Florianikirche (Klagenfurt am Wörthersee)

Pfarrkirche hl. Florian
Grabstätte der Familie Moro

Die Pfarrkirche hl. Florian ist eine römisch-katholische Kirche im Ortsteil Stein im 13. Klagenfurter Bezirk Viktring.

Inhaltsverzeichnis

Florianikirche

Die Vorgängerkirche wurde urkundlich in den Jahren 1143 bis 1147 von Graf Bernhard von Spanheim den Viktringer Mönchen geschenkt. Im Jahre 1193 wandelten die Mönche die Kirche in einen Meierhof. Von 1258 bis 1264 wurde die Kirche wiederhergestellt und zur Pfarrkirche erhoben. In den Jahren 1762 bis 1765 wurde als Neubau ein barockes Kirchenschiff und von 1769 bis 1773 der Turm unter dem Abt von Viktring errichtet.

Das Kirche steht erhöht auf einem Hügel und ist von einem Friedhof umgeben. Der Kirchenbau hat ein Kirchenschiff mit beidseitig vorspringende Kapellennischen und einen flachen dreiseitigen Chor. Im Süden wurde eine zweigeschossige Sakristei angebaut. Im Westen auf eine offene Vorhalle mit Rundbögen eine Kirchturm mit Zwiebelhelm angebaut. Langhaus und Chor wurden mit einem Tonnengewölbe mit Stichkappen auf Wandpilastern und Kompositkapitellen errichtet. Die kreuzgratgewölbte Orgelempore auf zwei Rundsäulen hat eine Holzbrüstung. Im Chor sind ornamentale Glasfenster aus dem Jahre 1894. Das Deckengemälde zeigt das Martyrium des hl. Florian.

Die Einrichtung der Kirche ist einheitlich im Stil des späten Rokoko gehalten. Der Hochaltar wurde vom Bildhauer Benedikt Pläß und vom Tischler Joseph Kapfer im Jahre 1770 geschaffen. Das Hochaltarbild Hl. Florian und Aufsatzbild Dreifaltigkeit sind vom Maler Eustachius Gabriel. Seitlich davon sind die Figuren Hl. Sebastian und Hl. Rochus. Im Scheitel trägt der Hochaltar das Doppelwappen des Abtes Bernhard Winterl. Vor dem Hochaltar ist eine breiter Tabernakelaufbau mit seitlichen Reliquiaren und vier anbetenden Engeln von Benedikt Pläß. Der Volksaltar und das Ambo im barockisierendem Stil wurde in den Jahren 1989 bis 1990 eingebaut.

Es gibt vier Glocken, eine Glocke von Peter Pfinzing von 1521, eine Glocke von Mathias Landsmann von 1675, und zwei Glocken von der Firma Grassmayr von 1989.

Kirchfriedhof

Es gibt Grabsteine an der Langhauswand, in der Friedhofsmauer und im Friedhof. Es gibt bemerkenswerte Grabsteine der Familie Moro aus dem 19. Jahrhundert, sowie die Bronzebüste des Max Ritter von Moro des Bildhauers Jakob Wald aus dem Jahre 1900. Im Friedhof ist ein einheitlich gestaltetes Kriegerdenkmal zum Ersten Weltkrieg, zum Kärntner Abwehrkampf und zum Zweiten Weltkrieg.

Literatur

Weblinks

 Commons: Florianikirche (Klagenfurt am Wörthersee) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

46.5944114.2861Koordinaten: 46° 35′ 40″ N, 14° 17′ 10″ O