ N, 13° 4′ 9″ O