Floridsdorfer Brücke

48.247516.385277777778Koordinaten: 48° 14′ 51″ N, 16° 23′ 7″ O

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226 Floridsdorfer Brücke
226 Floridsdorfer Brücke
Blick auf die Floridsdorfer Brücke von der Donauinsel
Nutzung Straßen-, Straßenbahn-, Rad- und Fußgängerbrücke
Überführt Floridsdorfer Straße
Querung von Donau
Neue Donau
Ort Wien
Gesamtlänge 332, 50 Meter
Breite 31,40 Meter
Entwurf eines Pfeilers der Kaiser-Franz-Josef-Brücke, 1874

Die Floridsdorfer Brücke ist eine Straßenbrücke über die Donau in Wien. Sie verbindet die beiden Wiener Gemeindebezirke Brigittenau und Floridsdorf.

Sie verfügt in beiden Richtungen über zweispurige Fahrbahnen. Stromabwärts schließen ein fünf Meter breiter Geh- und Radweg und der Gleiskörper für die Straßenbahn an. Im Bereich der Strombrücke beträgt die Gesamtbreite 31,4 Meter, im Bereich der Flutbrücke 37,4 Meter.

Inhaltsverzeichnis

Tragwerke

Die Brücke gliedert sich in vier Teile:

  • die Kaibrücke, sie ist ca. 95 Meter lang und überbrückt den Handelskai sowie die Donauuferbahn und ist als Spannbetontragwerk mit Hohlkästen ausgeführt,
  • die Strombrücke mit einem Stahltragwerk mit 332,5 Meter Länge,
  • die Flutbrücke, ebenfalls mit einem Stahltragwerk mit 215 Meter Länge,
  • und die Kreuzungsplatte über der Donauuferautobahn A22.[1]

Außer dem Straßenverkehr führen auch eine Straßenbahnlinie sowie Geh- und Radwege über die Brücke.

Geschichte

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Die Anfänge der Donauquerung im Bereich des heutigen Bauwerks gehen bis in das 15. Jahrhundert zurück, als ein hölzernes Brückenkonstrukt über die Donau führte. Im Laufe der Zeit entstanden verschiedene Donauquerungen, die später wieder entfernt wurden. Während der Arbeiten an der Donauregulierung begann 1872 der Bau der Kaiser-Franz-Joseph-Brücke. Zwei Jahre später fand die feierliche Eröffnung statt. Aber bereits 1904 bei der Eingemeindung Floridsdorfs genügte die Brücke den Anforderungen nicht mehr. Außerdem hatte sie nur eine schmale, lediglich 6,7 Meter breite Fahrbahn und die Höhe von der Brücke herab bis zum Wasser betrug 17,6 Meter. So kam es 1913 zur Grundsteinlegung einer neuen Brücke. Durch den Ersten Weltkrieg verzögerte sich der Bau, sodass erst 1924 die neue Brücke, die nun Floridsdorfer Brücke benannt wurde, eröffnet werden konnte.

Beim Rückzug der deutschen Wehrmacht wurde die Brücke in der Nacht vom 13. zum 14. April 1945 gesprengt. Die Brücke wurde zunächst durch einen hölzernen Fußgängersteg ersetzt. Aber bereits im Herbst 1945 begann man mit dem Wiederaufbau. Am 19. Mai 1946 erfolgte schließlich die Verkehrsfreigabe der wiederhergestellten Brücke.

Am 11. April 1946 wurde aus Anlass des ersten Jahrestags der Befreiung Wiens die Floridsdorfer Brücke in „Malinowskijbrücke“ benannt nach dem Oberkommandierenden der 2. Ukrainischen Front, welche Wien von Norden her erobert hatte. Diese Umbenennung machte der zuständige Gemeinderatsausschuss am 18. Juli 1956 wieder rückgängig.

Eine Folge des Einsturzes der Reichsbrücke waren großangelegte Untersuchungen sämtlicher Brücken. Dabei wurden auch bei der Floridsdorfer Brücke große Mängel an einem der Brückenpfeiler festgestellt, die zur sofortigen Sperre am 23. Dezember 1976 führte. Dies führte zu großen Problemen, da auch die neue Reichsbrücke noch nicht fertig war. Sie wurde daher notdürftig für die Straßenbahn und Einsatzfahrzeuge bis 16 Tonnen Gesamtgewicht sowie für Fußgänger und Radfahrer repariert. Zugleich wurde im April 1977 der Neubau stromaufwärts knapp neben der alten Brücke begonnen. Sie konnte bereits am 3. Oktober 1978 eröffnet werden.[1]

Fotogalerie

Einzelnachweise

  1. a b für den gesamten Abschnitt: Onlineauftritt der Stadt Wien Details zur Floridsdorfer Brücke

Weblinks